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Unplugged im Zirkuszelt mit Gil Ofarim

4 Okt

2019 – Man hat ja so seine Lieblingskünstler – einer davon ist Gil Ofarim. Nachdem er sich zuletzt in diversen TV-Formaten tummelte wie Let’s Dance oder The Masked Singer, in Filmen mitgespielt und synchronisiert hat, dachte er, es sei an der Zeit, sich wieder verstärkt auf die eigene Musik zu konzentrieren. Deshalb ist Gil Ofarim auch schon seit einigen Monaten fleißig dabei, im Studio sein neues, deutschsprachiges Soloalbum „Alles auf Hoffnung“ aufzunehmen. Einen kleinen Vorgeschmack darauf gab es am Ende des Konzerts mit dem Titel „Danke“, der eine Hommage an alle ist, die Gil Ofarim bisher auf seinem musikalischen Weg begleitet haben.

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Doch von vorne: Gil Ofarim spielte mit seiner Band am Donnerstagabend unplugged im Kurpark in Waging am See. Zeltl’n – das Zirkuszeltfestival ist ein Aushängeschild in der oberbayerischen Kultur- und Veranstaltungslandschaft und findet 2019 bereits zum neunten Mal statt mit einer Mischung aus Konzerten, Kabarett und Show im wunderschönen Ambiente des kleinen nostalgischen Zirkuszeltes. Ein großes Lob an die Veranstalter für dieses vom Einlass bis zum Schluss völlig entspannte Konzert. Sehr schade, dass es nur noch wenige solcher Veranstaltungen gibt.

Gil Ofarim schlug gekonnt eine Brücke von seiner Teenie-Zeit mit „Round’n’Round“ über die Bandjahre mit Zoo Army und Acht bis hin zum neuen Song des kommenden Soloalbums. Seine Bandbreite ist schon beeindruckend! Die Songs und vor allem auch Gils Stimme in der Unplugged-Version und der intimen Atmosphäre des kleinen Zirkuszeltes nochmal intensiver! Als Überraschung gab es „Shallow“ (das er bei The Masket Singer gesungen hatte) im Duett mit Cassandra Steen.

Neue Musik soll es mit einer ersten Single noch im Oktober 2019 geben; das neue Album „Alles auf Hoffnung“ soll im Februar 2020 erscheinen. Also dran bleiben… (ima)

Ein paar Fotos…

Summervibes mit Rea Garvey im Schlosspark

27 Jul

2019 – Das Ambiente für die Konzerte im Schlosspark Tüßling ist einfach traumhaft. Wenn dann noch das Wetter einen lauen Sommerabend ohne den befürchteten Regen beschert – was will man mehr!

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Am Samstag wollen ca. 7.000 Menschen Rea Garvey auf seiner Neon-Tour lauschen, Spaß haben und eine von A bis Z gelungene Performance genießen. Die Stimmung bei diesem Konzert ist perfekt – ein Meer aus Armen von ganz vorne bis ganz hinten und auch auf den beiden Tribünen. Die Setlist eine perfekte Mischung mit vielen Songs vom aktuellen Neon-Album und älteren Schätzchen. Es hat eigentlich nur das Supergirl gefehlt…

Rea Garvey ist ein wunderbarer Künstler, seine Konzerte machen immer Spaß und gute Laune. Aber er schlägt zwischendurch auch mal ernstere Töne an, wenn er über Fremdenfeindlichkeit spricht oder über „Fridays for Future“ garniert mit einem kurzen Filmeinspieler von Gretas Rede. Dazu erzählt er auch noch eine witzige Story über seine 14-jährige Tochter, die freitags mitdemonstrieren wollte, ihm aber zunächst nicht sagen konnte warum.

