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JORIS – „Hoffnungslos Hoffnungsvoll“-Tour

9 Okt

Von der ersten bis zur letzten Sekunde des Konzerts taucht man ein in ein Meer von Emotionen. Von traurig über nachdenklich bis hin zu übersprühender Freude ist alles dabei. Teilweise kann man die sprichwörtliche Stecknadel fallen hören, wenn alle gebannt den Zeilen von JORIS lauschen. Viele der Songs fangen ganz leise an, um dann irgendwann mit allen Instrumenten wie ein Feuerwerk zu explodieren. Jeder einzelne Song ist eine Perle – sprachlich, gesanglich und musikalisch. Auch JORIS‘ Musiker (Wolfgang Morenz – Gitarre, Bino Engelmann – Drums, Constantin Krieg – Keys, Tobias Voges – Bass) bekommen viel Raum, ihr Können bei der einen oder anderen eindrucksvollen Jamsession zu zeigen. Man schließt die Augen, klatscht, singt und springt und lässt sich einfach mitreißen von der Intensität der großartigen Musik mit Esprit, Tiefgang und Lebensfreude, die JORIS gut zwei Stunden gutgelaunt im ausverkauften Münchner Technikum präsentiert (Support: Jonathan Kluth).

Die aktuelle „Hoffnungslos Hoffnungsvoll“-Tour ist zwar gerade erst angelaufen, aber die meisten der Termine sind schon längst ausverkauft. Wer also für diese Tour keine Karten mehr bekommt, dem empfehlen wir die Tour-Fortsetzung im Februar/März nächsten Jahres! (ima)

Tickets und Termine 2016

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Gloria – mein Stolperstein beim BuViSoCo

30 Aug

Der Bundesvision Song Contest hat mit Mark Forster sowie den Zweit- und Drittplatzierten (Donots, Yvonne Catterfeld) würdige Sieger gehabt gestern Abend bei der Show von Stefan Raab auf ProSieben. Der BuViSoCo ist ein deutscher Musikwettbewerb, in den jedes unserer 16 Bundesländer einen deutschsprachingen oder besser deutschsingenden Vertreter schickt.

91jMW0q-dEL._SL1500_Mein Stolperstein* des Abends, an dem ich hängen bleibe, ist jedoch GLORIA. Die warme, ein wenig raue und sehr ausdruckstarke Stimme von Klaas Heufer-Umlauf lässt mich sofort aufhorchen, und zwar so, dass ich mir gleich an diesem Abend noch das brandneue Album „Geister“ (VÖ 07.08.2015) und das erste Album „Gloria“ (2013) anhöre. Genau so wie mich die Stimme aufhorchen und ein wenig erstaunen lässt – kennt man Heufer-Umlauf doch eher als Moderator oder Teil des Comedyduos Joko und Klaas, bestenfalls noch als Schauspieler -, so ergeht es mir auch mit der Musik. Besonders die Texte stechen hervor.

„Die Texte fesseln, doch sie liefern keine Parolen, sie stiften Gedanken. GLORIA greifen Dinge auf, die wir zu übersehen drohen um sie behutsam in unseren Blick zu legen. In „Stolpersteine“ etwa, einem Stück gegen das Leugnen und Vergessen. „Geister“ erzählt davon, wie ein Mensch sich mit den falschen Idealen selbst begräbt, welche Gefahren ein unreflektiertes Dasein in sich trägt: „… du wirst voller Stolz alles was noch kommen soll begraben wollen …“ In „Heilige und Hunde“ wird dieser Gedanke aufgegriffen, diesmal radikaler: Das Stück kreist thematisch um blinden Gehorsam.

