Summernights in Rosenheim

21 Jul

Bereits zum 7. Mal beschert uns Rosenheim mit dem Sommerfestival im Mangfallpark unvergessliche musikalische Sommernächte. So auch diesen Mittwochabend mit einem Doppelkonzert von Max Giesinger und Michael Patrick Kelly bei traumhaftem Sommerwetter.

Es ist immer etwas Besonderes, wenn man einen Künstler mehr oder weniger von Anfang an durch kleine Clubs, über Crowdfunding fürs erste Album, bis hin zu großen Open Air-Konzerten begleiten darf. Max Giesingers persönliches Sommermärchen begann 2016 mit dem Hit „80 Millionen“. Mittlerweile füllt er auch große Bühnen problemlos aus. Mit kleinen persönlichen Stories wie dem nachmittäglichen Besuch im benachbarten Schwimmbad nimmt er das Publikum mühelos und charmant für sich ein. Dass es für die meisten der rund 9.000 Konzertbesucher nach eigenem Bekunden das erste Max Giesinger-Livekonzert ist, mag man fast nicht glauben, wird doch kräftig mitgesungen und mitgetanzt bei Songs wie „Kalifornien“, „Wenn sie tanzt“, „Roulette“, „In Balance“ oder „80 Millionen“. Ein Akustikpart mit den eher nachdenklichen Songs „Alles auf Anfang“ und „Die guten Tage strahlen“ im Mittelteil des Konzerts rundet den gelungenen Auftritt ab.

20170719_205255Auf Michael Patrick Kelly wurde ich erst durch die Sendung „Sing meinen Song – das Tauschkonzert“ aufmerksam – der Kelly Family-Hype ist völlig an mir vorbei gegangen. Umso gespannter bin ich auf das Konzert in Rosenheim. Man merkt sofort, dass auf der Bühne ein außergewöhnlicher Künstler mit einer Wahnsinnsstimme voll in seinem Element ist. Er beherrscht die ruhigen und die hohen Töne, aber er kann auch ausflippen und abrocken – inkl. Crowdsurfing in der Menge. Dass live spielen die Krönung für ihn ist, merkt man von der ersten bis zur letzten Minute des Konzerts. Musikalisch gibt es viele Songs des neuen Albums „iD“, aber auch einige Kelly-Klassiker wie „An Angel“ und seine Interpretationen vom Silbermond-Song „Krieger des Lichts“ sowie dem großartigen Mark Forster-Song „Flüsterton“. Beeindruckend Michael Patrick Kellys Bühnenpräsenz, sein Stimmvolumen und seine Persönlichkeit, die sich auch in einem ganz besonderen und für ein Konzert sehr ungewöhnlichen Moment der Stille zeigt – einer Schweigeminute für mehr Frieden in der Welt!

Jedes Konzert für sich ist schon ein besonderes Erlebnis – zusammen fügen sie sich zu einer großartigen musikalischen Sommernacht. (ima)

A Night full of Dreams

7 Jun

Zweimal habe ich Coldplay schon verpasst in München, ein drittes Mal sollte das nicht passieren. Gestern war es dann so weit: Auf zum Konzert der „A head full of dreams“ Tour 2017 im Olympiastadion in München.

Von der ersten bis zu letzten Minute brennen Chris Martin und seine Band ein wahres musikalisches und optisches Feuerwerk im Stadion ab. Es ist ein großes Fest der Liebe und Lebensfreude – mit feinstem Coldplay-Sound, allen großen Hits, einer grandiosen Light- und Lasershow, Pyrotechnik und Konfettiregen – mit einem gut gelaunten Frontmann, der wahlweise in bekannter Manier auf seinem Klavierhocker kippelt und hibbelt oder über den langen Steg rennt und tanzt. Zwei von vielen Highlights sind sicher die spontane und exzellente Klavierbegleitung eines Fans beim Song „Everglow“ oder die Live-Video-Aufnahmen zur Single „Something just like this“. Und die 65.000 Besucher spielen vom Anfang bis zum Ende der emotionsgeladenen Show eine bunte, glitzernde Hauptrolle durch die ferngesteuerten Leuchtarmbänder. (ima)

Wer es einrichten kann, sollte unbedingt eine der nächsten Coldplay-Shows besuchen. Die Termine…

 

Video „Fix You“

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Wonderful Wild – Südafrika

10 Apr

 

Gesa Neitzel, die Autorin des wunderbaren Buches „Frühstück mit  Elefanten“ war kürzlich auf Lesereise in Deutschland. Weil die Autorin in diversen Talkshows so faszinierend von ihrem neuen Leben im südafrikanischen Busch erzählte, musste ich das Buch natürlich unbedingt lesen, und ich war begeistert. Gesa Neitzel nimmt den Leser mit auf ihre Abenteuer, die sie während der Ausbildung zur Safari-Rangerin in Afrika erlebte. Eine sehr unterhaltsame, kurzweilige und auch lehrreiche Lektüre.