Ein rundum gelungener Konzertabend im Rahmen des Raiffeisen Kultursommers vor der Kulisse des Schloss Tüßling! Auch die sehr gute und völlig entspannte Organisation sollte man an dieser Stelle vielleicht mal lobend erwähnen! (ima)

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Entspanntes Open Air mit Max Giesinger in Penzberg

25 Jun

2019 – Zum 100-jährigen Stadtjubiläum gönnte sich Penzberg ein Open Air Festival-Wochenende. Am Sonntagabend war Max Giesinger zu Gast auf dem Gelände der Berghalde und unterhielt auf seiner „Die Reise Open Air-Tour“ ca. 2.000 Leute, davon 80-90 %, die noch nie auf einem Giesinger-Konzert waren – echt krass! Das fand auch Max, der es kaum glauben konnte und mit einem Augenzwinkern fragte, wo sie alle denn die letzten Jahre gewesen seien – er ist ja mittlerweile doch schon einige Jahre musikalisch unterwegs. Die Stimmung war trotzdem bombastisch von Anfang bis Ende. Wer das Glück hatte, an der kleinen B-Stage zu stehen, konnte die dort gespielten Akustik-Songs quasi hautnah genießen. Eindreiviertel Stunden Konzertspaß vom Feinsten inklusive Konfetti und Luftschlangen mit einem gut gelaunten Max Giesinger und seiner phantastischen Band bei perfektem Sommerfestival-Wetter – was will man mehr? (ima)

„Die Ausnahme“ vom aktuellen Album „Die Reise“ im Akustikgewand:

Weitere Fotos…

 

 

Musik-Tipp: BenjRose – Where do we go

15 Jun

2019 – Wer es gerne mal bissl härter mag als Pop ist beim rockigen Debüt von BenjRose „Where do we go“ genau richtig. Drums und Gitarren geben dem Sound den richtigen Drive. Die einzigartige Stimme von Benjamin Rose unterstreicht die gute Mischung aus Rock und Gefühl. Unbedingt mal reinhören, die zehn Tracks sind musikalisch und stimmlich sehr abwechslungsreich! Wir hoffen auf eine baldige Tour… (ima)

„BenjRose ist die Band um den Sänger Benjamin Rose aus Köln, Deutschland. Mit ihrem vom Foo Fighters Keyboarder Rami Jaffee produzierten Debüt rechtfertigen BenjRose die vielen Vorschusslorbeeren, mit denen sie zuvor schon als Newcomer ohne Plattenvertrag bedacht worden waren: Als Support von Pink, Seed, Hurts, Philipp Poisel, Deichkind oder auf der Westernhagen-Tournee 2015.  It’s all about the Ride!“

In George Ezras Wohnzimmer

25 Mai

 

20190522_2121572019 – George Ezra hat sich in den letzten fünf Jahren in München quasi hochgearbeitet, von der Theaterfabrik (2014) über die Tonhalle (2018) bis zur größten Halle Münchens, der Olympiahalle. Damit so eine Show im riesigen, bis fast auf den letzten Platz gefüllten Oval auch wirkt, sind ein paar mehr technische und optische Finessen nötig – so auch für die aktuelle „Staying at Tamara’s“-Tour. George Ezra hat die Bühne in der Halle kurzerhand in ein gemütliches englisches Wohnzimmer – oder aufgrund der Dimensionen vielleicht eher in einen Ballsaal auf einem englischen Landgut verwandelt. Tolle optische Effekte liefen über die drei riesigen Bogenfenster in der Bühnenmitte, die Plätze der Musiker zierten nostalgische Stehlampen, ein Grammophon kratzte über alte Scheiben und von der Decke schwebten einmal große antike Lampenschirme, ein anderes Mal tanzten Lampions in unterschiedlichen Farben und Höhen über den Köpfen der Arenazuschauer. Rechts und links gab es eine Leinwand, so dass auch die Besucher auf den weiter entfernten Tribünenrängen George mal ins Gesicht sehen konnten.

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Vielleicht durch das nostalgische Bühnenbild angeregt, herrschte in der Halle eine ganz eigene Atmosphäre. Die Leute waren zwar gewohnt mitsingfreudig und spendeten tosenden Applaus, aber unmittelbar danach war es dann plötzlich fast andächtig still, bis George das nächste Lied ansagte oder anspielte. Auch dieses Mal hat George Ezra in seinem besten Englisch durch den Abend moderiert und teilweise ziemlich lange geplaudert.

Musikalisch bewegte er sich zwischen Barcelona und Budapest mit allen bekannten und vielleicht weniger bekannten Songs auf gewohnt hohem Niveau. Das Konzert also eine wahre Augen- und Ohrenfreude! (ima)

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