Archiv | Allgemein RSS feed for this section

Zum Muttertag…

13 Mai

Schenkt mir bloß nichts zum Muttertag! Und vor allem keine Blumen… Diesen Warnschuss kriegen meine drei Männer (einer geheiratet, die beiden anderen selbst gemacht) jährlich vor den Bug. Ist doch wahr: Das ganze Jahr über darf sich frau mit dreckigen Socken in allerlei Ecken herumschlagen, sich über leere Bonbonpapiere und unaufgeräumte Zimmer ärgern und permanent um ein bisschen Mithilfe im Haushalt betteln.

Und dann, am Muttertag, soll alles eitel Sonnenschein sein? Praktischerweise schlägt der Nachwuchs-Erzeuger vor, „doch mal gemütlich Essen zu gehen“. Klar – das ganze Jahr über kocht Mama, und an ihrem Ehrentag bleibt der Herd dann aus und die Küche kalt. Schon praktisch, gell? Nö danke, nicht mit mir.  Einige Jahre lang habe ich mich pflichtschuldigst über im Kindergarten und in der Grundschule gebastelte Staubfänger gefreut, habe selbst gemalte, abstrakt anmutende bunte Gemälde aus Fingerfarben und Wachskreide stolz an die Wand geheftet und mich ordnungsgemäß umarmen lassen.

Dann folgte eine Phase, in der die Kinder erkannt hatten, dass Basteln Zeit und Geschenke Geld kosten und Mama sich sowieso mehr über ideelle Werte freut. Die Früh-Teenager stellten sich den Wecker und veranstalteten um 7 Uhr morgens einen Heidenradau in der Küche, unterbrochen nur von vorsichtigem Klopfen an der Schlafzimmertür: „Mama, wo finde ich das Kaffeepulver?“ – „Mama, wie lange müssen Eier kochen?“ Um 8 Uhr war die Bescherung angerichtet und die Eltern wurden prompt aus ihren Träumen gerissen – ade, langes Ausschlafen am Muttertag! Dafür war der Nachwuchs stolz auf den gedeckten Tisch und hatte einen Grund, sich anschließend vor dem Abräumen zu drücken…

An diesem Muttertag nun habe ich mir vorgenommen, einfach zu genießen. Keine Blumen, keine Geschenke, keine Hilfe. Frühstück habe ich selber gebastelt, nachdem ich ausnahmsweise mal bis halb zehn ausschlafen konnte. Anschließend wurden die Trikots der kompletten B-Jugend-Mannschaft gewaschen und in den Wind gehängt. Der Nachmittag gehört mir: Ab ins Freibad! Bei 14 Grad Außen- und 25 Grad Wassertemperatur macht das sogar noch dem Teenager-Sohn Spaß. Der Ältere gratuliert auf dem Weg von der Freundin zum Fußballspiel zu Mamas Ehrentag. Immerhin hat er Zeit, den Eisbecher zu vertilgen, den Muttern für jedes Familienmitglied zubereitet hat.

Während ich tief zufrieden im Schwimmbad meine 50-Meter-Bahnen ziehe und beim Kraulen die Sonne zwischen den Wolken hervorspitzt, fällt mein Blick auf meinen neben mir schwimmenden Sohn. Die Leidenschaft fürs Wasser hat er von mir geerbt. Eine Welle des Glücks schwappt über mich hinweg. Ich bin stolz – stolz darauf, zwei Kinder geboren und gemeinsam mit meinem Mann großgezogen zu haben. Zu sehen, wie beide glücklich sind und ihren Weg ins eigene Leben schaffen – das ist für heute mein schönstes Muttertagsgeschenk. Wer will da schon Blumen…

Bauer sucht Frau: Das große Wiedersehen oder: Als rosarotes Osterei geht es auf Brautschau

9 Apr

2012 – Ach wie schön, dass es „Bauer sucht Frau“ gibt. Denn hier kann der geneigte Zuschauer ganz einfach erfahren, welche Fehler man vermeiden sollte, wenn man sich eine Ehefrau angeln will. Oder wie man seine Unabhängigkeit bewahrt, wenn sich die Traumfrau als Alptraum herausstellen sollte. Ob indes der Tipp, als rosarotes Osterei auf Brautschau zu gehen, wirklich den gewünschten Effekt hat, sei dahingestellt.

Inge ist wieder da. Aber will sie überhaupt einer sehen? Nun ja, Friedrich gibt sich versöhnlich: Freunde seien sie jetzt, ach wie schön! Alles ist gut – Hauptsache, Inge geht am Abend wieder heim, statt Friedrich mit Sonderwünschen zu plagen. Uwe und Iris hingegen sind ein Herz und eine Seele. Fehlt nur der liebevoll aus einer Backmischung hergestellte Schokoladenkuchen, und das Glück ist perfekt.

Das gilt leider nicht für Horst & Babette: Die große Liebe. Doch der Alltag – *soifz* hielt dem Glück nicht stand. Oder umgekehrt. Was dem Bauern bleibt, ist ein pubertierendes Kalb namens Mimi. Wird die Doku-Soap zum Drama? Mit der messerscharfen Mistgabel nähert sich schweren Schrittes Bauer Horst dem arglos-entsetzt scheinenden Jung-Kuh-Mädchen. Dem schwant Böses: Will sich Horst an ihr für Babettes schnöden Abgang rächen??? Zum Glück tauchen die fidelen Kumpels von Horst noch im rechten Moment auf, um (unfreiwillig) Mimi zu retten. Dafür zappelt Horst nun an der Angel und muss Stilberatung über sich ergehen lassen. Die endet in der Umkleidekabine eines Herrenausstatters, und Horst endet in der Folge aufgrund des hell-fliederfarbenen Hemdes und des rosaroten Pullis, der schön eng über dem kapitalen Junggesellenbauch sitzt, als fulminantes pinkfarbenes Osterei. Wenn jetzt die Damenwelt nicht zubeißt, wann dann?

Zubeißen tut auch Bauer Thomas, der eigentlich Busfahrer ist, bei den Ladies aber leider noch nicht den richtigen Drive rausgefunden hat. Seine neueste Flamme kommt aus dem medizinischen Bereich, hat aber keine öden Abspeckkuren im Sinn – die weiß, was wahre Pfundskerle lieben: Kuchen! Und für den hat Süßzahn Thomas denn auch mehr verliebte Blicke übrig als für seine Holde, die ihn in der Folge mit Tanzschritten foltert. Na denn: Prost!

Das sympathischste Paar der vergangenen Staffel jedoch sind und bleiben wohl Philipp und Veit. Wahre Liebe gibt es halt nur unter Männern, oder wie war das gleich? 😉