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Belfasts Aufbruch lohnt den Besuch

2 Mai

2018 – BELFAST – „Woher kommt Ihr“, will der Taxifahrer am Flughafen wissen. Deutschland? Super – „You will like the City!“ Die Belfaster seien freundlich zu fast jedem – außer zu den Engländern. Auch im zwanzigsten Jahr nach Ende des Bürgerkriegs sind die Gräben noch tief, die jahrzehntelange Feindschaft ins Land gezogen haben.

Wer nicht an der Oberfläche kratzt, kann sich jedoch unbeschwert durch die Stadt bewegen. Belfast beherrscht die Kunst, offensiv mit der eigenen blutigen Vergangenheit umzugehen: Zahlreiche Anbieter führen Touren zu den Brennpunkten der Stadt an. Shankhill, Falls, Sandy Row… Wandgemälde zeugen von altem Hass und Gewalt – und sind zugleich wunderschön. Offiziell sind die „Troubles“, die ab Ende der 60er-Jahre die Stadt zeichneten, vorbei. Doch Liebe ist aus dem Waffenstillstand zwischen Loyalisten und Republikanern noch lange nicht erwachsen.

Wandgemälde bei Kelly’s Cellars.

Zwei Welten – eine Stadt

So wie die politischen Gräben verlaufen auch die Unterschiede zwischen Arm und Reich, zwischen sorgloser Touristen-Tour und dem Kampf ums tägliche Überleben: Neben dem schicken Einkaufscenter am Victoria Square sitzt eine Jugendliche an die Mauer eines Hauses gekauert. Schmuddlige Kleidung, verlorener Blick. Eine Ausreißerin, auf der Suche nach einem besseren Leben in der großen Stadt? Nebenan shoppen die, deren Portemonnaie voll ist, sorglos schicke Kleidung, drücken sich übergewichtige Mädchen in schlecht sitzenden Leggins in Fastfood-Tempel, wo Burger nach amerikanischer Art angepriesen werden.

Protestanten und Katholiken, Arm und Reich, Sonne und Regen: Welcome to Belfast. Es ist eine Stadt zwischen viktorianischem Charme und irischer Gelassenheit. Ein idealer Ort für eine Städtereise für alle, denen London zu groß ist und die sich trotzdem nicht langweilen wollen. Das gelingt Nordirlands Hauptstadt spielend.

„Docklands“ und Titanic-Feeling

Hier wurde das wohl berühmteste Passagierschiff aller Zeiten gebaut – großer Jubel, große Katastrophe. Als der Frieden auf Belfasts Straßen einkehrte, begann die Stadt, touristische Konzepte zu entwickeln. Was lag näher, als den immer wiederkehrenden Hype um die 1912 gesunkene Titanic ins Licht der Öffentlichkeit zu rücken?

Beeindruckend: Das interaktive Museum „Titanic Experience“.

Zum 100. Jahrtag der Katastrophe wurde 2012 ein modernes, interaktives Museum an den Docks errichtet, das seither Besucher aus aller Welt anzieht. Wer sich Zeit lässt, kann hier nicht nur etwas über das Schiff und seine Geschichte erfahren, sondern auch über die Entwicklung der nordirischen Hauptstadt, die einst Zentrum der Flachsverarbeitung war. Einen Spaziergang entfernt liegen das Pumphaus und Titanic-Dock, das einen Eindruck von der Größe des Schiffs vermittelt.

Direkt hinter dem Museum liegt der zweite Besuchermagnet Belfasts: In den Titanic-Studios wird das Fantasy-Epos „Game of Thrones“ gedreht. Längst bieten zahlreiche Anbieter Touren zu den Drehorten an, die in ganz Nordirland verstreut liegen. Das Konzept geht auf: Bis aus Nordamerika, Asien oder Australien reisen „Thronies“ an, um einmal das Schwert zu schwingen wie ihre Helden, um dort zu stehen, wo die Schauspieler ihre kunstblutigen Kämpfe ausfechten. Atemberaubende Landschaften, malerische Höhlen, Schlösser und Bäume liefern den Beweis, dass es für die Serie keine schönere Kulisse geben könnte als den rauen Nordzipfel der irischen Insel (siehe extra Artikel).

