Max Giesinger & Band Live in Concert

19 Mär

Max Giesinger, der Singer/Songwriter aus dem badischen Waldbronn und Finalist von „The Voice of Germany“ steht am liebsten auf der Konzertbühne. Deshalb ist er seit Ende der Show fast pausenlos unterwegs in Sachen Live-Musik.

Für Kurzentschlossene: Max gibt an diesem Mittwoch zusammen mit Michael Schulte ein Konzert im Capitol in Mannheim. Wem dies zu kurzfristig ist, der kann Max Giesinger & Band am 14. April 2012 live in der Kulturhalle Remchingen erleben.

Parallel arbeitet Max zusammen mit Tino Oac von den Söhnen Mannheims in dessen Indicative Studio an neuen Songs für sein Debut Album, das durchgängig deutsche Songs enthalten soll.

Für den Herbst ist bereits eine 12 Konzerte umfassende gemeinsame Tour mit Michael Schulte angekündigt und im Vorverkauf. Weitere Informationen dazu findet man hier. (ima)

DSDS 2012: In der dritten Live-Show fängt die Schlammschlacht an

17 Mär

Wir schreiben das Jahr 2012, und Deutschland sucht den Superstar geht in die neunte Runde. Anfangs dachten wir ja noch, dass es tatsächlich um Musik geht, und im Großen und Ganzen konnten die Kandidaten der ersten Shows auch tatsächlich noch singen. Mittlerweile jedoch wird das Konzept von Show zu Show mehr auf Doku-Soap-Charakter getrimmt.

Alexander Klaws, Ellie Erl, Tobias Regner oder Mark Medlock – die ersten Gewinner von DSDS konnte man durchaus als respektable Künstler bezeichnen, auch wenn der dauerhafte Erfolg ihnen nicht beschieden war. Zumindest hat es Klaws im Musical-Fach weit gebracht (ein Genre übrigens, das ihm ausgezeichnet steht), und Medlock konnte dank Bohlen mehrere Hit-Alben produzieren – nur schade, dass seine wunderbare Soul-Stimme hier nicht zur Geltung kam. Doch spätestens nach der Staffel 5 mit Thomas Godoj als Sieger veränderte sich das Format zusehends. Waren bis dato die Hintergrundgeschichten noch relativ zahm gehalten und die Provokationen hauptsächlich aus Richtung Jury-Pult von Dieter Bohlen zu erwarten, bedient sich das neue Konzept aus dem Leben vor und auch während der DSDS-Zeit. So wurde 2009 der Siegertitel vom erstplatzierten Daniel Schuhmacher zusammen mit seiner unterlegenen Konkurrentin Sarah Kreuz in inniger Harmonie intoniert – ein Sinnbild des Friedens und der Harmonie. 2010 war diese schnell vorüber; ein regelrechter Showdown zwischen dem späteren Gewinner Mehrzad Marashi und Menowin Fröhlich wurde ins Szene gesetzt. Und 2011… tja, da gewann Pietro Lombardi…

In diesem Jahr hat’s erwischt: Kristof (fühlt sich angegriffen, weil ein Mitkandidat homophobe Sprüche abgesetzt haben soll), Daniele (soll homophobe Sprüche abgesetzt haben), Hamed und Fabienne (sollen zum Liebespaar der Staffel gemacht werden) und Joey (wirr und chaotisch, wird von Bohlen seit der zweiten Live-Show stark kritisiert). Dann gibt’s noch „Die Stimme“ Vanessa, die „hübsche Blonde“ Fabienne, Hamed, der seine Mama wieder in die Arme schließen darf, und den „Bravo-Boy“ Luca sowie Jesse, der leider immer fast die gleichen Lieder singt.

Dass bei so vielen Side-Storys die Musik aus dem Fokus gerät, mag verständlich sein. Doch so langsam wird die Sache zudem langweilig. Jedes Jahr aufs Neue wälzen sich junge, schöne Menschen erst am Malediven-Strand, dann heulen sie, entweder aus Enttäuschung, weil sie rausgeflogen sind, oder aus Freude, weil sie weiterkommen. Anschließend Einzug in die Kandidaten-Villa, zunehmendes Konkurrenzdenken und ein paar Reibereien, die zu Dramen hochstilisiert werden. DSDS ist eben ein eigener Mikrokosmos für sich. Hoffentlich, denke ich oft, kommen die, die dabei waren, anschließend heil aus der Sache raus. Dieter Bohlen indes wird dies vermutlich relativ egal sein.

