Exklusiv: Das Dschungelcamp aus der Sicht von Gastkolumnistin Kiki

15 Jan

Eigentlich, so dachten wir, könnte das Niveau nicht mehr unterschritten werden: Doku-Soaps mit Fremdschäm-Faktor, Bohlens Supersternchen-Arena, und dann natürlich das Dschungelcamp. Halbnackte Tatsachen, peinliche Wahrheiten, die am Lagerfeuer dank Mikros und versteckter Kamera ans Licht der Öffentlichkeit kommen, und jede Menge tierischer Ekelkomponenten, bei deren Einsatz in Good Old Germany schon längst die Tierschutzbehörde auf die Barrikaden gegangen wäre.

Doch siehe da: Es geht noch was. Die aktuelle Staffel des Dschungelcamps hat tatsächlich Unterhaltungswert! Ein dauerkotzendes Modell, ein Schlagersänger, der seine Fahne… pardon, seine Eier in den Wind hängt, und ein Superstar-Anwärter, der bei aller Naivität den Beschützerinstinkt im Zuschauer weckt. Unsere Gastkolumnistin Kiki hat den Montagabend in ihre ganz eigenen und exklusiv für unsere Leser gereimten Worte zusammengefasst. Freut Euch darauf! Und los geht’s:

Tag 4:

Am Tage vier der Nordsee-Klaus
hängt seinen Arxxx und Glocken raus.
Er dreht sich um, dann zieht er blank,
es baumelt seine Samenbank.

Am Abend herrscht erneute Not:
Zur Prüfung ging das Dschungelbrot.
Bei Georgi wurde Food geordert,
doch war „Miss Günstig“ überfordert.

Sie läuft im Rad und dreht und dreht,
was, weil es stinkt, so gar nicht geht.
Die Grillen zirpen ihr im Haar,
wo vorher schon ‚ne Made war.

Wohin sie faßt, sie schreit und quiekt,
weil es in ihrer Hose piekt.
Ganz kurz muss sie sich fokussieren,
dann geht sie sich gescheit blamieren.

Ein Fellbikini und 3 Sterne
sind der Gewinn: So hamwer’s gerne.
Das Camp ist wenig hingerissen,
man fühlt sich wieder angeschissen.

Was wär heut‘ noch erwähnenswert…
die Georgi ist so liebenswert,
man wird sie immer wieder wählen,
sich durch die Prüfungen zu quälen…

Die 1. Live-Show bei The Voice of Germany!

22 Nov

Die Castingflut überrollt die Medien-Landschaft – fast jeder Fernsehsender hat mittlerweile seine eigene Talente-Show. Während der „Klassiker“ DSDS mit den Jahren zur Freak-Show mutiert ist, deren Teilnehmer und Gewinner es schwer haben, sich im Anschluss an die Sendung dauerhaft durchzusetzen, während Popstars und -sternchen im Kunstlicht immer schneller ihrer Halbwertszeit entgegenflattern, gibt es doch zumindest noch eine Casting-Show, die sich ein Quantum Seriosität bewahrt hat.

Die Rede ist von „The Voice of Germany“. Auch wenn ich – als Kind der 8Oer – zugegebenermaßen niemals viel mit Nena anfangen konnte: Als Jurorin macht sie einen guten Job, ebenso wie ihre „Konkurrenten“, das irische Urgestein Rea Garvey, die Freizeit-Cowboys von Boss Hoss und Sonnenbrillen-Fetischist Xavier Naidoo. Man merkt: Alle Fünfe verstehen wirklich was von Musik und Kreativität, im Gegensatz zu Dieter Bohlen, der seine simplen Plastik-Pop-Reime in der Soundschüttelmaschine zusammenzumixen scheint.

Heute ist Showtime – die nach den „Battles“ verbliebenen 32 Kandidaten kämpfen heute in Zweiergruppen ums Weiterkommen in die nächste Runde. Das Wort und die Entscheidung haben heute sowohl die Mentoren der Kandidaten als auch das Fernsehpublikum – beide haben die Wahl. Der betreuende Juror darf seine Gunst in Prozentpunkten ausdrücken. Gefallen ihm beide Kandidaten gleich gut, gibt er jedem 50 Prozent, findet er Nummer 1 um Längen besser als Nummer 2, kann er beispielsweise dem ersten Teilnehmer 80 Prozent Stimmanteil zuordnen und dem zweiten nur 20 Prozent. Dazu kommen die Stimmen der Zuschauer am Fernsehschirm, die anrufen können für ihren Favoriten. Wer die Nase vorn hat, entscheidet sich dann, wenn beide Ergebnisse addiert werden. Heute steht also nicht nur Musik, sondern auch eine Übungsstunde für die Wahrscheinlichkeitsrechnung auf dem (Fernseh-) Programm.

