Muttersprache Deutsch – auch in der Musik

21 Feb

Zwischenablage-1Den heutigen Welttag der Muttersprache nehmen wir zum Anlass, uns vor allem musikalisch zur Muttersprache Deutsch zu bekennen. Es kommt unserer Vorliebe, die sich
in den letzten Jahren entwickelt hat, natürlich sehr entgegen, dass es erfreulicherweise immer mehr deutschsprachige Musik im Pop-/Rock-Bereich gibt, dass sich immer mehr Singer/Songwriter und Bands beim Texten ihrer Muttersprache bedienen. Wenn man nachfragt, warum das so ist, bekommt man überwiegend zur Antwort, dass die Musiker sich in ihrer Muttersprache einfach besser ausdrücken, ihre Gefühle besser transportieren können. Und auch das Feedback der Zuhörer ist überwiegend positiv, weil sie die Texte unmittelbar verstehen und sich so viel eher mit den Inhalten identifizieren können.

Wer deutsche Pop-/Rockmusik für sich entdecken will, hat viel Gelegenheit dazu. Nachfolgend stellen wir euch die Termine einiger Künstler/Bands vor, die uns besonders gut gefallen – natürlich kann das nur eine kleine Auswahl sein:

Die Münchner Rockband ACHT spielt am Samstag, 23. Februar 2013 um 20 Uhr im neuen Club STRØM in München. Weitere Termine auf der ACHT-Homepage.

Am 9. März spielt Max Giesinger & Band einen Unplugged-Auftritt im Spectaculum Mundi in München. Weitere Termine über seine Homepage.

Johannes  Oerding ist gerade auf „Für immer ab jetzt“ – Tour 2013.

Die Rockband Selig ist ab 13. März unterwegs: Magma Tour 2013

Alexander Knappe setzt die „Zweimal bis unendlich“ – Tour ab 26. März fort.

Ab 10. April ist auch BOSSE unterwegs auf Tour.

Und Thomas Godoj geht mit Band und neuem 4. Album ab 31. Mai auf seine „Männer sind so“ – Tour 2013.

Über das eine oder andere Konzert werden wir hier dann sicher berichten. (ima)

Gil Ofarim: „Es kommt alles zur richtigen Zeit“

26 Jan

048In der zweiten Staffel von „The Voice of Germany“ war er einer der erfahrensten Teilnehmer – und dazu noch der Mädchenschwarm schlechthin: Gil Ofarim, der erste Lorbeeren als Musiker schon in den 90er-Jahren als Teenager sammelte und mittlerweile handfeste Rock-musik macht. Der Sieger hieß dann zwar Nick Howard, aber im Exklusiv-Interview mit der Schwäbischen Zeitung erzählt Gil, was er in nächster Zukunft plant.
Zum Interview geht’s hier:
www.schwaebische.de

Aktuelle Live-Termine 2013
23.02.13 – Strøm, München
08.06.13 – BloodyCon, Düsseldorf

Facebook Gil Ofarim / ACHT
Homepage Gil Ofarim / ACHT

Exklusiv: Das Dschungelcamp aus der Sicht von Gastkolumnistin Kiki

15 Jan

Eigentlich, so dachten wir, könnte das Niveau nicht mehr unterschritten werden: Doku-Soaps mit Fremdschäm-Faktor, Bohlens Supersternchen-Arena, und dann natürlich das Dschungelcamp. Halbnackte Tatsachen, peinliche Wahrheiten, die am Lagerfeuer dank Mikros und versteckter Kamera ans Licht der Öffentlichkeit kommen, und jede Menge tierischer Ekelkomponenten, bei deren Einsatz in Good Old Germany schon längst die Tierschutzbehörde auf die Barrikaden gegangen wäre.

Doch siehe da: Es geht noch was. Die aktuelle Staffel des Dschungelcamps hat tatsächlich Unterhaltungswert! Ein dauerkotzendes Modell, ein Schlagersänger, der seine Fahne… pardon, seine Eier in den Wind hängt, und ein Superstar-Anwärter, der bei aller Naivität den Beschützerinstinkt im Zuschauer weckt. Unsere Gastkolumnistin Kiki hat den Montagabend in ihre ganz eigenen und exklusiv für unsere Leser gereimten Worte zusammengefasst. Freut Euch darauf! Und los geht’s:

Tag 4:

Am Tage vier der Nordsee-Klaus
hängt seinen Arxxx und Glocken raus.
Er dreht sich um, dann zieht er blank,
es baumelt seine Samenbank.