Ein liebevolles und vielschichtiges Album. Es unterhält, nimmt mit, schafft einen Raum, in den man eintauchen kann. Gleichzeitig macht es einen für bestimmte Dinge einfühlsamer, sensibler, aufmerksamer. Das alles geschieht ohne erhobenen Zeigefinger.“

71pSllIEKrL._SL1200_Man muss (zu)hören bei diesen Alben, weil es Interessantes zu entdecken und zu ergründen gibt. Auch musikalisch absolut stimmig. Überwiegend ruhig, unaufgeregt, mit eindringlichen Botschaften. Die Aussage „Ein musikalisch und inhaltlich facettenreiches Album, das bewegt“ kann ich unterschreiben – und das gilt sowohl für Geister als auch für Gloria. (ima)

Tourdaten:
01.10. – BREMEN – KULTURZENTRUM SCHLACHTHOF
02.10. – ERFURT – STADTGARTEN
03.10. – MÜNCHEN – MUFFATHALLE
04.10. – WIEN – CHAYA FUERA
09.10. – KÖLN – GLORIA
10.10. – HANNOVER – PAVILLON
11.10. – STUTTGART – WIZEMANN
16.10. – ESSEN – WESTSTADTHALLE
17.10. – FRANKFURT – SANKT PETER
18.10. – BERLIN – ASTRA
23.10. – MÜNSTER – SKATERS PLACE
24.10. – HAMBURG – GRÜNSPAN
25.10. – HAMBURG – ÜBEL & GEFÄHRLICH (Zusatzshow)
12.11.  – ROSTOCK – HELGAS STADTPALAST
13.11. – LEIPZIG – WERK 2
14.11. – MAGDEBURG – MORITZHOF

*„Stolpersteine“, ein bemerkenswerter Song auf dem kürzlich erschienenen Gloria-Album „Geister“. Textzitate aus dem Pressetext der Homepage

„V’Stärker Aus!“ – Akustik-Album von Godoj kommt im August

13 Mai
(c) Thomas Godoj via Facebook

(c) Thomas Godoj via Facebook

Dank Crowdfunding erschien im letzten Jahr das fünfte Studioalbum „V“ von Thomas Godoj. Das jetzt angekündigte Akustik-Album „V’Stärker Aus!“ ist ein weiteres Produkt aus diesem Crowdfunding.
„Die Veröffentlichung von „V’Stärker Aus!“ ist für Ende August geplant. Derzeit laufen die Vorbereitungen, um die neuen Akustik-Versionen im Oktober auf voraussichtlich acht Terminen in Locations mit Theater-Atmosphäre live zu präsentieren. Die Band um Thomas Godoj wird dafür musikalisch von zwei Streichern und einem Pianisten verstärkt. Es lohnt sich, sich diese neuen Facetten des Sängers und Songwriters anzuhören!“

Hier die Pressemitteilung zum Akustik-Album „V’Stärker Aus!“:
„2014 war ein aufregendes Jahr für Thomas Godoj. Nach dem Entschluss, eigene Wege im Musikbusiness zu gehen und für die Finanzierung seines fünften Studioalbums „V“ seine Fans per Crowdfunding ins Boot zu holen, war erst einmal alles offen. Doch die Frage, ob dieser Schritt gelingen würde, war in Rekordzeit beantwortet! Innerhalb weniger Stunden war die angepeilte Summe von 55.000 Euro zusammengekommen und am Ende hatte er rund 160.000 Euro erreicht und ist damit bis heute Europameister im Bereich Musik-Crowdfunding!

Dieser überwältigende Erfolg eröffnete zusätzlich zur Produktion von „V“, das im Oktober 2014 veröffentlicht wurde, die Möglichkeit, sich und den Fans einen lang gehegten Wunsch zu erfüllen und ein Akustik-Album aufzunehmen.  „V’Stärker Aus!“ unternimmt nun einen Streifzug durch Godojs musikalische Geschichte und versammelt mit 14 Songs eine Auswahl aus dem deutschen Material der bisherigen fünf Studioalben. Dabei ging es nicht einfach nur darum den Stecker zu ziehen sondern darum, die Titel neu zu interpretieren ohne sich Grenzen aufzuerlegen oder irgendwelchen Erwartungen entsprechen zu wollen.