Bekannteste Produktion aus den „Titanic Studios“ in Belfast dürfte das Fantasy-Epos „Game of Thrones“ sein, dessen finale Staffel derzeit dort produziert wird.

Belfast hat für alle etwas zu bieten: für Frühaufsteher, für Nachtschwärmer, für Kunstbeflissene, für Menschen, die sich einfach nur durch die Stadt treiben lassen wollen.

Zeitgeschichte spannend erzählt

Und sollte das Wetter einmal nicht so gut sein (was in Nordirland eher die Regel als die Ausnahme sein könnte), drängt sich ein Besuch im Ulster-Museum geradezu auf: Eintritt frei! Auf mehreren, verschachtelt angeordneten Stockwerken kann man hier der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft Belfasts und Nordirlands nachspüren – und darüber hinaus. Das reicht von riesigen Saurierskeletten über eine echte ägyptische Mumie, Kunst und ausgestopfte Tiere bis hin zum rund 77 Meter langen Wandteppich, der die Geschichte des Fantasy-Epos „Game of Thrones“ in handgewebten Bildern erzählt.

Im Ulster-Museum kann man mehr über die Hintergründe und Folgen der „Troubles“ erfahren.

Beeindruckend ist die Abteilung, die sich mit den „Troubles“ beschäftigt und anhand von Einzelschicksalen das ganze Elend des Bürgerkriegs verdeutlicht und persönlich macht. Wer die Ausstellung in Ruhe erkundet, versteht, warum es noch viele Jahre dauern wird, bis die Menschen in diesem Land die blutigen Zeiten verarbeitet haben werden. Das Museum liegt im Botanischen Garten der Stadt und ist umgeben von blühenden Gartenanlagen.

Quasi in direkter Nachbarschaft liegt das „Palm House“, in dessen tropischen Temperaturen exotische Pflanzen gedeihen und schon im frühen April Narzissen, Osterglocken und weitere Frühlingsblumen einen betörenden Duft verströmen. „Mummy, it smells so good“, ruft denn auch ein kleines Mädchen beim Betreten des imposanten Baus. Erst im April nach einer gründlichen Renovierung wiedereröffnet hat die „Tropische Schlucht“ („Tropical Ravine“), ein Gebäude, unterteilt in eine tropische und eine subtropische Zone. Hier gibt es einen Wasserfall, man kann probeschnuppern an Gefäßen mit Kakao oder Kaffee – ein Fest für Kinder und Erwachsene gleichermaßen. Bei Sonnenschein laden Parkbänke und Rasenflächen in der Gartenanlage zum Spazierengehen und Verweilen ein,

Belfasts grüne Lunge: die Botanic Gardens mit dem Palmhaus aus dem 19. Jahrhundert.

und mit etwas Glück bekommt man die grauen Eichhörnchen zu Gesicht, die an den großen alten Bäumen auf- und abflitzen.

Unterwegs im „London Cab“

In Belfast gibt es keine U- oder S-Bahn. Dafür ist das Busnetz sehr gut ausgebaut, allerdings muss man meist umsteigen, wenn man in ein anderes Stadtviertel will. Wer Zeit hat, geht zu Fuß – und wer’s bequem will, leistet sich eine Fahrt mit einem der rund 1000 Taxis in der Stadt. Entweder man bestellt sich telefonisch eins bei einer der größeren Gesellschaften („Value Cabs“/“Fonacab“), oder man steigt in eins der an mehreren Stellen in der Stadt geparkten „London Cabs“, die berühmten schwarzen City-Taxis aus der britischen Hauptstadt, die während der „Troubles“ dafür sorgten, dass der öffentliche Verkehr in Belfast überhaupt aufrecht erhalten werden konnte. Mittlerweile sind einige dieser Autos in bunten Farben bemalt, sodass sie sich vom englischen Vorbild quasi emanzipiert haben. Taxifahren ist günstig, vor allem, wenn sich vier oder fünf Personen eins teilen (für umgerechnet rund zehn Euro kommt man meist durch die Stadt) und macht Spaß, denn die Fahrer sind auskunftsfreudig und geben gerne auch gute Tipps, was man unternehmen kann.

