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Alles auf Hoffnung

13 Mrz

Bild könnte enthalten: 1 Person, auf einer Bühne, spielt ein Musikinstrument, Konzert und Nacht2020 – So heißt nicht nur das berechtigterweise auf Platz 5 der Offiziellen Deutschen Charts platzierte neue Album von Gil Ofarim, sondern natürlich auch die gerade beendete Clubtour in fünf Städten. Für uns war’s am 3. März leider das vorläufig letzte stattgefundene Konzert vor Corona/Covid-19. Insofern setzen auch wir „Alles auf Hoffnung“, dass diese Einschränkungen bald wieder Schnee von gestern sein werden.

Das erste deutschsprachige Album von Gil ist „Alles auf Hoffnung“ (VÖ 28.02.2020) ja nicht – auch wenn dies fälschlicherweise so berichtet wird. Es ist das erste deutschsprachige Solo-Album. Davor gab es „Stell dir vor“ (VÖ 01.10.2010) und „Seid ihr dabei“ (04.04.2014) mit seiner Band Acht. Aber egal, ob mit Band oder Solo – Gil Ofarims deutschsprachige Alben sind einfach immer außergewöhnlich gut. Nicht nur die mitreißenden Gitarrenklänge, sondern auch die einzigartige Stimme und vor allem die ungewöhnlich guten und tiefgründigen deutschen Texte sollte sich niemand entgehen lassen!

„Ich habe in den letzten Jahren unglaublich viel erlebt. All diese Emotionen mussten unbedingt raus“, sagt Gil Ofarim über sein neues Album. Ein Album, auf dem der Musiker und Schauspieler von positiven Veränderungen erzählt, aber auch von Rückschlägen und Schmerz. Vom Gefühl, völlig am Boden zu sein. Und von der Entschlossenheit, immer wieder aufzustehen, um seinen Weg zu gehen. Mit „Alles auf Hoffnung“ präsentiert sich Gil Ofarim heute so persönlich und offen, wie man ihn noch nie erlebt hat.

Wer sich näher für die Entstehungsgeschichte des neuen Albums interessiert, dem sei dieses Video empfohlen:

Zurück zum Clubkonzert im Technikum in München: Es war großartig. Gil Ofarim ist einfach für die Bühne geboren. Deshalb ist es immer wieder ein einzigartiges Erlebnis, ihn seine Songs live performen zu sehen. Er bringt eine unglaubliche Energie und Intensität auf die Bühne und reißt so das Publikum von Anfang an mit. Nach dem Song „Ein Teil von mir“ sangen die Fans einfach alleine weiter, und es gab Standing Ovations. Die Stimmung im Technikum war jedenfalls mega, und wir freuen uns jetzt schon auf das eine oder andere Konzert auf der Herbst-Tour. (ima)

15.10.2020 – Siegburg, Kubana Live Club
16.10.2020 – Aachen, Musikbunker
22.10.2020 – Stuttgart, Wizemann
23.10.2020 – Trier, Mergener Hof
24.10.2020 – Memmingen, Kaminwerk
28.10.2020 – Nürnberg, Hirsch
12.11.2020 – Jena, F-Haus
13.11.2020 – Dresden, Beatpol
18.11.2020 – Aschaffenburg, Colos-Saal
19.11.2020 – Essen, Zeche Carl
20.11.2020 – Coesfeld, Fabrik
21.11.2020 – Weinheim, Cafe Central

Ryan Sheridan im Technikum in München

31 Mrz

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2019 – Wer braucht schon eine große Show, wenn er eine Gitarre, eine Stimme, gute Songs und einen (im positiven Sinne) verrückten Drummer hat? Eben… Ryan Sheridan braucht nur das, um eine Spitzenshow im Technikum in München abzuliefern. In Deutschland ist er wohl vielen „nur“ bekannt als Support der Rea Garvey-Konzerte in den letzten Jahren. In seiner Heimat Irland ist er schon seit Jahren ein gefeierter Musiker. In München brennen er und Ronan Nolan ein wahres Gitarren- und Drums-Feuerwerk ab und reißen das singfreudige Publikum mit. Erst nach einer zweiten Zugabe dürfen sie von der Bühne gehen. (ima)

Drum Solo von Ronan Nolan:

Ein paar Fotos…

Livingston: „Animal“ kommt tierisch gut

25 Okt

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Die internationale Rockband Livingston hat ’ne Neue: „Animal“ heißt die Scheibe, die vor wenigen Wochen auf den Markt gekommen ist, und jetzt tourt die Gruppe um Beukes Willemse mit dem „Tier“ im Gepäck durch Deutschland. Ein Live-Erlebnis im Münchner Technikum.

„Auszieh’n!“, skandiert eine junge Frau in der achten Reihe. Beukes Willemse ist selbst schuld, dass die Damenwelt wilde Fantasien entwickelt. Erzählt der aus Südafrika stammende Frontmann der Gruppe Livingston dem Münchner Publikum doch glatt, was die Musiker an ihrem „Day off“ in Bayerns Hauptstadt so getrieben haben: Ein Spa-Besuch stand auf dem Programm, genauer gesagt der Saunabereich. „Ihr Deutschen seid so liberal“, schwärmt Willemse über das nackte Vergnügen im Badetempel – und die Mädels im Parkett bedauern ganz offensichtlich, dass sie den Donnerstag nicht auch im Schwimmbad verbracht haben.

Doch eigentlich geht es an diesem Abend im Technikum ja um Musik. Rockmusik, richtig gute noch dazu. Livingston stellen auch in München unter Beweis, dass sie den „Großen“ im Geschäft wie Coldplay in nichts nachstehen. Weder in Sachen Bühnenpräsenz noch im Songwriting, und Beukes Willemse hat durchaus die charismatischen Qualitäten, die eine Bühne ausfüllen können – vor allem, wenn er sich einen musikalischen Wettstreit mit seinem deutschen Gitarristen Jakob Nebel liefert oder seine Stimme in faszinierende Höhen treibt.

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Das neue Album „Animal“ hat gute Live-Qualitäten, doch auch alte Stücke der Vorgänger „Fire to Fire“ und „Sign Language“ werden perfekt in Szene gesetzt. Zwei Gitarren, manchmal auch zwei Drumsets (Jakob kann beides), treibender Bass und ein akzentuierendes Maß an Elektronik sorgen für den charakteristischen Livingston-Sound, und dieser entwickelt eine eigene Magie, die auch bei halbvollem Haus wirkt. Noch besser gewirkt hätte sie allerdings, wenn der Sound besser abgemischt gewesen wäre – so muss man leider ein paar Prozent abziehen für die Übersteuerung. Schade, jammerschade um einen ansonsten perfekt gewesenen Konzertabend mit einer glänzend aufgelegten Band und einem fröhlich vor sich hin plaudernden Willemse. Da hilft nur eins: Möglichst bald das nächste Livingston-Konzert besuchen und so dafür sorgen, dass die Hallen richtig voll werden. Dann, so hoffen wir, klappt’s auch mit dem Sound. 😉 (bb)

Die weiteren Animal-Tour-Termine:
26.10.14 – Die Werkstatt, Köln
28.10.14 – Das Cann, Stuttgart
29.10.14 – FZW, Dortmund
30.10.14 – Mojo Club, Hamburg
07.11.14 – Hoxton Square Bar & Kitchen, London

Weitere Fotos – Link

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