Königin der Straße

17 Mär

2012 – Man könnte mich die Königin der Straße nennen. Seit weiß Gott wie vielen Jahren habe ich keinen Unfall verursacht, obwohl ich viel mit dem Auto unterwegs bin. Okay, zugegeben: Mit 18, kurz nach dem Führerschein, hat’s zweimal gerumpelt. Rückwärts einparken lag mir damals halt nicht sonderlich (hat sich bis heute nicht geändert), und das zweite Mal musste ich dummerweise im Stop-and-Go niesen, was der Stoßstange meines Vordermanns nicht gut tat, denn das dem „HA“ folgende „TSCHIII“ lief konform mit einem Tritt aufs Gaspedal. Zum Glück war das noch mit dem Auto meiner Eltern, und da diese anschließend merkwürdigerweise ihre Karre gar nicht mehr so gern in Töchterchens Hand gaben, schaffte ich mir ein eigenes Vehikel an. Einen schönen, alten, eierdottergelben Ascona mit Sportschaltung und antiquiertem Soundsystem.

Ab da war es vorbei mit den blöden Blechschäden. Schon toll, oder? Von wegen „Frauen können nicht Autofahren“ und derlei dumme Sprüche. Doch meine sorgsam aufgebaute Fassade der perfekten Fahrerin bekommt Risse. Seit mein Sohn selbst unter die Führerschein-Bewerber gegangen ist, wird Theorie gepaukt. „Mama, hat die Straßenbahn generell Vorfahrt?“ Ööööh… wie war das doch gleich? „Wenn ich aus dem Schrittgeschwindigkeitsbereich rausfahre, gilt dann auch rechts vor links?“ Hmmm… ich würde sicherheitshalber doch lieber warten. Trotzdem: Das sind Einzelfälle, Fallstricke, doch immerhin hab ich meine Theorieprüfung anno Tobak mit null Fehlerpunkten geschafft! Nun hat der Junge keine Ankreuz-Übungsbögen mehr und auch kein Buch, aus dem er lernt. Nein, im Jahr 2012 bekommt die Generation 16 plus ein Smartphone-artiges Lernprogramm aufs Auge gedrückt, auf dem sie mit einem Plastikstäbchen rumdrücken dürfen.

Ich mach’s kurz. Ich wollte es wissen: Schaffe ich die Theorieprüfung immer noch fehlerfrei? Großzügig überlässt mir der Spross seinen Theorie-Trainer und stellt ihn auf „Probeprüfung“. Es ist wie bei „Wer wird Millionär“: Es kommen einfach die falschen Fragen. Der elektronische Prüfer rechnet, und ich überlege, ob ich wohl bestanden habe.

„Sie haben 18 Fehlerpunkte.“ Doof gelaufen. Mein Sohn lacht. Und ich fürchte, demnächst werde ich auf den Beifahrersitz verwiesen. Zumindest, bis der Sohn zum ersten Mal rückwärts einparken will…

Live ausm Pott

16 Mär

Das Publikum live überzeugen, das können Künstler, die ihre Leidenschaft – die Musik – leben. Dass zwischen Thomas Godojs drittem Studioalbum „So gewollt“ und seinen Live-Konzerten ein mitreißender Unterschied besteht, davon zeugt die erste Live-DVD. Pünktlich zur Fortsetzung der Club-Tour ist sie ab 20. April 2012 am Start. Aufgezeichnet wurden Live-DVD und Live-CD beim Start des ersten Teils der „So gewollt Tour“ letzten Dezember in Recklinghausen, weshalb das fertige Produkt „Live ausm Pott“ heißt. Die DVD vermittelt einen Eindruck – das Live-Erlebnis auf einem Konzert kann sie jedoch nicht ersetzen. Wer sich also von den Live-Qualitäten von Thomas Godoj und der besonderen, mitreißenden Stimmung auf den Konzerten überzeugen will, sollte sich ein Ticket für die Club-Tour besorgen oder einen der Festival-Termine wahrnehmen. (ima)

Teaser


So gewollt Tour Teil II
20.04.2012 – Köln, Luxor
21.04.2012 – Aschaffenburg, Colos Saal
22.04.2012 – Krefeld, Kufa
24.04.2012 – Bremen, Fritz Bremen
25.04.2012 – Lübeck, Riders Cafe
27.04.2012 – Dresden, Beatpol
28.04.2012 – Potsdam Waschhaus
29.04.2012 – Leipzig, Werk 2
01.05.2012 – Augsburg, Kantine
02.05.2012 – Nürnberg, Hirsch
04.05.2012 – Karlsruhe, Substage
05.05.2012 – Kaiserslautern, Kammgarn
06.05.2012 – Heidelberg, Halle 02
Support: Sebel van der Nijhoff

Bestätigte Festival-Termine
24.03.2012 – hr3@night, Frankfurt (Location: St. Peter)
06.06.2012 – Stollberg, Bürgergarten
23.06.2012 – Reutlingen, Stadtfest
31.08.2012 – Hagen, Seegeflüster

Aktuelle Infos auf der Homepage, bei der Booking-Agentur, beim Plattenlabel.