Und hier sind sie, die Kandidaten, die am Donnerstag, 22., und Freitag, 23. November, auftreten:

Team Rea:

Jenna Hoff (22), aus Berlin

Nick Howard (30), London-New York-Berlin

Karo Fruhner (25), Köln

Bianca Böhme (20), Annaberg-Buchholz

Rayland Horton (41), Hamburg

Michelle Perera (27), Berlin

Evi Lancora (24), Hannover

Michael Heinemann (26), Dresden

Team Xavier:

Freaky T (35), Kerkrade

Marcel Gabriel (24), Bad Harzburg

Momo Djender (42), Berlin

Jesper Jürgens (25), Hamburg

Michael Lane (26), Dorfhaus

Iveta Mukuchyan (25), Hamburg

Gil Ofarim (30), München

Brandon Stone (32), Berlin

Team Nena:

Sami & Samira Badawi (28 & 25), Kumhausen

Aisata Blackman (32), Zaandam, NL

Eva Croissant (21), Karlsruhe

Brigitte Lorenz (42), Witten

Menna Mulugeta (20), Weiler

Neo (18), Baden, CH

Isabell Schmidt (23), Greifswald

Michel Schmied (24), Hüttenberg

Team Boss Hoss:

James Borges (24), Rumelange, L

Keye Katcher (21), Berlin

Rob Fowler (40), Berlin

Lida Martel (29), Hamburg

Tiffany Kirkland (30), Darmstadt

Christin Kieu (30), Hockenheim

Steffen Reusch (21), Hamburg

Raffa Shira (30), Karlsruhe

So, und jetzt viel Spaß beim Gucken!

Foto: © SAT.1/ProSieben/Richard Hübner

Wann ist ein Comeback ein Comeback?

4 Nov

Die Castingshow The Voice of Germany geht in die zweite Runde und ein ehemaliger Teeniestar mit Weltruhm ist „plötzlich“ wieder da. Die Medien schreiben ein Comeback herbei oder zweifeln ein solches an: „Gil Ofarim versucht Comeback bei The Voice of Germany“, „Gil Ofarim startet Comeback bei The Voice“, „Ofarim-Sohn Gil will sein Comeback starten“, „The Voice of Germany: Gil Ofarim startet letzten Versuch“, „Comeback! Der Teenie-Star singt bei The Voice“, „Gil Ofarim feiert Comeback bei The Voice“.

Ob Comeback-Versuch oder erfolgreiches Comeback – allen Artikeln gemein ist die Tatsache, dass kaum recherchiert, sondern munter in die Archive gegriffen wurde, um schnell und ohne großen Aufwand jemanden in eine Schublade zu stecken, ihm ein Label zu verpassen. Wer sich ernsthaft mit dem Künstler beschäftigt, wird schnell merken, dass zwischen „Teeniestar“ und „zurück im Rampenlicht von The Voice of Germany“ nicht leerer Raum, sondern kontinuierliches musikalisches Schaffen und musikalische Entwicklung liegt.

2003 – mit 21 Jahren – legte Gil Ofarim das erwachsene, rockige Album „On my own“ vor. Mit diesem Album fiel er sogar Jon Bon Jovi auf, der ihn einlud, als Vorgruppe seiner Rockband Bon Jovi im Münchner Olympiastadion vor Tausenden von Menschen aufzutreten. 2005 wurde die Musik mit Gründung der Band „Zoo Army“ etwas härter. Das Debütalbum „507“, das die Band 2006 veröffentlichte, tendierte eher Richtung Hardrock. 2008 dann mit der neuen Band „Acht“ der Wandel zu Rockmusik mit anspruchsvollen und ansprechenden deutschen Texten. Wie dieser Wandel zustande kam, ist nachzulesen im Musiktipps24-Interview. Mit dem Debütalbum „Stell dir vor“, das in die Top 30 der Media Control Charts einstieg, spielen die vier Musiker von Acht im Oktober 2010 eine kleine Tour und im März 2011 feiern sie Erfolge als Support von Alex Max Band (ehemaliger Sänger von „The Calling“).

Da das Musikbusiness aber nicht einfach ist und auch ein bekannter Name nicht automatisch Türen öffnet, nun der Entschluss, über die anerkannte Castingshow The Voice of Germany mehr Aufmerksamkeit zu erzielen. Wenn man die vielen Medienberichte liest, scheint diese Rechnung aufzugehen – auch wenn die Yellow Press sich weniger mit der Musik als mit dem Privatleben des Künstlers beschäftigt. Vom Teeniestar ist allerdings nur noch das Etikett übrig – es präsentiert sich heute der leidenschaftliche Musiker, der „gekommen ist, um zu bleiben“.

Wir wünschen Gil Ofarim auf jeden Fall die Anerkennung und Aufmerksamkeit, die er sich wünscht und die sein musikalisches Schaffen verdient und verfolgen gespannt den weiteren Weg während und nach The Voice of Germany. (ima)

Gil Ofarim auf Facebook und seine neue Website.
Fotocredit: IBO Konzert- und Bandfotografie

Skyfall 007

1 Nov

So, jetzt hab ich also den neuen Bond gesehen. Während wir in die roten Kino-Plüschsessel versunken sind, hat der sichtlich gealterte Junge sein Bestes gegeben und noch während des rund 20 Minuten dauernden Prequels

– Sachschaden im zweistelligen Millionenbereich angerichtet,
– die Existenzgrundlage von rund 100 türkischen Marktbetreibern zerstört,
– aufgrund seines rasanten Fahrstils mehrere Fehlgeburten verursacht,
– dem Tod tief in die Augen geschaut.

