Tag Archives: Musik

Legendensommer

5 Jul
Legendensommer – wettertechnisch hatten wir einen solchen zuletzt 2003. Musikalisch gibt es ihn ab 10. August als Download und
3. Single-Auskopplung aus dem im vergangenen Herbst erschienenen Album „So gewollt“ von Thomas Godoj.
„Legendensommer“ ist eine wunderschöne Ballade, die Godojs außergewöhnliche Stimme sehr gut zur Geltung bringt. Der Text beschwört Erinnerungen an die langen Sommer der Kinder- und Jugendzeit. Er erzählt von legendärer Freundschaft, die noch existiert oder vielleicht nur noch Erinnerung ist. Zusammen mit „Legendensommer“ gibt es den Song „Vermisst du nicht irgendwas“, der sehr eindringlich eine verlorene Freundschaft oder Liebe besingt. Fast schon philosophisch der Refrain: „Sag, warum lernen wir laufen, wenn wir laufen um zu gehen? Warum haben wir Tränen, wenn wir Augen haben, das vorauszusehen? Warum können wir hören, wenn wir uns nicht mehr verstehen?“ Beide Songs stammen aus der Feder von Thomas Godoj und Christian Bömkes.
 
Noch ist es nicht zu spät, dass auch der kalendarische Sommer ein legendärer wird – und wenn nicht, dann nehmen wir halt den musikalischen Legendensommer!  (ima)
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Festivals / Konzerte
06.07.2012 – Bochum Total, Pottmob Bühne
23.07.2012 – Travemünder Woche
17.08.2012 – Kanalfest, Datteln
18.08.2012  – Sommerfestival Schloss Berge, Gelsenkirchen
25.08.2012 – Stadtfest, Eisenhüttenstadt
31.08.2012 – Seegeflüster, Hagen
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Legendensommer Live
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Album „So gewollt“ z. B. bei Amazon – auch als Live-CD/DVD
Den Single-Download wird es in allen gängigen MP3 Portalen geben.

Alex Band – After the Storm

4 Jun

Alex Band meldet sich mit dem Mini-Album „After the Storm“ zurück. Seit Ende Mai ist die Scheibe mit fünf Songs in den gängigen Download-Portalen erhältlich. Der Titel scheint Programm – nach gesundheitlichen Problemen, die ihn im Januar zwangen, seine Tour abzubrechen, gab es auch private Turbulenzen (eine Scheidung steht an). Die fünf Mid-Tempo Songs „Take Me Back“, „Shape of Your Heart“, „King of Anything“, „Get up“ und „Right Now“ der neuen EP klingen unverwechselbar nach Alex Band und sind laut eigener Aussage „das Beste, was ich je produziert habe“. Sie zeigen weniger die rockige, mehr die sanfte, emotionale Seite des Singer/Songwriters. Sie handeln von verlorener Liebe und dem Neuanfang nach schweren Zeiten. Wer die Stimme von Alex Band liebt, der sollte sich den Download auf jeden Fall gönnen.

Alex Band ist laut Statement auf Facebook 100%ig zurück im Musikbusiness: der EP-Veröffentlichung wird im Herbst sein zweites Album folgen und die Tour wird in neuer Band-Formation – Sean Kipe (Lead Guitar), Art Pacheco (Drums) and Simon Huber (Bass/Strings) – ebenfalls im Herbst fortgesetzt. (ima)

MP3 Downloads: Amazon  |   iTunes

Die neuen Termine der „Forever Yours Tour 2012“:

12.10. Hamburg
13.10. Bochum
14.10. Frankfurt
15.10. Köln
16.10. Berlin
17.10. Rostock
18.10. Kiel

Daniel Wirtz: Zwischen Soundrebell und Songpoet

11 Mrz

Manche Songs lassen uns aufhören. Nicht, weil sie sofort ins Ohr gehen und sich gefällig dort festkuscheln, weil wir sie ohne Nachdenken mitsummen können und sie uns in ein musikalisches Nirvana des Wohlgefühls versetzen, sondern weil sie eine Botschaft haben. Eine Botschaft, die wir manchmal selbst nicht auf Anhieb verstehen, sondern uns Stück für Stück erarbeiten müssen. Wenn das geschieht, entdecken wir eine neue Welt, eine unbekannte Insel im Alltag des Daseins.

In diesem Fall heißt die Insel im Ozean der Weltmusik Daniel Wirtz. Der ehemalige Sub7even-Sänger singt seit Beginn seiner Solo-Karriere Deutsch, hat vor einigen Monaten sein drittes Album „Akustik Voodoo“ auf den Markt geworfen und fasziniert mit seiner Ausdrucksweise, die teils rau und schonungslos klingt, aber dabei immer ins Zentrum des Menschens führt und damit auf ungeheuer wuchtige Art und Weise berührt.

Wirtz scheint ein Widerspruch in sich selbst zu sein; eine der letzten verbliebenen Bastionen von Musikern, die Musik machen, um zu überleben – nicht im kommerziellen Sinne, sondern weil es ihnen ein inneres Bedürfnis ist, ihre Seele zu entleeren, sich den Ballast von der Seele zu werfen, ohne dass es jemals auch nur annähernd anbiedernd oder kitschig wirkt. Dafür sorgen schon die harten Riffs exzellent gespielter Gitarren und ein Sound, der den unruhigen Pulsschlag des Herzens nachzuvollziehen scheint, die Getriebenheit eines Menschen, der immer weiter seinen Weg geradeaus geht, ohne ein echtes Ziel zu haben außer dem, authentisch zu bleiben und seine musikalische Message unters Volk zu bringen.