Wenn der Schnecken-Checker mit dem Fahrrad auf Beutefang geht

14 Mär

Heute schon geärgert? Nein, noch nicht? Na, ein guter Anlass wären sicherlich die Spritpreise. Die sind immer zum Ärgern gut. Jeden Morgen fahre ich an der Tankstelle am Kreisverkehr vorbei, dann wieder in der Mittagspause, auf dem Weg zurück zur Arbeit und am Abend wieder heimwärts.

7 Uhr: Preis für 1 Liter Super = 160,9

Verflixt, warum ist da der Neuner hinten dran? Wem taugt der eigentlich? Könnten die nicht gleich 161 schreiben??? Naja, vielleicht geht der Preis ja noch runter…

13 Uhr: Preis für 1 Liter Super = 163,9

Mist, jetzt hätt ich Zeit, aber DAS ist mir zu teuer!!!

14.30 Uhr: Preis für 1 Liter Super = 161,9

Warum, zum Geier, stauen sich die Autos jetzt bis in den Kreisverkehr rein??? Haben die alle den Tank leer? Sooo günstig ist das doch nicht. Die sollten lieber morgens um 7 Uhr kommen…

18 Uhr: Preis für 1 Liter Super = 165,9

Klaro. Feierabendzeit ist Hauptsaison. Herzlichen Dank! Zum Glück reicht mein Sprit noch.

Früher hatte das stetige Auf und Ab an der Zapfsäule wenigstens noch einen gesundheitlichen Effekt, denn zum Umstellen der Preise musste der Tankstellenverkäufer ne Leiter holen, zur Anzeige raufklettern und manuell umstellen. Das brachte wenigstens drei Minuten an der frischen Luft und Cellulite vernichtende Bewegung. Naja, und ab und zu ein gebrochenes Bein, wenn einer runterflog. Heute drückt der Tankwart aufs Knöpfchen an der Kasse, und schwupps: Der Kunde darf sich (meistens) ärgern.

Apropos ärgern: Das tun die meisten, wenn sie dieser Tage tanken gehen. Typisch Deutsch, übrigens. Im restlichen Europa nimmt man die Spritpreise eher mit Schulterzucken hin. Aber wir, wir echauffieren uns erstmal kräftig und verlangen eine Erhöhung der Kilometerpauschale. Naja, ich täte die ja auch sofort nehmen. Schon übel, die Sache mit den Preisen. Mein nächstes Auto sollte daher höchstens noch drei oder vier Liter schlucken. Was manchen Weizenbier-Fans übrigens auch zu empfehlen wäre. Als Großfamilie mit Riesenvan ist man natürlich aufgeschmissen. Da geht das Kindergeld dann für die Servicetouren zum Fußballturnier und zum Kieferorthopäden drauf. Kein Wunder, dass die Deutschen sich entschlossen haben, langsam auszusterben! Aber DAS findet man noch in keiner statistischen Erhebung: Den Zusammenhang zwischen Spritpreisen und Geburtenrate.

Letztendlich sind sich aber bis auf die Ultra-Ökos alle einig: Der Sprit ist zu teuer, und sowieso im Land der Autoliebhaber schlechthin. Ich meine: Was ist ein Mensch schon ohne Auto? Noch dazu, wenn es sich um ein männliches Exemplar handelt? Der Aufreißer und Mega-Checker, der auf dem Fahrrad die Straße entlangrollt, den Ghetto-Blaster auf den Gepäckträger geschnallt, statt in der Angeber-Karre mit Breitreifen und Heckspoiler langsam am Bordstein entlang zum Schnecken-Checken vorbeizuheizen? Lächerliche Vorstellung, oder? Ganz zu schweigen von der Armada berufstätiger Singles und Familienmenschen, für die der Weg zum ach so schönen Supermarkt auf der grünen Wiese mit einem Mal schier unerreichbar wird! Man stelle sich vor: Zu Fuß und mit dem Einkaufskorb bewaffnet wie einst Oma Erna auf dem Lande, wollen diese nicht mehr motorisierten Horden nun umme Ecke im Tante-Emma-Laden einkaufen, nur um festzustellen, dass Tantchen schon vor 20 Jahren mangels Kundschaft schließen musste…

Aber keine Sorge: Noch ist es nicht soweit! Denn solange die Leute am Sonntagmorgen noch die 300 Meter zum Bäcker mit dem Auto fahren, können sie sich den Sprit auch noch leisten. Also ist die ganze Meckerei umsonst… bedenklich wird es erst, wenn wir für Strecken unter zwei Kilometer wieder das Fahrrad ausmotten oder anfangen, Busfahrpläne zu studieren. Bis dahin: Alles im grünen Bereich.