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Wirtz – Die fünfte Dimension

17 Nov

Die Fünfte DimensionAm heutigen Freitag erscheint der neue Wirtz-Silberling „Die fünfte Dimension“. Zeigte sich der Künstler beim Vorgänger-Album noch ungewohnt positiv gestimmt und überraschte seine Fans, die eher tiefsinnige und schwermütig angelegte Knaller-Rocksongs erwarten, mit leichtem Rock-Pop, kann man beim neuen Werk getrost sagen: „Back to the Roots!“

Dass sich Wirtz & Co. dieses Mal mehr Zeit genommen haben, um die Scheibe zu produzieren, merkt man an den Arrangements, die sich wieder weg vom Mainstream und hin zum nachdenklichen Rockpoeten bewegen. Die teils krassen Abgründe, die offenen Wunden, die Wirtz bei seinem Debüt-Album „11 Zeugen“ offenbarte, sind auf „Die fünfte Dimension“ zwar nicht zu finden, dreht es sich inhaltlich doch meist um eher alltägliche Themen und weniger um Drogenkonsum, Depressionen und ähnliche Schwergewichte.

Aber auch die bergen Tücken: „Liebe“ zum Beispiel, singt Wirtz, sei „irgendwie wie Heroin – denn nach dem ersten Schuss wirst Du nur schwer wieder clean“. Selbst das erst knapp vier Jahre alte Vaterglück hat nicht nur Sonnenseiten (wie die Eltern unter den Hörern vermutlich bestätigen werden). Unterbrochene Nächte, Wutanfälle und nicht zuletzt die „Domestizierung“ des wilden Rockers zum liebevollen Papa: Ja, Erziehung strengt an. Verpackt hat Wirtz seine Erfahrungen mit dem Nachwuchs in einen unsentimentalen Rocksong und mit einer gehörigen Portion Ironie obendrauf.

Ein thematisches Schwergewicht auf dem Album stellt „Das verheißene Glück“ dar, das sich mit der menschlichen Gleichgültigkeit auseinandersetzt und dem daraus resultierenden Verlust der Freiheit. Worte, die in der heutigen Zeit mehr denn je an Bedeutung gewinnen. Außerdem wirft Daniel Wirtz einen Blick zurück in Kindertage, „seziert“ Seelen und das, was die Menschen damit verbinden und darunter verstehen – und wirft einen Blick zurück auf die vergangenen zehn Jahre, in denen er mit seinem „stillen Partner“ Matthias Hoffmann „Wirtz“ aufgebaut hat.

Was, zehn Jahre schon? Tatsächlich… Nun, mit „Die fünfte Dimension“ ist Wirtz ein Werk gelungen, das Lust auf noch mehr macht. Denn ihm gelingt es wie keinem anderen deutschsprachigen Rockmusiker, seine „Lebenssplitter unter die Haut dieser Welt“ zu treiben – wie er es in dem Stück „Wer wir waren“ beschreibt. Fazit: Kaufempfehlung! (bb)

Übrigens: Termine und Tickets für die Tour im April/Mai 2018 gibt es auch schon!

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4 x 2 = ACHT

9 Feb

Die Gleichung stimmt auch insofern als die vier Musiker der Münchner Rockband ACHT gerade mit ihrem zweiten Studioalbum „Seid Ihr Dabei“ auf Tour sind. Veröffentlicht wird es am 4. April – auf der Tour gibt es die sensationelle Scheibe schon jetzt.

Wir hatten das Vergnügen auf den beiden Auftaktkonzerten der „Seid Ihr Dabei“-Tour in Memmingen und Wurz mit ACHT rocken zu dürfen. Den Konzertbesucher erwartet eine gelungene Mischung der wirklich starken Rocksongs des neuen Albums mit Material vom nicht weniger guten ersten Album „Stell dir vor“. Die Konzerte von ACHT machen einfach Spaß: Sie sind rockig, leidenschaftlich, laut und leise – zwei Stunden Energie pur. Mit seiner Stimme drückt Leadsänger Gil Ofarim unendlich viele Stimmungen aus. Was bei anderen nur laut und hart klingt, ist bei ACHT rockig und trotzdem melodisch. Das macht den Unterschied!