Was auf CD (11 Zeugen, Erdling und oben schon genannte Akustik Voodoo) schon äußerst intensiv klingt, kommt live mit doppelter Wucht beim Zuhörer an. Wirtz redet nicht viel auf der Bühne, sondern geht ganz in seiner Musik auf. Ein Selbstverständnis, dass die Band, die mit ihm auf der Bühne steht, aus demselben Holz geschnitzt ist.

Die Songs von Daniel Wirtz handeln von Drogensucht, Enttäuschung, dem Kampf mit den eigenen inneren Dämonen, der Suche nach Liebe, Geborgenheit und echter Freundschaft. Richtig warm ums Herz wird einem dabei nicht, doch wer sich mit sich selbst auseinandersetzen kann und will, wer sich in den Lyrics wiederfindet und auf melodischen Rock meilenweit abseits radiotauglicher Mainstream-Plärre steht, sollte auf der Hut sein: Es besteht Suchtpotential.

Wirtz live:

Montag, 12. März 2012: Oldenburg, Kulturtage
Dienstag, 13. März 2012: Lübeck, Riders
Donnerstag, 15. März 2012: Dresden, Beatpol
Freitag, 16. März 2012: Glauchau, Alte Spinnerei
Samstag, 17. März 2012: Magdeburg, Feuerwache

Musik-Tipp: Max Buskohl „NO MORE BAD DAYS“

6 Mrz

Max Buskohl? Ja, genau der, der bei DSDS damals vorzeitig ausgestiegen ist. Knapp zwei Jahre nach der Auflösung seiner Indie-Band Empty Trash erscheint am 16. März seine erste Single „No More Bad Days“.

Wir finden, das klingt sehr gut und vielversprechend. Genauso wie der Song „I think you’re wrong“, den es auf seiner Facebook-Seite als Free Download gibt. Und im Mai soll dann das Album „Sidewalk Conversation“ folgen.
Man darf gespannt sein.

Aus dem Pressetext von Universal Music„Endlich kann ich heute richtig machen, was ich damals falsch gemacht habe“, kommentiert Max Buskohl lächelnd sein Solodebüt „Sidewalk Conversation“. Ein Album, auf dem sich der mittlerweile 23-jährige Berliner erstmals von einer weitgehend unbekannten Seite zeigt: Als zum charismatischen Poprock-Frontmann gereifter Vollblutkünstler, der mit dem einstigen „Deutschland sucht den Superstar“-Aussteiger kaum mehr etwas gemein hat. „Das hier bin ich. Und nur ich!“ 

Max über „No More Bad Days“: „Ein unfassbar großartiger Song, reine Energie! Es geht darum, Angst zu haben, alles falsch zu machen. Die Angst, es zu machen wie deine Eltern, oder Angst nicht genug getan zu haben. Generell alles macht einem Angst und es gilt, dies zu überwinden.“

Akustik Salon: Die Vier von Acht mit leiseren Tönen

4 Mrz

Beim Akustik Salon im Bachbett in München sind am vergangenen Freitag die Berliner Indiepopband „Do I smell Cupcakes?“ als Vorband sowie die Münchner Rockband ACHT mit Leadsänger Gil Ofarim und die Kapelle Weyerer aufgetreten.  Drei unterschiedliche Philosophien und Musikrichtungen vereint in akustischen Arrangements.

Das Bachbett selbst ist eine urige Keller-Location mit Flair im trendigen Münchner Glockenbachviertel. Seit gut einem Jahr setzt man hier schwerpunktmäßig auf Musik unterschiedlicher Genres, aber auch Theater und Lesungen stehen im abwechslungsreichen Programm. Im kleinen, intimen Rahmen mit ca. 100 Gästen verspricht der Akustik Salon einen intensiven Musikabend.

Wir waren besonders gespannt auf das Akustik-Set der Münchner Band ACHT. Normalerweise ist bei Konzerten mit dem Opener „Stell dir vor“ vom gleichnamigen Erstlingsalbum sofort klar, was vom Abend zu erwarten ist, nämlich Rock’n’Roll vom Feinsten mit deutschen Texten. Doch die Vier von ACHT überzeugen das Publikum mit ihren Songs auch in der etwas leiseren, akustischen Variante. Aufgereiht wie auf einer Showtreppe verteilen sich die Vier auf der stimmungsvoll beleuchteten Bühne. Stimmungsvoll und mitreißend stehen die Gitarren und die einfühlsam-raue Stimme von Sänger Gil im Vordergrund. Geboten werden eine gute Stunde lang bekannte Songs vom ersten Album, aber es gibt auch einen Vorgeschmack auf das zweite Album der Band, an dem laut Auskunft von Gil intensiv gearbeitet wird. Eine Veröffentlichung wird noch in diesem Jahr angestrebt. „Neuzeitstürmer“ wurde bei vergangenen Konzerten zwar schon gespielt, wurde aber für den Akustik Salon ganz neu arrangiert. Sehr eingängig auch die neuen „Unsichtbaren Bilder“ und als großartiger Höhepunkt die Nummer „Seid ihr dabei“ – das Publikum war dabei und rockte bereitwillig mit. (ima)

Video „Seid ihr dabei“

Ein paar Fotos:

Wer sich über die Location und die Bands informieren möchte:
Bachbett München,  ACHT, Kapelle Weyerer, Do I smell Cupcaces?

Weitere, sehr schöne Konzertfotos gibt es übrigens bei
eventphotos-and-more.de

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