Pub-Besuch ist fast schon Pflicht

Das betrifft auch die Abendgestaltung. „Go to Kelly’s Cellars„, empfiehlt ein gut gelaunter alter Ire und verspricht Livemusik und tolle Atmosphäre. Der Pub, einer der ältesten in Belfast, hält das Versprochene. Von außen unspektakulär in der Nachbarschaft des modernen „Castle Court“-Einkaufscenters gelegen, entpuppt er sich im Innern als urige Location mit schweren dunklen Holztischen und einer Decken-Deko aus Pfannen und Töpfen. Dazu gibt’s irische Folkmusik, wahlweise aus Lautsprechern oder live, je nach dem Zeitpunkt des Besuchs.

Guter Tipp für einen Pub-Besuch: „Kelly’s Cellars“ bietet original irisches Ambiente.

Ebenfalls einen Abstecher wert ist der „Crown Liquor Saloon“ in der Nähe der Großen Oper. Dieser Pub erstrahlt nach einer Renovierung durch den „National Trust“ in den 80er-Jahren in neuem viktorianischen Glanz. Hier gibt es sogenannte „Snugs“, abgetrennte Sitzabteile, in die man sich zurückziehen kann.

Belfast blüht auf, und die Stadt – nein, ganz Nordirland – hat es verdient. Die Zeiger sind in Richtung Zukunft gerichtet, die Touristen kommen, und sie dürften nicht enttäuscht sein. Nun fehlt nur noch eine bessere Anbindung durch Direktflüge aus Deutschland. Hier fehlt es noch; die Anreise muss entweder mittels Umsteigeverbindung über Großbritannien oder Amsterdam erfolgen oder via Flug nach Dublin, von wo aus es dann mit Bus, Bahn oder Leihwagen weiter geht. Wer dies in Kauf nimmt, wird belohnt mit einer unverbrauchten, Besuchern offen stehenden Stadt. (bb)

Aktueller Buchtipp: Die Fäden des Glücks

16 Apr

20180412_1935312018 – Letzte Woche durften wir die Buchpremiere von Julia Fischers Roman „Die Fäden des Glücks“ auf ihrer ersten Lesung erleben. Die Autorin nimmt uns mit auf eine kleine Stoffreise nach Turin, wo ihre Protagonistin Carlotta Calma einen maigrünen Faden durch die sinnliche und gefühlvolle Geschichte spinnt. Die passende Dekoration mit Turin-Panorama, Stoffen und einem opulenten blauen Kleid sowie das zauberhafte Gastgeschenk – ein silberner Fingerhut mit Glitzerstaub – stimmen perfekt auf die Lesung ein. Julia Fischer versteht es, die Zuhörer mit ihrem gekonnten Vortrag – sie ist nicht nur Autorin, sondern auch seit vielen Jahren feste Stimme des Bayerischen Rundfunks – ins Zentrum der Geschichte hineinzuziehen. Man sieht die Figuren förmlich vor sich und möchte das Buch unbedingt sofort (weiter)lesen. (ima)

Inhaltsangabe des Knaur-Verlags zu „Die Fäden des Glücks“ von Julia Fischer: „Ein zauberhafter Sommer-Roman von der Autorin und Sprecherin Julia Fischer über große Gefühle, Italien, die große Liebe und die große Oper. Sie kennt die Magie opulenter Stoffe und leuchtender Farben: Carlotta Calma, Damenschneiderin in Turin, hat sich ganz der subtilen Kunst verschrieben, Menschen durch Kleidung zu verändern, so wie ihre Mutter, Gewandmeisterin an der Turiner Oper. Carlotta entwirft Kleider für jede Lebenslage und stickt heimliche Botschaften unters Futter, die ihre Kundinnen auf eine Reise zu sich selbst schicken sollen. Denn für Carlotta ist eines klar: Es gibt keine hässlichen Frauen, jede Frau ist auf ihre Art schön und begehrenswert. Auch Carlotta hat sich seit ihrer Jugend verändert, ist vom hässlichen Entlein zu einer barocken Schönheit geworden. Ihr Jugendschwarm Daniele ist fasziniert von ihr, und sie glaubt sich am Ziel ihrer Träume. Doch ist der Schwarm von einst wirklich ihre große Liebe?“

JORIS – Schrei es raus

6 Apr

Credit: Tim Kramer

2018 – Drei Jahre ist es schon her, seit JORIS hoffnungslos hoffnungsvoll Herz über Kopf in rasantem Tempo die Clubs und die Herzen der Fans erobert hat. 300 Konzerte, 3 Echos und 3 Jahre später kündigt er sein neues Album „Schrei es raus“ und die gleichnamige Tour an.

