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Wien im Oktober

20 Okt

2026 – Wien ist tatsächlich immer eine Reise Wert, natürlich auch im Oktober – es ist nicht mehr ganz so voll und das Wetter kann noch spätsommerlich angenehm sein. Ich hatte noch einen Bahngutschein einzulösen und habe mich für Wien entschieden. Wenn man die Städtetour dann noch mit einem Wiedersehen langjähriger Konzertfreundinnen verbinden kann, ist das nahezu perfekt. Also los für 2,5 Tage und ca. 42.000 Schritte durch die Donaustadt.

Als idealer Ausgangspunkt für die Erkundung fast aller wichtigen Sehenswürdigkeiten zu Fuß hat sich das „The Cloud One“ zwei U-Bahn-Stationen vom Hauptbahnhof entfernt erwiesen. Das Hotel ist eine gelungene Symbiose aus modernem Design und klassischem Wiener Altbau. Die erste Orientierung führte mich rund ums Hotel zur Jugendstilikone Wiener Secession, der Wiener Staatsoper, dem Hotel Sacher und der Albertina. Abends entführten mich die Konzertfreundinnen dann ins Museumsquartier, wo es von der Libelle aus gleich mal einen Rundumblick auf Wien gab und anschließend einen netten Plausch beim Essen im Café Leopold.

Am zweiten Tag kam ich in den Genuss einer individuellen Stadtführung durch meine Wiener Freundin – besser geht es nicht! Vom Hotel ging es über die Kärntnerstraße zum Stephansdom, wo wir uns vom Nordturm aus einen Blick auf die Stadt gönnten. Der Nordturm ist zwar nicht ganz so hoch wie der Südturm, bietet aber den Vorteil eines Aufzugs statt mühsamen Treppensteigens. Weiter ging’s Richtung Graben mit der Wiener Pestsäule, vorbei an der Peterskirche und über die Naglergasse zur Freyung. Dort lohnt sich ein Blick in die Schottenkirche, bevor man die Cafés in der hübschen Ferstel Passage für eine kleine Verschnaufpause nutzt. Auf dem Weg zur Wiener Hofburg kann man auch einen Blick in die Minoritenkirche werfen und in der Nähe der Hofburg ist auch die Pfarrkirche St. Augustin lohnenswert. Die Wiener Hofburg und das Schmetterlingshaus haben wir uns nur von außen angesehen und sind dann Richtung Albertina und Hotel Sacher abgebogen. Zum Abschluss gönnten wir uns sündhaft teure und süße Stückchen im Café der Hofzuckerbäckerei Gerstner gegenüber der Oper. Ein Besuch dort lohnt sich nicht nur wegen der Kuchen und Törtchen, sondern auch wegen des hochherrschaftlichen Ambientes.

Der dritte Tag begann mit der Besichtigung der außen wie innen beeindruckenden Karlskirche. Die nur übers Treppenhaus erreichbare Panoramaterrasse bietet einen weiteren schönen Blick auf die Gebäude der Stadt. Nicht weit entfernt der Naschmarkt mit seinen rund 150 Marktständen für Feinkost, Gewürze, Fisch, Fleisch, Käse & mehr sowie den zahlreichen Restaurants und Lokalen. Gleich daneben wunderschöne Jugendstil-Häuser wie z. B. das „Goldene Haus“ oder das von Otto Wagner gestaltete „Majolikahaus“. Danach weiter über das Museumsquartier zum Maria-Theresien-Platz mit den imposanten Gebäuden des Kunsthistorischen Museums Wien und des Naturhistorischen Museums Wien. Ein Abstecher zum beeidruckenden Rathaus durfte natürlich auch nicht fehlen – ebenso wenig wie der berühmte Kaiserschmarrn im Café Demel, den es auch „to go“ gibt.

Am späteren Nachmittag ging ich dann nochmal los zum Palais Dorotheum. Das Auktionshaus ist ebenso eine Augenweide wie die einzelnen Ausstellungsstücke – inklusive einer Mona-Lisa-Kopie. Danach ließ ich mich durch die sehenswerten Gassen treiben und bewunderte die vielen schönen Gebäude der Stadt. Zum Abschluss durfte natürlich ein Besuch beim Bitzinger an der Oper nicht fehlen. Eine Käsekrainer oder Bratwurst in dieser berühmten „Würstchenbude“ sollte man auf keinen Fall verpassen. Wer übrigens die eine oder andere Tür auf den Streifzügen durch die Stadt öffnet, findet zauberhafte Innenhöfe und Stiegenhäuser. (ima)

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