„Wir haben versucht, die Songs ganz neu zu betrachten und uns zu fragen, welche musikalische Richtung dem jeweiligen Titel gut zu Gesicht stehen würde. Dabei wurde jeweils das dem Song zugrunde liegende Gefühl auf den Kern reduziert und dieses als Inspiration für das neue Hauptmotiv genutzt, wie z. B. beim gesellschaftskritischen „Niemandsland“, für das wir Anleihen im Swing genommen haben, da Jazz in den 60er Jahren Teil des Ausdrucks einer Bewegung gegen Gewalt und Verbrechen war – was thematisch also mehr als passend ist. Mit dieser Herangehensweise wurde jeder Titel umgestrickt und neu arrangiert, so dass die Leute die meisten Songs beim ersten Hören wahrscheinlich gar nicht auf Anhieb erkennen werden, obwohl sie ihnen seit Jahren bekannt sind. Aus „Dächer einer ganzen Stadt“, das auf unseren Konzerten seit jeher eigentlich eine absolute Partynummer ist, ist so eine eher mystische Ballade geworden. Ansonsten haben wir uns quasi an jeder musikalischen Schublade bedient und geschaut, welche Richtung zu welchem Song passen könnte, ohne dass die Aussage des jeweiligen Titels dabei verfälscht wird. Musikalisch wurde das Ganze mit Hilfe von Flügel, Cello, Geige, Akustik-Gitarre, Bass, Jazz Drumset und Percussion umgesetzt. Neben Swing finden sich auch noch Elemente aus Reggae/Ska, Latin, Rockabilly, Country, R’n’B und sogar gechilltem Hip-Hop. Das gab es so bisher noch nicht und ich finde, es ist einfach ein geiles Album geworden. Ich bin sehr gespannt auf die Reaktionen und freue mich schon darauf, die Sachen live zu spielen“, sagt er selbst. Thomas Godoj, der für seine energiegeladenen Live-Shows bekannt ist, schlägt auf diesem Album, auch mal ruhigere Töne an und seine ausdrucksstarke und gefühlvolle Stimme erhält Raum, um ihre Intensität voll zu entfalten.“

Quelle

Livingston: „Animal“ kommt tierisch gut

25 Okt

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Die internationale Rockband Livingston hat ’ne Neue: „Animal“ heißt die Scheibe, die vor wenigen Wochen auf den Markt gekommen ist, und jetzt tourt die Gruppe um Beukes Willemse mit dem „Tier“ im Gepäck durch Deutschland. Ein Live-Erlebnis im Münchner Technikum.

„Auszieh’n!“, skandiert eine junge Frau in der achten Reihe. Beukes Willemse ist selbst schuld, dass die Damenwelt wilde Fantasien entwickelt. Erzählt der aus Südafrika stammende Frontmann der Gruppe Livingston dem Münchner Publikum doch glatt, was die Musiker an ihrem „Day off“ in Bayerns Hauptstadt so getrieben haben: Ein Spa-Besuch stand auf dem Programm, genauer gesagt der Saunabereich. „Ihr Deutschen seid so liberal“, schwärmt Willemse über das nackte Vergnügen im Badetempel – und die Mädels im Parkett bedauern ganz offensichtlich, dass sie den Donnerstag nicht auch im Schwimmbad verbracht haben.

Doch eigentlich geht es an diesem Abend im Technikum ja um Musik. Rockmusik, richtig gute noch dazu. Livingston stellen auch in München unter Beweis, dass sie den „Großen“ im Geschäft wie Coldplay in nichts nachstehen. Weder in Sachen Bühnenpräsenz noch im Songwriting, und Beukes Willemse hat durchaus die charismatischen Qualitäten, die eine Bühne ausfüllen können – vor allem, wenn er sich einen musikalischen Wettstreit mit seinem deutschen Gitarristen Jakob Nebel liefert oder seine Stimme in faszinierende Höhen treibt.