Zum Inhalt: „Gesa Neitzel wagt sich von Berlin in den Busch. Ihr Ziel: die Ausbildung zur Safari-Rangerin in Afrika. Das bedeutet fast ein Jahr in einfachen Zeltlagern. Ohne Internet, ohne Badezimmer, ohne Türen ― dafür aber mit Zebras, Erdferkeln und Skorpionen. Die Ausbildungsinhalte bestehen aus Fährtenlesen, Überlebenstraining, Schießübungen. Wie schlägt sich eine junge Frau in dieser fremden Welt? Kann sie sich auf ihre Instinkte verlassen? Funktionieren die eigentlich noch? Sie erzählt von atemberaubenden Begegnungen mit Elefanten und Löwen, vom Barfußlaufen durch die Savanne, von langen Nächten unterm Sternenhimmel ― und von einem Leben, das endlich richtig beginnt.“ (Quelle: Amazon.de)

Mittlerweile arbeitet Gesa Neitzel zusammen mit ihrem Freund Frank als Rangerin in Südafrika. Über ihre Ausflüge in die faszinierende Tierwelt berichten die beiden wöchentlich in der Video-Reihe „SAFARI SUNDAYS“ auf YouTube. (ima)

Gesa Neitzels Blog  |  Facebook | Instagram | YouTube | Safari Frank

Jack Savoretti – „Sei grande“

4 Feb
(c) Jemaly

(c) Jemaly

Mit diesem Zuruf aus dem Publikum nach der grandiosen, akustischen Darbietung des Songs „Breaking the Rules“ aus dem Album „Before the Storm“ beim Konzert der „Sleep no More – Tour 2017“ gestern Abend im Freiheiz in München, hat ein Zuschauer es auf den Punkt gebracht: nicht nur Jack Savoretti, sondern das Konzert an sich ist einfach großartig!

Der englisch-italienische Singer-Songwriter ist nicht mehr neu im Musikgeschäft – immerhin hat er mit „Sleep no More“ (2016) bereits sein fünftes Studioalbum vorgelegt. Nach „Written in Scars“ (2015) übrigens sein zweites unter dem Majorlabel BMG Chrysalis.

Mit seiner außergewöhnlichen, souligen – gleichermaßen samtigen, aber auch Reibeisenstimme und der mitreißenden, energiegeladenen, leidenschaftlichen Bühnenpräsenz begeistert Jack Savoretti sein Publikum von der ersten bis zur letzten Sekunde des gut 2-stündigen Konzerts. Die Setlist umfasst 20 Songs überwiegend aus seinen letzten drei Alben. Ein breites Spektrum also, das er mit einer tollen Band mit viel Leidenschaft und sehr charmant präsentiert.
Vero un concerto meraviglioso.

Man sollte sich die Gelegenheit, diesen großartigen Künstler live zu sehen, nicht entgehen lassen. (ima)

Die nächsten Termine:

SUN 5 FEBRUARY – Täubchenthal, Leipzig, Germany
MON 6 FEBRUARY – X-TRA, Zürich, Switzerland
TUE 7 FEBRUARY – Columbia Theater, Berlin, Germany
THU 9 FEBRUARY – Grünspan, Hamburg, Germany
FRI 10 FEBRUARY – Gloria Theater, Cologne, Germany
SAT 11 FEBRUARY – Les Docks, Lausanne, Switzerland
TUE 21 FEBRUARY – Hoxton Hall, London, UK
FRI 24 FEBRUARY – Fabrique, Milan, Italy
SUN 26 FEBRUARY – Teatro Carlo Felice, Genoa, Italy
SAT 18 MARCH – Cambridge Corn Exchange, Cambridge, UK
SUN 19 MARCH – De Montfort Hall, Leicester, UK
TUE 21 MARCH – Liverpool Philharmonic Hall, Liverpool, UK
WED 22 MARCH – Academy, Dublin, Ireland
FRI 24 MARCH – Usher Hall, Edinburgh, UK
SUN 26 MARCH – City Hall Ballroom, Sheffield, UK
TUE 28 MARCH – Margate Winter Gardens, Margate, UK
WED 29 MARCH – Royal Festival Hall, Southbank Centre, London, UK
SAT 10 JUNE – Isle of Wight Festival 2017, Newport (Isle of Wight), UK
SUN 2 JULY – OpenAir St. Gallen 2017, St. Gallen, Switzerland
SAT 12 AUGUST – Burning Lantern Fayre 2017, Cardiff, UK