In rund 90 Prozent des Films sieht Bond – James Bond – aus wie Dr. House nach einer schlaflosen Nacht, kann nicht geradeaus schießen und kommt bei ein paar Klimmzügen aus der Puste. Seine Schulterverletzung befindet sich übrigens mal links, mal rechts…

Die Handlung ist sehr einfach strukturiert, und man kann ihr in der Tat sehr leicht folgen; das Geheimnis um den Filmtitel „Skyfall“ spielt eigentlich keine größere Rolle und wird erst zum Showdown aufgeklärt. Während Bond damit beschäftigt ist, seine derangierte Persönlichkeit und seinen Ruf wieder in Ordnung zu bringen, bewältigt er nebenbei noch ein Kindheitstrauma, indem er sein Elternhaus abfackelt. Außerdem darf er 1 x Martini – geschüttelt, nicht gerührt – trinken und 1 x Sex haben. Auch der Secret Service läuft eben auf Sparprogramm.

Am Ende scheint der harte James zum Glück seinen Rasierapparat wieder-
gefunden und eine Frischzellenkur überstanden zu haben – letzteres gilt im übrigen auch für Miss Moneypenny. In diesem Sinne:  God save the Queen!

Am schönsten an den Bond-Filmen ist für mich übrigens immer noch der Vorspann. In diesem Fall darf Bond in einem tiefen See versinken, Nixen und in der tiefe liegenden Grabsteinen in Form von Pistolen begegnen und dekorativ durchs Wasser schweben, während Adele den Bond-Song trällert (übrigens sehr schön).

Am zweitschönsten ist die Kameraführung. Mir persönlich entsteht gerade am Beginn des Films etwas zu viel Kollateralschaden, aber wenn die Kamera den Motorrädern bei einer wilden Verfolgungsjagd auf dem Dach hinterher flitzt, ist das absolut sehenswert.

Wir hatten übrigens auch Martini (eher gerührt, denke ich, aber mit Oliven!). Den hat das Kino anlässlich der Preview ausgegeben.

Weitere Informationen auf der Movie-Homepage oder auf Facebook.

[youtube http://youtu.be/UGW8LLZvdEI]

Crossover für 2 Violinen – The Twiolins

7 Sept

Sie mögen klassische Musik und auch Crossover und sind am 21. September in der Nähe von Mannheim? Dann können Sie beim Finale des 2. Crossover Composition Award 2012 (CAA) dabei sein und die Sieger des Wettbewerbs küren.
Initiiert vom Mannheimer Violinduo The Twiolins geht dieser Wettbewerb in die zweite Runde. Im Rahmen eines Konzerts spielt das Geschwisterpaar die Kompositionen der sechs Finalisten.

Los geht es um 20 Uhr im Reiss-Engelhorn-Museum (REM) in Mannheim. Tickets für das Konzert gibt es im Atlantis Kino, über die Homepage www.crossover-composition-award.com sowie an der Abendkasse zum Preis von 10 Euro (ermäßigt 8 Euro) – Kinder bis 12 Jahre sind frei.

„Ein Superhit, der die Zuhörer vom Hocker haut“ – unter diesem Motto konnte jeder Interessierte sein Musikstück bis zum 1. Juli 2012 einreichen. Gefragt waren Komponisten, die ein neues Stück für zwei Geigen schreiben wollten. „Nicht nur die Anzahl der Teilnehmer, sondern auch die Kreativität und der Ideenreichtum der Kompositionen ist im Vergleich zum Jahr 2009 angestiegen“, sagt Mit-Initiatorin Marie-Luise Dingler.

Mit knapp einhundert Einsendungen aus 16 verschiedenen Ländern können die Initiatoren sehr zufrieden sein. Unter allen Einsendungen hat die prominente Fachjury mit Prof. Christoph Poppen, Prof. Sidney Corbett, Benedikt Brydern und The Twiolins Marie-Luise und Christoph Dingler die sechs besten Werke ausgewählt.

Die Finalisten sind: Sophie Pope (UK), Hans-Günther Allers (D), Tonio Geugelin (D), Jonathan Russell (USA), Johannes Söllner (D) und Judit Varga (HUN). Ein Sonderpreis geht an Michael F.P. Huber (AU). Diese werden am 21. September 2012 um 20 Uhr in einem Konzert im Mannheimer Reiss-Engelhorn Museum von den Geschwistern gespielt. Das Publikum wählt per Stimmzettel die Siegerfolge.

Der erste Preis ist mit 3000 Euro dotiert (gesponsert vom Spiegel Institut Mannheim), der zweite Preis mit 2000 Euro (mit freundlicher Unterstützung von Dr. Dr. h.c. Manfred Fuchs). Außerdem winkt den Preisträgern eine Veröffentlichung durch den Verlag Peer Music und eine Einspielung auf CD durch The Twiolins. (ima)

Link zum Trailer unter http://youtu.be/5yohKERwb0s