Das lange Warten auf das zweite Album hat sich wirklich gelohnt. Es stecken viel Herzblut, Authentizität und kluge Texte drin. Man sollte sich also die Zeit nehmen, ganz genau hinzuhören. (ima)

Unsere Empfehlung: Unbedingt Tickets und Album kaufen!

Hier nochmal die weiteren Tour-Daten:
Montag 10.02.14 Heidelberg Halle02
Freitag 14.02.14 Oberhausen Kulttempel
Samstag 15.02.14 Dessau Cadillac
Montag 17.02.14 Berlin Badehaus Szimpla Musiksalon
Dienstag 18.02.14 Hamburg Logo
Mittwoch 19.02.14 Lübeck Sounds
Donnerstag 20.02.14 Oldenburg Cadillac
Samstag 22.02.14 Ingolstadt Eventhalle
Mittwoch 26.02.14 Nürnberg Rockfabrik
Donnerstag 27.02.14 Innsbruck LiveStage

Festivalzeit – 15. Schlossgrabenfest in Darmstadt

29 Apr

Foto: Björn Friedrich

Hessens größtes Musik-Festival mitten in Darmstadts City findet 2013 bereits zum 15. Mal statt. Das Schlossgrabenfest bietet auch in seiner Jubiläums-Auflage – diesmal am Fronleichnam-Wochenende vom 30. Mai bis 2. Juni – ein buntes, vielfältiges Musikprogramm aus den Bereichen Pop & Rock, Alternative, World-Musik, Singer & Songwriter bis hin zu Cover/Tribute, umrahmt von Poetry-Künstlern. Über 100 Musik-Acts auf vier Bühnen, 2 Disco-Areale und Kulinarisches aus aller Herren Länder an 160 Ständen, verwandeln Darmstadts Innenstadt erneut in eine  über 20.000 qm große Open-Air-Festival-Kulisse auf Zeit – das alles erneut bei freiem Eintritt.

Angeführt wird das beeindruckende Line Up von Top Act Laith Al-Deen, MIA, Grossstadtgeflüster und Boppin´B.

Neu 2013: Noch mehr Raum im Jubiläumsprogramm widmen die Veranstalter ab diesem Jahr den Singer/Songwritern sowie Poetry-Slammern. Unter dem Motto „Singer-Songwriter & Poetry“ präsentieren sich auf der FRIZZ Bühne an allen vier Festivaltagen junge Liedschreiber und bekannte Protagonisten des Genres.

Das Schlossgrabenfest findet seit 1999 privatwirtschaftlich organisiert jährlich Ende Mai in Darmstadt statt. Von Anfang an ist das Schlossgrabenfest frei von städtischen Zuschüssen. Es finanziert sich durch Sponsoren, Standbetreiber und insbesondere durch die Festivalbesucher selbst, die durch den Kauf des jährlichen Schlossgrabenfest-Bechers ihren finanziellen Beitrag zur Finanzierung des über 100 Bands umfassenden Programms leisten. (ima)

Das komplette Programm  |  Facebook

Legendensommer

5 Jul
Legendensommer – wettertechnisch hatten wir einen solchen zuletzt 2003. Musikalisch gibt es ihn ab 10. August als Download und
3. Single-Auskopplung aus dem im vergangenen Herbst erschienenen Album „So gewollt“ von Thomas Godoj.
„Legendensommer“ ist eine wunderschöne Ballade, die Godojs außergewöhnliche Stimme sehr gut zur Geltung bringt. Der Text beschwört Erinnerungen an die langen Sommer der Kinder- und Jugendzeit. Er erzählt von legendärer Freundschaft, die noch existiert oder vielleicht nur noch Erinnerung ist. Zusammen mit „Legendensommer“ gibt es den Song „Vermisst du nicht irgendwas“, der sehr eindringlich eine verlorene Freundschaft oder Liebe besingt. Fast schon philosophisch der Refrain: „Sag, warum lernen wir laufen, wenn wir laufen um zu gehen? Warum haben wir Tränen, wenn wir Augen haben, das vorauszusehen? Warum können wir hören, wenn wir uns nicht mehr verstehen?“ Beide Songs stammen aus der Feder von Thomas Godoj und Christian Bömkes.
 