Am Abend herrscht erneute Not:
Zur Prüfung ging das Dschungelbrot.
Bei Georgi wurde Food geordert,
doch war „Miss Günstig“ überfordert.

Sie läuft im Rad und dreht und dreht,
was, weil es stinkt, so gar nicht geht.
Die Grillen zirpen ihr im Haar,
wo vorher schon ‚ne Made war.

Wohin sie faßt, sie schreit und quiekt,
weil es in ihrer Hose piekt.
Ganz kurz muss sie sich fokussieren,
dann geht sie sich gescheit blamieren.

Ein Fellbikini und 3 Sterne
sind der Gewinn: So hamwer’s gerne.
Das Camp ist wenig hingerissen,
man fühlt sich wieder angeschissen.

Was wär heut‘ noch erwähnenswert…
die Georgi ist so liebenswert,
man wird sie immer wieder wählen,
sich durch die Prüfungen zu quälen…

Die 1. Live-Show bei The Voice of Germany!

22 Nov

Die Castingflut überrollt die Medien-Landschaft – fast jeder Fernsehsender hat mittlerweile seine eigene Talente-Show. Während der „Klassiker“ DSDS mit den Jahren zur Freak-Show mutiert ist, deren Teilnehmer und Gewinner es schwer haben, sich im Anschluss an die Sendung dauerhaft durchzusetzen, während Popstars und -sternchen im Kunstlicht immer schneller ihrer Halbwertszeit entgegenflattern, gibt es doch zumindest noch eine Casting-Show, die sich ein Quantum Seriosität bewahrt hat.

Die Rede ist von „The Voice of Germany“. Auch wenn ich – als Kind der 8Oer – zugegebenermaßen niemals viel mit Nena anfangen konnte: Als Jurorin macht sie einen guten Job, ebenso wie ihre „Konkurrenten“, das irische Urgestein Rea Garvey, die Freizeit-Cowboys von Boss Hoss und Sonnenbrillen-Fetischist Xavier Naidoo. Man merkt: Alle Fünfe verstehen wirklich was von Musik und Kreativität, im Gegensatz zu Dieter Bohlen, der seine simplen Plastik-Pop-Reime in der Soundschüttelmaschine zusammenzumixen scheint.

Heute ist Showtime – die nach den „Battles“ verbliebenen 32 Kandidaten kämpfen heute in Zweiergruppen ums Weiterkommen in die nächste Runde. Das Wort und die Entscheidung haben heute sowohl die Mentoren der Kandidaten als auch das Fernsehpublikum – beide haben die Wahl. Der betreuende Juror darf seine Gunst in Prozentpunkten ausdrücken. Gefallen ihm beide Kandidaten gleich gut, gibt er jedem 50 Prozent, findet er Nummer 1 um Längen besser als Nummer 2, kann er beispielsweise dem ersten Teilnehmer 80 Prozent Stimmanteil zuordnen und dem zweiten nur 20 Prozent. Dazu kommen die Stimmen der Zuschauer am Fernsehschirm, die anrufen können für ihren Favoriten. Wer die Nase vorn hat, entscheidet sich dann, wenn beide Ergebnisse addiert werden. Heute steht also nicht nur Musik, sondern auch eine Übungsstunde für die Wahrscheinlichkeitsrechnung auf dem (Fernseh-) Programm.

Und hier sind sie, die Kandidaten, die am Donnerstag, 22., und Freitag, 23. November, auftreten:

Team Rea:

Jenna Hoff (22), aus Berlin

Nick Howard (30), London-New York-Berlin

Karo Fruhner (25), Köln

Bianca Böhme (20), Annaberg-Buchholz

Rayland Horton (41), Hamburg

Michelle Perera (27), Berlin

Evi Lancora (24), Hannover

Michael Heinemann (26), Dresden

Team Xavier:

Freaky T (35), Kerkrade

Marcel Gabriel (24), Bad Harzburg

Momo Djender (42), Berlin

Jesper Jürgens (25), Hamburg

Michael Lane (26), Dorfhaus

Iveta Mukuchyan (25), Hamburg

Gil Ofarim (30), München

Brandon Stone (32), Berlin

Team Nena:

Sami & Samira Badawi (28 & 25), Kumhausen

Aisata Blackman (32), Zaandam, NL

Eva Croissant (21), Karlsruhe

Brigitte Lorenz (42), Witten

Menna Mulugeta (20), Weiler

Neo (18), Baden, CH

Isabell Schmidt (23), Greifswald

Michel Schmied (24), Hüttenberg

Team Boss Hoss:

James Borges (24), Rumelange, L

Keye Katcher (21), Berlin

Rob Fowler (40), Berlin

Lida Martel (29), Hamburg

Tiffany Kirkland (30), Darmstadt

Christin Kieu (30), Hockenheim

Steffen Reusch (21), Hamburg

Raffa Shira (30), Karlsruhe

So, und jetzt viel Spaß beim Gucken!

Foto: © SAT.1/ProSieben/Richard Hübner

Wann ist ein Comeback ein Comeback?

4 Nov

Die Castingshow The Voice of Germany geht in die zweite Runde und ein ehemaliger Teeniestar mit Weltruhm ist „plötzlich“ wieder da. Die Medien schreiben ein Comeback herbei oder zweifeln ein solches an: „Gil Ofarim versucht Comeback bei The Voice of Germany“, „Gil Ofarim startet Comeback bei The Voice“, „Ofarim-Sohn Gil will sein Comeback starten“, „The Voice of Germany: Gil Ofarim startet letzten Versuch“, „Comeback! Der Teenie-Star singt bei The Voice“, „Gil Ofarim feiert Comeback bei The Voice“.

Ob Comeback-Versuch oder erfolgreiches Comeback – allen Artikeln gemein ist die Tatsache, dass kaum recherchiert, sondern munter in die Archive gegriffen wurde, um schnell und ohne großen Aufwand jemanden in eine Schublade zu stecken, ihm ein Label zu verpassen. Wer sich ernsthaft mit dem Künstler beschäftigt, wird schnell merken, dass zwischen „Teeniestar“ und „zurück im Rampenlicht von The Voice of Germany“ nicht leerer Raum, sondern kontinuierliches musikalisches Schaffen und musikalische Entwicklung liegt.

2003 – mit 21 Jahren – legte Gil Ofarim das erwachsene, rockige Album „On my own“ vor. Mit diesem Album fiel er sogar Jon Bon Jovi auf, der ihn einlud, als Vorgruppe seiner Rockband Bon Jovi im Münchner Olympiastadion vor Tausenden von Menschen aufzutreten. 2005 wurde die Musik mit Gründung der Band „Zoo Army“ etwas härter. Das Debütalbum „507“, das die Band 2006 veröffentlichte, tendierte eher Richtung Hardrock. 2008 dann mit der neuen Band „Acht“ der Wandel zu Rockmusik mit anspruchsvollen und ansprechenden deutschen Texten. Wie dieser Wandel zustande kam, ist nachzulesen im Musiktipps24-Interview. Mit dem Debütalbum „Stell dir vor“, das in die Top 30 der Media Control Charts einstieg, spielen die vier Musiker von Acht im Oktober 2010 eine kleine Tour und im März 2011 feiern sie Erfolge als Support von Alex Max Band (ehemaliger Sänger von „The Calling“).

Da das Musikbusiness aber nicht einfach ist und auch ein bekannter Name nicht automatisch Türen öffnet, nun der Entschluss, über die anerkannte Castingshow The Voice of Germany mehr Aufmerksamkeit zu erzielen. Wenn man die vielen Medienberichte liest, scheint diese Rechnung aufzugehen – auch wenn die Yellow Press sich weniger mit der Musik als mit dem Privatleben des Künstlers beschäftigt. Vom Teeniestar ist allerdings nur noch das Etikett übrig – es präsentiert sich heute der leidenschaftliche Musiker, der „gekommen ist, um zu bleiben“.

Wir wünschen Gil Ofarim auf jeden Fall die Anerkennung und Aufmerksamkeit, die er sich wünscht und die sein musikalisches Schaffen verdient und verfolgen gespannt den weiteren Weg während und nach The Voice of Germany. (ima)

Gil Ofarim auf Facebook und seine neue Website.
Fotocredit: IBO Konzert- und Bandfotografie