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Sam Fender in München

13 Mai

2022 – Mit seinem zweiten #1-Album „Seventeen Going Under“ ist Sam Fender derzeit auf der gleichnamigen Tour unterwegs. Gestern machte er dabei Station in der Tonhalle in München. Die Setlist ist eine gute Mischung aus dem ersten Album „Hypersonic Missiles“ und der neuen Scheibe. Musikalisch und thematisch ergänzen sich diese beiden Alben hervorragend; Sams Texte sind weiterhin sozialkritisch und auch politisch, behandeln die Schwierigkeiten des Erwachsenwerdens in einer englischen Kleinstadt.

Die Band und Sam sind eher unaufgeregt, geradlinig, sie ziehen ihr Ding durch ohne viel Brimborium – einfach nur gute Musik und ein paar schöne Lichteffekte und Videos an der Bühnenrückwand. Klar redet Sam auch ab und zu mal ein wenig, aber erstens ist das von der Akustik her (wenn man weiter hinten oder auf dem Balkon steht) und zweitens auch wegen seines Dialekts nur schwer zu verstehen. Also ist weniger hier tatsächlich genug. Die Songs und deren musikalische Präsentation sprechen für sich. Spezielles Lob auch an die Bläser – der Saxofonist ist immer dabei, auf dieser Tour zusätzlich noch ein Trompeter. Die Stimmung im Publikum war genauso hervorragend wie Sam Fender und seine Musiker.

Eineinhalb Stunden sind für ein solches musikalisches Feuerwerk eigentlich viel zu kurz – hoffen wir also, dass München auch bei weiteren Touren wieder mit auf dem Kalender steht!

Ein paar Fotos und Videos…

Mit Mighty Oaks in Mexico

5 Apr

2022 – Das erste „richtige“ Konzert (ohne Beschränkungen) seit über zwei Jahren spielen die Mighty Oaks mit ihrer Mexico Live Tour in der Tonhalle in München für mich. Das erste und bisher einzige Mal hatte ich die Mighty Oaks 2014 im mittlerweile schon lange nicht mehr existierenden Atomic Café in München gesehen. Die Teilnahme von Frontmann Ian Hooper bei „Sing meinen Song“ hat mich dann wieder neugierig auf die Band gemacht.

Außer „Brother“ kenne ich eigentlich keinen einzigen Song bzw. sind mir die Songs einfach nicht präsent. Trotzdem war es ein ganz wunderbarer, abwechslungsreicher Konzertabend. Mit der zweiten Zugabe, dem Cover von „Watermelon Sugar“, haben sie für mich den Vogel abgeschossen. Ich liebe diesen Song von Harry Styles – in der Mighty Oaks-Version war das gar nicht so schlecht und hat die Stimmung nochmal angeheizt.

Kleiner „Fun“-Fact: Den ursprünglichen Drummer der Tour mussten sie in Wien (vorheriges Konzert) zurücklassen, weil er C-positiv getestet wurde. Der Ersatzdrummer hat sich auf der Fahrt von Berlin nach München die Setlist draufgeschafft – Respekt!

Das Konzert war übrigens nahezu ausverkauft und man schaut vom Balkon schon fast erstaunt auf die Menschenmenge. Back to normality – hoffentlich bleibt das so, Live-Konzerte haben mir sehr gefehlt! (ima)

Ein paar Fotos gibt’s hier…

Album VIER – Max Giesinger

15 Nov
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2021 – Am letzten Freitag (12.11.) ist es erschienen, das neue, vierte Studioalbum von Max Giesinger mit dem passenden Titel VIER – und es ist ein sehr gelungenes, stimmiges Werk! Laut Max ist es sein bisher persönlichstes Album, auf dem sich viele der insgesamt 12 Songs mit dem Aufwachsen und Ankommen im Erwachsenenleben beschäftigen. Max hatte während der Pandemie gezwungenermaßen viel Zeit, sich während einer langen Auszeit an der Atlantikküste in Portugal und dem Songwriting in der Eifel mit persönlichen Themen zu beschäftigen.

Im Interview mit dem Stern ließ er die Zeit wie folgt Revue passieren: “Ehrlich gesagt bin ich froh, dass ich eine Weile einfach gar nichts machen musste. Wenn du zuvor fünf Jahre auf 180 fährst, die ganze Zeit auf der linken Spur und immer nur Gas gibst, dann weißt du die Ruhe zu schätzen. Ich konnte meine eigene Wohnung zum ersten Mal richtig kennenlernen, mein Kühlschrank war voll, ich habe kochen gelernt und mit Yoga angefangen. Es hat mich total entschleunigt. Ich fand es aber auch absurd, dass die Welt fast untergehen muss, damit ich mal runterkomme. Da habe ich angefangen, mich mit mir selbst zu beschäftigen und viele Dinge reflektiert. Dabei sind etliche Ideen für das neue Album entstanden.“

