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Konzerte in Zeiten von Corona #2

14 Sep

2020 – So schade, dass die Möglichkeiten für Konzerte mit Abstand gerade in Bayern doch recht spärlich sind. Dass es funktioniert, beweist das Hard Rock Cafe in München mit dem Akustik-Konzert von Gil Ofarim am Sonntagmorgen zur Frühstückszeit. Die Tickets für das bestuhlte Konzert – man saß an 2er bis 6er Tischen – waren in kürzester Zeit ausverkauft. Der Bedarf beim Musikpublikum ist also groß.

Wir haben einen entspannten Sonntagvormittag mit gut einer Stunde gefühlvoll-rockiger Musik genossen. Gil Ofarim versteht es meisterhaft, seine Zuhörer mit seiner einzigartigen Stimme und großartigen Texten in seinen Bann zu ziehen. Da bedarf es tatsächlich nicht mehr als einer Gitarre, eines Keyboards und eben dieser einfühlsamen Stimme. Überwiegend hören wir Songs aus dem aktuellen Album „Alles auf Hoffnung“, aber auch den ein oder anderen älteren Song und ein absolut phantastisches Cover von „Shallow“ – mehr Gefühl geht echt nicht!

Es gibt kaum etwas Schöneres als Livemusik! Kreative Konzert-Konzepte wie jetzt im Hard Rock Cafe sind also nach wie vor gefragt und werden dankbar angenommen. (ima)

Konzerte in Zeiten von Corona

2 Jul

2020 – Ein Konzertbesuch in Zeiten von Corona? Ja, das geht! An einem Freitagabend im Juni erleben wir ein solches Konzert in der St. Lukas-Kirche im Münchner Lehel. Zugegeben, es ist etwas gewöhnungsbedürftig mit Maske und Abstand, aber trotzdem ganz wunderbar, mal wieder Livemusik zu genießen.

Xavier Darcy, der Münchner Singer/Songwriter mit britischen und französischen Wurzeln, hatte eingeladen und nicht zu viel versprochen, was die Akustik und das Ambiente angeht: „Nach längerer Zwangspause freue ich mich, mein erstes Konzert des Jahres 2020 ankündigen zu dürfen. Freitag 26. Juni spiele ich für euch in Münchens historischer Lukaskirche. Der gotische Innenraum und die epische Akustik wird für eine einzigartige Kulisse sorgen.“

Mit ca. 100 Personen ist das Konzert in der Kirche ausverkauft. Wir sitzen locker verteilt in den Kirchenbänken – immer nur vier Personen pro Bank und eine Bank Abstand dazwischen – und hatten Glück, beim Einlass Platznummern für eine der ersten Reihen zugeteilt zu bekommen. Insofern nicht nur ein fantastisches Hörerlebnis dank der Akustik, sondern auch ein guter Blick auf den Entertainer Xavier, dem es zusammen mit seinem Keyboarder gelingt, trotz der ungewöhnlichen Umstände eine tolle Konzertatmosphäre zu schaffen und die Besucher nach knapp zwei Stunden mit einem sehr guten Gefühl nach Hause zu schicken.

Zu hören gab es ein buntes Potpourri mit älteren, bekannten und ganz neuen Songs. Nicht fehlen durfte dabei natürlich „Jonah“, mit dem Xavier Darcy 2018 den zweiten Platz des deutschen Vorentscheids zum Eurovision Song Contest belegte.

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Fazit: Wir wünschen uns, dass es mehr solcher Konzerte in diesen Zeiten gibt! (ima)

Buchempfehlung: The Hate U Give

15 Jun

41LSXYItV-L._SY346_2020 – Nachdem uns Corona einen kräftigen Strich durch den Konzertkalender gemacht hat, bleibt wieder mehr Zeit für Bücher. Gerade habe ich auf Empfehlung unserer Bücherspezialistin den bereits im Juli 2017 erschienenen Jugendroman „The Hate U Give“ von Angie Thomas gelesen – eine spannende Geschichte mit aktuellem politischen Hintergrund.