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Das neue Album „Animal“ hat gute Live-Qualitäten, doch auch alte Stücke der Vorgänger „Fire to Fire“ und „Sign Language“ werden perfekt in Szene gesetzt. Zwei Gitarren, manchmal auch zwei Drumsets (Jakob kann beides), treibender Bass und ein akzentuierendes Maß an Elektronik sorgen für den charakteristischen Livingston-Sound, und dieser entwickelt eine eigene Magie, die auch bei halbvollem Haus wirkt. Noch besser gewirkt hätte sie allerdings, wenn der Sound besser abgemischt gewesen wäre – so muss man leider ein paar Prozent abziehen für die Übersteuerung. Schade, jammerschade um einen ansonsten perfekt gewesenen Konzertabend mit einer glänzend aufgelegten Band und einem fröhlich vor sich hin plaudernden Willemse. Da hilft nur eins: Möglichst bald das nächste Livingston-Konzert besuchen und so dafür sorgen, dass die Hallen richtig voll werden. Dann, so hoffen wir, klappt’s auch mit dem Sound. 😉 (bb)

Die weiteren Animal-Tour-Termine:
26.10.14 – Die Werkstatt, Köln
28.10.14 – Das Cann, Stuttgart
29.10.14 – FZW, Dortmund
30.10.14 – Mojo Club, Hamburg
07.11.14 – Hoxton Square Bar & Kitchen, London

Weitere Fotos – Link

Zitat

Bücher und Musik – eine anregende Kombination

12 Okt

Wir haben die Gelegenheit beim Schopf gepackt und einen Rundgang auf der Frankfurter Buchmesse 2014 mit dem Besuch des Tourabschlusskonzerts von Max Giesingers „laufen lernen“ Tour im Frankfurter Bett kombiniert. Das ist zwar einerseits eine sehr gute Idee, weil wir Bücher und Musik lieben, andererseits eine eher schlechte, weil die Füße schon nach einem halben Messetag ziemlich platt sind. Aber bei Live-Musik wird man dann auch schnell wieder munter.

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Da es unser erster Besuch auf der Buchmesse gewesen ist, war natürlich alles sehr aufregend, beeindruckend und interessant. Man kann an den Ständen in der Vielzahl an neuen Büchern schmökern; wenn man Glück hat, erwischt man die eine oder andere Diskussion oder Signierstunde – oder man begibt sich zu den Lesungen ins Lesezelt und genießt dort Momente der Ruhe im Trubel der Messe. Ein wenig schade – aber für den Geldbeutel wohl besser – fanden wir, dass man an den Fachbesucher- und Pressetagen leider keine Bücher kaufen kann, das geht nur am Publikumswochenende bzw. am letzten Messetag, dem Sonntag. Wer Bücher liebt und die Gelegenheit hat, dem empfehlen wir auf jeden Fall einen Besuch auf der nächsten Buchmesse in Frankfurt!

DSCN9768Am Abend dann das Tour-Abschlusskonzert von MAX GIESINGR in der Frankfurter Location „Das Bett„. Gut vier Wochen war Max mit seiner Band und dem via Crowdfunding finanzierten und realisierten ersten Album „laufen lernen“ auf Deutschland-Tour – mit einem Abstecher nach Wien. Es war nicht seine erste, sondern bereits seine dritte Tour, aber mit dem ersten eigenen Album im Gepäck war es natürlich trotzdem etwas ganz Besonderes – für den Künstler ebenso wie für seine Fans. „laufen lernen“ symbolisiert den steinigen Weg bis zur Realisierung dieses abwechslungsreichen Albums und markiert gleichzeitig den Neuanfang zur Erfüllung seines ganz persönlichen Traums: nämlich unabhängig und ohne Zwänge der Plattenindustrie seinen musikalischen Weg gehen zu können. Die Konzerte in 18 Städten waren bestens besucht, der Support KUULT aus Essen heizte jeweils ordentlich ein, und es machte einfach nur unbeschreiblich viel Spaß, den versierten Musikern, den ausgefeilten Intros und Arrangements und den mit einfühlsamer Stimme vorgetragenen Liedern des Singer/Songwriters Max Giesinger zu lauschen – oder mitzusingen und abzudancen. (ima)

Nächste Gelegenheit Max & Band mit Special Guests zu erleben: Beim Jahresabschlusskonzert Max Giesinger & Friends, am Samstag, 27.12.2014, 20:00 Uhr im Tollhaus in Karlsruhe.

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