So sind Songs entstanden wie „In meinen Gedanken“, der seiner Oma gewidmet ist oder „Deine Zweifel“, der sich erneut mit der frühen Trennung seiner Eltern auseinandersetzt. Es sind überwiegend ruhige Songs auf dem Album, aber auch Uptempo-Nummern wie „Irgendwann ist jetzt“ und „Irgendwo da draußen“, die sich als hartnäckige Ohrwürmer festsetzen, zum Tanzen anregen und auch im Radio eine gute Figur machen. Aber auch bei allen weiteren Songs auf VIER sollte man genau hinhören, denn sie haben textlich einiges zu bieten. Anspieltipps möchten wir hier gar nicht geben – es lohnen sich alle, gehört zu werden. Nichtsdestotrotz sind „Irgendwo da draußen“, „Der letzte Tag“ und „Das Wunder sind wir“ unsere absoluten Lieblingstracks.

Jetzt drücken wir uns allen die Daumen, dass wir das neue Programm im Frühjahr dann auch tatsächlich live genießen können. Hier die Tour-Termine. (ima)

Danke Nico Santos

6 Nov

2021 – Es sind schon wieder zwei Wochen vergangen, aber ich bin Nico Santos immer noch sehr dankbar, dass er seine Tour unter 3G+ Bedingungen durchgezogen hat! Es war ein unbeschreiblich schönes Gefühl – für Zuschauer und Künstler – nach so langer Zeit wieder ein ganz normales Konzert genießen zu dürfen. Dafür nimmt man gerne einen Einlass zweieinhalb Stunden vor dem Konzert mit drei Kontrollen in Kauf und steht sich dann in der Halle auch nochmal ordentlich die Füße platt bis es endlich losgeht.

Als Support war in München im Zenith der US-amerikanische Sänger Justin Jesso am Start, was mich sehr gefreut hat, da ich schon auf einem seiner Konzerte war. Er versteht es, das Publikum mitzunehmen und wird im nächsten Jahr mit eigenem Konzert wieder kommen. Zum Abschluss seiner Performance gab es natürlich seinen bekanntesten Song „Stargazing“.

Nico Santos startete mit „Play with Fire“ sein Hitfeuerwerk und heizte den Fans mit seiner 6-köpfigen, ganz tollen Band ordentlich ein. Nico ist ein großartiger Musiker, Sänger und Wirbelwind auf der Bühne. Die bekannten Hits wie „Rooftop“, „Safe“, „Unforgettable“ fehlten genau so wenig wie die aktuelle Single „Would I lie to You“. Auch die leiseren Töne durften mit „Walk in Your Shoes“ oder „Love me for seven Days and Nights“ ebenso wenig fehlen wie ein paar Jackson Moves.

Fazit: Ein ganz, ganz tolles Konzert mit allem, was dazu gehört – und keine Sekunde habe ich mich unwohl gefühlt mit allen anderen Konzertbegeisterten in der ausverkauften Location! Ich würde mir wünschen, dass mehr Künstler und Veranstalter sich wieder trauen, Konzerte stattfinden zu lassen. (ima)

Gil Ofarim – Theateratmosphäre statt Open Air

3 Aug
Ist möglicherweise ein Bild von 1 Person, steht, spielt ein Musikinstrument, Gitarre, Innenbereich und Text „A imaphoto“

2021 – Egal unter welchen Umständen, es geht nichts über ein Live-Konzert! Am Samstag ist es nach langer Durststrecke endlich mal wieder so weit. Gil Ofarim spielt in seiner Heimatstadt München gleich zwei Open Air-Konzerte hintereinander im Innenhof des Deutschen Theaters. Wir haben Tickets für die zweite Show am Abend. Da wir schon etwas früher vor Ort sind, bekommen wir noch die letzten Klänge des ersten Konzerts mit und freuen uns umso mehr auf die nächste Show.

Bevor es losgehen kann, wird aber erstmal umgebaut bzw. das Equipment in den großen Theatersaal umgezogen, da wohl ab Konzertbeginn mit Regen gerechnet wird. Das bedeutet zwar einerseits, dass wir Masken tragen müssen, aber andererseits kann man das eher akustisch orientierte Konzert (ohne Bass und Drums, nur zwei Gitarren und Keyboard) aus dem super bequemen Theatersessel im schönen Ambiente genießen. Außerdem wollte Gil laut eigener Aussage schon immer mal auf dieser Bühne spielen – Wünsche gehen manchmal schneller in Erfüllung als man denkt.

Gil spielt überwiegend Songs von seinem aktuellen Album „Alles auf Hoffnung“ und ist in emotionaler Plauderlaune, so dass die zwei Stunden viel zu schnell vorüber sind. Wir hoffen natürlich, dass die auf Herbst dieses Jahres verschobene Album-Tour tatsächlich stattfinden kann und empfehlen allen, die noch keine Tickets dafür haben, sich welche zu besorgen. Dann wird nämlich mit der Power der kompletten Band so richtig gerockt. (ima)

Ein paar Fotos und Videos

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