Klappentext: Die 16-jährige Starr lebt in zwei Welten: in dem verarmten Viertel, in dem sie wohnt, und in der Privatschule, an der sie fast die einzige Schwarze ist. Als Starrs bester Freund Khalil vor ihren Augen von einem Polizisten erschossen wird, rückt sie ins Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit. Khalil war unbewaffnet. Bald wird landesweit über seinen Tod berichtet; viele stempeln Khalil als Gangmitglied ab, andere gehen in seinem Namen auf die Straße. Die Polizei und ein Drogenboss setzen Starr und ihre Familie unter Druck. Was geschah an jenem Abend wirklich? Die Einzige, die das beantworten kann, ist Starr. Doch ihre Antwort würde ihr Leben in Gefahr bringen.

»Hochaktuell und sprachgewaltig wird hier gegen Rassismus angeschrieben!«, Deutschlandradio Kultur

»Ein Kompaktkurs der rassistischen Strukturen des Lebens im Amerika unserer Zeit.«, Frankfurter Allgemeine Zeitung

Der Roman – leider aktueller denn je – ist die Vorlage  zum gleichnamigen Kinofilm von 2019 mit Amandla Stenberg (Trailer).  ima

Alles auf Hoffnung

13 Mrz

P10701752020 – So heißt nicht nur das berechtigterweise auf Platz 5 der Offiziellen Deutschen Charts platzierte neue Album von Gil Ofarim, sondern natürlich auch die gerade beendete Clubtour in fünf Städten. Für uns war’s am 3. März leider das vorläufig letzte stattgefundene Konzert vor Corona/Covid-19. Insofern setzen auch wir „Alles auf Hoffnung“, dass diese Einschränkungen bald wieder Schnee von gestern sein werden.

Das erste deutschsprachige Album von Gil ist „Alles auf Hoffnung“ (VÖ 28.02.2020) ja nicht – auch wenn dies fälschlicherweise so berichtet wird. Es ist das erste deutschsprachige Solo-Album. Davor gab es „Stell dir vor“ (VÖ 01.10.2010) und „Seid ihr dabei“ (04.04.2014) mit seiner Band Acht. Aber egal, ob mit Band oder Solo – Gil Ofarims deutschsprachige Alben sind einfach immer außergewöhnlich gut. Nicht nur die mitreißenden Gitarrenklänge, sondern auch die einzigartige Stimme und vor allem die ungewöhnlich guten und tiefgründigen deutschen Texte sollte sich niemand entgehen lassen!

„Ich habe in den letzten Jahren unglaublich viel erlebt. All diese Emotionen mussten unbedingt raus“, sagt Gil Ofarim über sein neues Album. Ein Album, auf dem der Musiker und Schauspieler von positiven Veränderungen erzählt, aber auch von Rückschlägen und Schmerz. Vom Gefühl, völlig am Boden zu sein. Und von der Entschlossenheit, immer wieder aufzustehen, um seinen Weg zu gehen. Mit „Alles auf Hoffnung“ präsentiert sich Gil Ofarim heute so persönlich und offen, wie man ihn noch nie erlebt hat.

Wer sich näher für die Entstehungsgeschichte des neuen Albums interessiert, dem sei dieses Video empfohlen:

 

Zurück zum Clubkonzert im Technikum in München: Es war großartig. Gil Ofarim ist einfach für die Bühne geboren. Deshalb ist es immer wieder ein einzigartiges Erlebnis, ihn seine Songs live performen zu sehen. Er bringt eine unglaubliche Energie und Intensität auf die Bühne und reißt so das Publikum von Anfang an mit. Nach dem Song „Ein Teil von mir“ sangen die Fans einfach alleine weiter, und es gab Standing Ovations. Die Stimmung im Technikum war jedenfalls mega, und wir freuen uns jetzt schon auf das eine oder andere Konzert auf der Herbst-Tour. (ima)