LIVINGSTON sind zurück

26 Jan

p1000446So mancher mag sich noch an „Broken“ erinnern, den Song, welcher der international aufgestellten Rockband Livingston vor einigen Jahren zum Durchbruch verhalf. Seither ist einige Zeit vergangen, doch auch, wenn es um die aktuell vier Musiker ruhiger geworden ist: Sie sind noch da, und seit Mittwochabend sind sie auch zurück auf der Bühne. Tourauftakt war in der Kranhalle in München – und es scheint, dass ihre Fans nur darauf gewartet haben, dass Livingston es endlich wieder krachen lassen.

Es ist eine bitterkalte Winternacht in der bayerischen Hauptstadt, doch nach und nach füllt sich die angenehm temperierte Kranhalle mit Menschen. Bevor jedoch mit Livingston der Headliner des Abends die Bühne betritt, darf James Gillespie zeigen, was er drauf hat. Der gebürtige Schotte und Wahl-Londoner hat nur seine Stimme, seine Gitarre – und seinen Humor, mit dem er das Publikum schnell einfängt. Mit viel Herzblut und einer außergewöhnlichen Stimme interpretiert er eigene Songs und auch mal ein Cover, bei dem man zweimal hinhören muss, um das Original rauszuhören: Der Mann mit dem Dutt ist ein musikalischer Artist, der mit Soul in der Stimme überzeugt und den großen Applaus am Ende seines Auftritts zurecht bekommt.

Dann ist es Zeit für Livingston-Frontmann Beukes Willemse und seine Mannschaft. 2014 ist die Band zum letzten Mal durch Deutschland getourt, um ihr damals frisch auf den Markt gekommenes Album „Animal“ vorzustellen. Entsprechend ausgehungert zeigen sich Fans und Band und haben sichtlich ihre Freude, endlich wieder die Gitarren von der Leine und den Emotionen freien Lauf zu lassen. Mitgebracht haben Livingston aber nicht nur neuere Songs wie „Human“ oder „Reckless“ von „Animal“; sie haben tief im Fundus ihrer Kreativität gegraben und die eine oder andere Perle aus frühen Tagen eingepackt. „Dream or drown“, „Disease“ und „Broken“ finden sich auf der Setlist genauso wie „Like a wheel“, an dessen Beginn das Zusammenspiel von Beukes‘ hypnotischem Gesang und den sanften Klängen, die Jakob Nebel seiner Hang entlockt, eine ganz besondere Magie enfacht.

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Laute und leise Töne, kerniger Rock und sanfte Weisen: Livingston reißen ihr Publikum mit, so auch mit dem leidenschaftlich zelebrierten „Somebody“ und dem „Rausschmeißer“ am Ende, der Zugabe „Fire to fire“.

„This is like family“, ruft Beukes an diesem Abend ins Mikro. Doch irgendwann geht auch das schönste Fest zuende. Die Fans jedoch freuen sich wohl schon aufs nächste Familientreffen.

Die internationale Band mit Ursprung in London veröffentlichte in den vergangenen Jahren drei Alben (Sign Language, Fire to Fire, Animal). Die Tourneen der Band waren ausverkauft, und die Hit-Single „Broken“ brachte zahlreiche Auszeichnungen (Airplay Top20 Single, Nr. 1 und Nr. 2 in der Rock-Kategorie für Amazon und iTunes). Seit dem letzten, eigenproduzierten Album „Animal“, das „die ganze Palette von Emotionen erfasst, für die die Band immer bekannt war, welche aber noch nie so erfolgreich in einer Produktion verwirklicht wurde“, sind mittlerweile zwei Jahre vergangen, die die Band 2015 mit einer kleinen Konzerttour in Südafrika – u. a. spielten sie beim Oppikoppi Festival – und intensivem Songwriting auf Menorca verbracht hat.

Termine der Mini-Deutschland-Tour:

25.01.17 – München, Kranhalle
26.01.17 – Frankfurt, Nachtleben
27.01.17 – Düsseldorf, Stone (sold out)
28.01.17 – Hamburg, Knust
29.01.17 – Berlin, Auster Club (sold out)

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