Viel ist passiert in der Zwischenzeit: nach dem Debüt eröffnet sich eine neue Welt. Leben findet plötzlich in den Medien, auf der Bühne und im Tourbus statt. Eine Zeit wie im Zeitraffer. 2017 drückt Joris die Pause-Taste. Er zieht sich zurück und verbringt mehrere Monate in Spanien und Italien, um die Erfahrungen sacken zu lassen und an neuem Material zu arbeiten.

Der Sound soll progressiver und energetischer geworden sein. Freuen wir uns also auf neue Songs und auf die Tour des einzigartigen Live-Performers Joris. (ima)

JORIS | Schrei es raus Tour 2018
Präsentiert von event. | Kulturnews | Musikblog | SCHALL Magazin

19.10.2018 Stuttgart | Wizemann
20.10.2018 Stuttgart | Wizemann
22.10.2018 Hamburg | Große Freiheit 36
23.10.2018 Hamburg | Große Freiheit 36
24.10.2018 Hannover | Capitol
26.10.2018 Bielefeld | Ringlokschuppen
27.10.2018 Leipzig | Haus Auensee
28.10.2018 München | Tonhalle
29.10.2018 Köln | E-Werk
31.10.2018 Wiesbaden | Schlachthof
01.11.2018 Berlin | Columbiahalle
02.11.2018 Dortmund | Warsteiner Music Hall
03.11.2018 Bremen | Pier 2
05.11.2018 A-Wien | WUK
06.11.2018 CH-Zürich | Kaufleuten

Quelle: Pressemitteilung Four Artists

Sunrise Avenue, 30 Seconds To Mars, ELIF

30 Mär

2018 – Drei Konzerte in fünf Tagen – daran könnte man sich durchaus gewöhnen. Nachdem Sunrise Avenue im Herbst auf der Heartbreak Century Club-Tour als eine der letzten Bands in der Theaterfabrik bereits ein großartiges Gastspiel in München gaben, nun also auf zur Arena-Tour in die seit langem ausverkaufte Olympiahalle. Durch die Anordnung von Drums und Keyboards relativ nahe beieinander und weit vorne auf der Bühne, mutet diese in der großen Halle schon fast intim an. Ein kurzer Steg für die Fangemeinde und ein Bühnenhintergrund mit fünf großen Leinwänden sind gute Voraussetzungen für eine tolle Show. Videoanimationen, Projektionen und sehr gut eingesetztes Licht begleiten eine Band, die man durchaus wieder als solche wahrnehmen kann – auch wenn Samu Haber als Frontman wie gewohnt die meiste Aufmerksamkeit auf sich zieht. Seine Stimme zum Niederknien. Die Songauswahl ziemlich gut mit viel Neuem, aber auch ein paar älteren Schätzchen wie „Unholy Ground“, „Hurtsville“, „Little Bit Love“ und natürlich „Hollywood Hills“ und „Fairytale Gone Bad“. Aber der absolute Oberknaller ist für mich die aktuelle Version von Forever Yours. Insgesamt ein wirklich sehens- und hörenswertes Konzert der Finnen!


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Zwei Tage später dann 30 Seconds To Mars an selber Stelle auf der Monolith-Tour. Die erste Irritation gleich beim gefühlt ewig dauernden Einlass, obwohl man einiges nach der Einlasszeit erst vor Ort ist. Die zweite Irritation dann beim Blick in die Arena: mittendrin die Bühne – wie ein Ufo, das in den Massen gestrandet ist. Das verspricht ein interessantes Konzerterlebnis. Die schwarzen Wände rund um die Bühne bewegen sich nach oben – in der Mitte der ansonsten absolut leeren Fläche das Schlagzeug auf einem transparenten Podest. Das ganze bietet natürlich die ideale Plattform für die One-Man-Show Jared Leto, der diese Spielfläche voll ausnützt und von Anfang bis Ende der Show wie ein Wirbelwind darauf herumflitzt. Musikalisch absolut Top mit Neuem und allen bekannten Hits, grandiose Stimmung – zum Abschluss schon obligatorisch, dass Leto zu „Closer to the Edge“ die Bühne mit seinen Fans flutet.