15.10.2020 – Siegburg, Kubana Live Club
16.10.2020 – Aachen, Musikbunker
22.10.2020 – Stuttgart, Wizemann
23.10.2020 – Trier, Mergener Hof
24.10.2020 – Memmingen, Kaminwerk
28.10.2020 – Nürnberg, Hirsch
12.11.2020 – Jena, F-Haus
13.11.2020 – Dresden, Beatpol
18.11.2020 – Aschaffenburg, Colos-Saal
19.11.2020 – Essen, Zeche Carl
20.11.2020 – Coesfeld, Fabrik
21.11.2020 – Weinheim, Cafe Central

Live-Momente im Januar und Februar

4 Feb

2020 – Ins neue Konzertjahr gestartet sind wir mit Alex Band/The Calling. Der Megahit der Band aus dem Jahr 2001 ist nach wie vor „Wherever You Will Go“. 2005 trennte sich die Band und Alex Band machte solo weiter. Zuletzt in Europa auf Tour war er 2011/12. Krankheitsbedingt wurde es dann sehr ruhig – zumindest in Deutschland. Insofern waren wir natürlich sehr gespannt auf den Tourauftakt Anfang Januar in München. Leider war die Backstage Halle recht spärlich gefüllt und Alex Band war früher definitiv besser. Er hat sich zwar im Laufe des Konzerts gesteigert, aber die Anlaufschwierigkeiten waren nicht zu übersehen bzw. überhören. Von anderer Seite haben wir gehört, dass er bei den weiteren Tourkonzerten wieder an seine alte Form anknüpfen konnte, was uns natürlich sehr freut.

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Relativ kurzfristig sind wir an einem Samstagabend zum Benefiz Acoustic von Singersongwriter Robert Redweik im Bürgersaal in Ismaning gefahren. Der Akustik-Auftritt fand im Rahmen des Benefizkonzerts für das Kinderhospiz Demelza Hospice Care For Children statt. Musik ganz pur, nur Stimme, Gitarre oder Keyboard und Cello – so kommen die wunderschönen Songs von Robert besonders gut zur Geltung!

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Die leider immer noch eher unterbewertete Essener Band KUULT hat sich, seit wir sie vor vier Jahren das letzte Mal gesehen haben, enorm weiterentwickelt. Die deutschen Songs mit tollen Texten waren schon immer sehr gut und die Stimme von Chris Werner sowieso. Aber was die Performance und Intensität angeht, hat sich KUULT sehr, sehr positiv entwickelt. Die zwei Konzertstunden vergingen wie im Flug im Wechsel von rockigen Songs und wunderbaren Balladen. Besonders erwähnens- und lobenswert auch der Support David Pfeffer, der sich mit neuen Songs seines noch in diesem Jahr erscheinenden Albums präsentierte, das erstmals auf Deutsch sein wird.

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Jim Kroft war seit 2014 mit seinem Projekt „Journeys“ u. a. in China, Ostafrika und USA unterwegs, um Land und Leute intensiv kennenzulernen. Sehr viel Engagement floss auch in sein Filmprojekt „The March Of Hope“, in dem er seine Erlebnisse mit Flüchtlingen auf Lesbos und Idomeni filmisch festgehalten hat. Das Filmprojekt ist vielfach preisgekrönt. Um so schöner, dass es mit dem neuen Album „Love in the Face of Fear“ nun auch wieder ein musikalisches Lebenszeichen und eine Tour gibt. In München trat Jim im kleinen, aber feinen Cord Club auf und brannte knapp zwei Stunden ein mitreißendes musikalisches Feuerwerk ab. Uns hat es so gut gefallen, dass wir uns Ende des Monats noch ein zweites Tourkonzert gönnen werden.

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Ein paar Videos von den Auftritten findet ihr auf unserem YouTube-Channel. (ima)

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