Noch ist es nicht zu spät, dass auch der kalendarische Sommer ein legendärer wird – und wenn nicht, dann nehmen wir halt den musikalischen Legendensommer!  (ima)
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Festivals / Konzerte
06.07.2012 – Bochum Total, Pottmob Bühne
23.07.2012 – Travemünder Woche
17.08.2012 – Kanalfest, Datteln
18.08.2012  – Sommerfestival Schloss Berge, Gelsenkirchen
25.08.2012 – Stadtfest, Eisenhüttenstadt
31.08.2012 – Seegeflüster, Hagen
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Legendensommer Live
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Album „So gewollt“ z. B. bei Amazon – auch als Live-CD/DVD
Den Single-Download wird es in allen gängigen MP3 Portalen geben.

Daniel Wirtz: Zwischen Soundrebell und Songpoet

11 Mrz

Manche Songs lassen uns aufhören. Nicht, weil sie sofort ins Ohr gehen und sich gefällig dort festkuscheln, weil wir sie ohne Nachdenken mitsummen können und sie uns in ein musikalisches Nirvana des Wohlgefühls versetzen, sondern weil sie eine Botschaft haben. Eine Botschaft, die wir manchmal selbst nicht auf Anhieb verstehen, sondern uns Stück für Stück erarbeiten müssen. Wenn das geschieht, entdecken wir eine neue Welt, eine unbekannte Insel im Alltag des Daseins.

In diesem Fall heißt die Insel im Ozean der Weltmusik Daniel Wirtz. Der ehemalige Sub7even-Sänger singt seit Beginn seiner Solo-Karriere Deutsch, hat vor einigen Monaten sein drittes Album „Akustik Voodoo“ auf den Markt geworfen und fasziniert mit seiner Ausdrucksweise, die teils rau und schonungslos klingt, aber dabei immer ins Zentrum des Menschens führt und damit auf ungeheuer wuchtige Art und Weise berührt.

Wirtz scheint ein Widerspruch in sich selbst zu sein; eine der letzten verbliebenen Bastionen von Musikern, die Musik machen, um zu überleben – nicht im kommerziellen Sinne, sondern weil es ihnen ein inneres Bedürfnis ist, ihre Seele zu entleeren, sich den Ballast von der Seele zu werfen, ohne dass es jemals auch nur annähernd anbiedernd oder kitschig wirkt. Dafür sorgen schon die harten Riffs exzellent gespielter Gitarren und ein Sound, der den unruhigen Pulsschlag des Herzens nachzuvollziehen scheint, die Getriebenheit eines Menschen, der immer weiter seinen Weg geradeaus geht, ohne ein echtes Ziel zu haben außer dem, authentisch zu bleiben und seine musikalische Message unters Volk zu bringen.

Was auf CD (11 Zeugen, Erdling und oben schon genannte Akustik Voodoo) schon äußerst intensiv klingt, kommt live mit doppelter Wucht beim Zuhörer an. Wirtz redet nicht viel auf der Bühne, sondern geht ganz in seiner Musik auf. Ein Selbstverständnis, dass die Band, die mit ihm auf der Bühne steht, aus demselben Holz geschnitzt ist.

Die Songs von Daniel Wirtz handeln von Drogensucht, Enttäuschung, dem Kampf mit den eigenen inneren Dämonen, der Suche nach Liebe, Geborgenheit und echter Freundschaft. Richtig warm ums Herz wird einem dabei nicht, doch wer sich mit sich selbst auseinandersetzen kann und will, wer sich in den Lyrics wiederfindet und auf melodischen Rock meilenweit abseits radiotauglicher Mainstream-Plärre steht, sollte auf der Hut sein: Es besteht Suchtpotential.

Wirtz live:

Montag, 12. März 2012: Oldenburg, Kulturtage
Dienstag, 13. März 2012: Lübeck, Riders
Donnerstag, 15. März 2012: Dresden, Beatpol
Freitag, 16. März 2012: Glauchau, Alte Spinnerei
Samstag, 17. März 2012: Magdeburg, Feuerwache

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