Wiederum zwei Tage später das absolute Kontrastprogramm – ELIF in einer der schönsten Münchner Locations, dem Freiheiz, auf ihrer Doppelleben-Tour. Elif ist eine großartige Singer/Songwriterin – warme Stimme, wunderschöne Songs mit tollen Texten, sehr herzlich, sympathisch und authentisch. Das sind die Konzerte, die ich besonders liebe, bei denen man hautnah sehen kann, wie viel Spaß die Musiker haben, bei dem was sie tun. Und wegen der Gänsehautmomente, die einem Stimme und Text bescheren, zum Beispiel bei „Auf halber Strecke“. Im krassen Gegensatz dazu die mit viel Aufwand produzierten und deshalb auch überteuerten Arena-Konzerte, die zwar insgesamt von der Show her schon toll sind, aber eben dieses intime Konzertgefühl niemals transportieren können. (ima)

Release: 20 Years #1/4 von Gil Ofarim

26 Jan

2018 – Im Februar 2017 gibt uns Gil Ofarim mit der Single „Still Here“ ein Zeichen, dass bald mit neuer Musik von ihm zu rechnen ist. Nun war 2017 allerdings ein sehr ereignis- und arbeitsreiches Jahr für den Künstler mit der Teilnahme und dem Gewinn bei „Let’s Dance“, der Übernahme einer Hauptrolle im ARD-Märchenfilm „Das Wasser des Lebens“, der Arbeit als Synchronsprecher (als Capper) in „My Little Pony: Der Film“ und last but not least zwei großen Musik-Tourneen zum Jahresende mit „Disney in Concert – Magic Moments“ und „White Christmas in Concert“.

Da kann man es verstehen, dass die Veröffentlichung der neuen Musik-EP „20 Years“ dann doch etwas länger gedauert hat – nämlich genau bis heute (26.01.18)! Doch wie heißt es so schön: gut Ding will Weile haben, d. h. auf gute Musik wartet man auch gerne ein wenig länger.

Die neue Scheibe ist ein Soloprojekt von Gil Ofarim mit neuen englischen Songs; nach zuletzt zwei Alben mit deutscher Rockmusik („Stell dir vor“ 2010 und „Seid ihr dabei“ 2o14) nun quasi „Back to the Roots“ zum Beginn seiner Musikkarriere vor 20 Jahren, die mit „Round’n’Round“ begann.

Uns gefällt die Scheibe mit fünf temporeichen, gitarrenlastigen Rocksongs sehr, sehr gut. Die warme und gefühlvolle Reibeisenstimme geht unter die Haut, die Songs haben im positiven Sinn Ohrwurmpotenzial.

Gil sagt dazu: „…endlich ist es so weit!… meine neue Platte 20 Years #1/4 ist seit heute als Download erhältlich… die EP ist der erste Teil eines vierteiligen Werks, mit dem ich mein zwanzigjähriges Bühnenjubiläum feiere… ich hoffe, ihr feiert mit!… auf der Opener-EP gibt es gleich eine ganze Menge zu erzählen… gerade Don’t stop trying beschreibt die letzten 20 Jahre sehr gut: Wenn du etwas willst, dann schaffst du es auch – hör einfach nie auf es zu versuchen!… ab nächsten Freitag spiele ich die Songs dann mit meiner Band live auf Tour für euch…“

Am besten gefällt uns die Aussage, dass es sich um Teil 1 eines vierteiligen Werkes handelt – wir dürfen uns also auf noch viel mehr neue Musik von Gil Ofarim freuen. Doch zunächst einmal kann man die neuen Songs auf der „20 Years“-Tour im Februar/März live hören. (ima)

„20 Years“ – Tour 2018
02.02.2018 Berlin (Badehaus)
09.02.2018 Wolfenbüttel (Lindenhalle)
10.02.2018 Kiel (Max Nachttheater)
11.02.2018 Hamburg (Logo)
15.02.2018 Frankfurt (Nachtleben)
16.02.2018 Bochum (Matrix)
17.02.2018 Monheim (Aula Berliner Ring)
18.02.2018 Hannover (Musikzentrum)
23.02.2018 München (Technikum)
24.02.2018 Wien (Chaya Fuera)
02.03.2018 Wetzikorn/ Zürich (Hall Of Fame)