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Livingston: „Animal“ kommt tierisch gut

25 Okt

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Die internationale Rockband Livingston hat ’ne Neue: „Animal“ heißt die Scheibe, die vor wenigen Wochen auf den Markt gekommen ist, und jetzt tourt die Gruppe um Beukes Willemse mit dem „Tier“ im Gepäck durch Deutschland. Ein Live-Erlebnis im Münchner Technikum.

„Auszieh’n!“, skandiert eine junge Frau in der achten Reihe. Beukes Willemse ist selbst schuld, dass die Damenwelt wilde Fantasien entwickelt. Erzählt der aus Südafrika stammende Frontmann der Gruppe Livingston dem Münchner Publikum doch glatt, was die Musiker an ihrem „Day off“ in Bayerns Hauptstadt so getrieben haben: Ein Spa-Besuch stand auf dem Programm, genauer gesagt der Saunabereich. „Ihr Deutschen seid so liberal“, schwärmt Willemse über das nackte Vergnügen im Badetempel – und die Mädels im Parkett bedauern ganz offensichtlich, dass sie den Donnerstag nicht auch im Schwimmbad verbracht haben.

Doch eigentlich geht es an diesem Abend im Technikum ja um Musik. Rockmusik, richtig gute noch dazu. Livingston stellen auch in München unter Beweis, dass sie den „Großen“ im Geschäft wie Coldplay in nichts nachstehen. Weder in Sachen Bühnenpräsenz noch im Songwriting, und Beukes Willemse hat durchaus die charismatischen Qualitäten, die eine Bühne ausfüllen können – vor allem, wenn er sich einen musikalischen Wettstreit mit seinem deutschen Gitarristen Jakob Nebel liefert oder seine Stimme in faszinierende Höhen treibt.

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Das neue Album „Animal“ hat gute Live-Qualitäten, doch auch alte Stücke der Vorgänger „Fire to Fire“ und „Sign Language“ werden perfekt in Szene gesetzt. Zwei Gitarren, manchmal auch zwei Drumsets (Jakob kann beides), treibender Bass und ein akzentuierendes Maß an Elektronik sorgen für den charakteristischen Livingston-Sound, und dieser entwickelt eine eigene Magie, die auch bei halbvollem Haus wirkt. Noch besser gewirkt hätte sie allerdings, wenn der Sound besser abgemischt gewesen wäre – so muss man leider ein paar Prozent abziehen für die Übersteuerung. Schade, jammerschade um einen ansonsten perfekt gewesenen Konzertabend mit einer glänzend aufgelegten Band und einem fröhlich vor sich hin plaudernden Willemse. Da hilft nur eins: Möglichst bald das nächste Livingston-Konzert besuchen und so dafür sorgen, dass die Hallen richtig voll werden. Dann, so hoffen wir, klappt’s auch mit dem Sound. 😉 (bb)

Die weiteren Animal-Tour-Termine:
26.10.14 – Die Werkstatt, Köln
28.10.14 – Das Cann, Stuttgart
29.10.14 – FZW, Dortmund
30.10.14 – Mojo Club, Hamburg
07.11.14 – Hoxton Square Bar & Kitchen, London

Weitere Fotos – Link

Walhai und Cenotenzauber – Urlaub auf Yukatan

15 Okt

Einmal Karibik bitte. Aber wohin? Kuba? Zu teuer für den Familienetat. Jamaika? Nicht fischreich genug für den tauchenden Nachwuchs. Dominikanische Republik? Och nööö… da fährt ja jeder zweite hin. Nach langer Suche in Katalogen und im Internet steht das Reiseziel schließlich fest: Mexiko soll’s werden, und dort die Halbinsel Yukatan. Ein Überraschungspaket, das wir erst gar nicht auf dem Plan hatten – und das unsere Erwartungen noch übertraf.

Rush-Hour in Cancun. Unser Kleinbus hält an der Ampel auf der mittleren Spur; links stehen zwei Autos. Die Fahrerin des vorderen Fahrzeugs schwingt theatralisch die Hände durch die Luft, der Lenker des hinteren Wagens zuckt mit den Schultern. Offenbar hat er den fahrbaren Untersatz vor ihm unsanft touchiert; die Stoßstange ist zerkratzt. Unser Guide Alex beugt sich zum Fenster und ruft: „Frau, das ist doch nix! Steig ein und fahr‘ weiter!“ In Deutschland, tönen wir Urlauber von den hinteren Sitzen, wäre das ein Schaden von 5000 Euro. Alex lacht. „Ja, klar, in Deutschland gibt es ja auch eine Hundesteuer. Eine Hundesteuer!“ Er muss es wissen, er hat eine Zeitlang in Deutschland gelebt. Prompt übersetzt er den Sachverhalt für unseren mexikanischen Fahrer. Der kriegt sich nicht mehr vor Lachen. Willkommen in Mexiko.

Klotzen statt kleckern

Yukatan ist eine Halbinsel, die mitten in den Atlantischen Ozean hineinragt. Links von der Insel nennt er sich „Golf von Mexiko“, rechts davon „Karibik“. Da wollen wir hin – auf zu türkisfarbenem Wasser und puderzuckerweißem Strand. Eine schnurgerade vierspurige Straße führt von Cancun südwärts bis zur Grenze nach Belize, zur Linken liegt hinter dichtem Dschungel das Meer, zur Rechten ebenfalls dichter Dschungel, Ortschaften und dann und wann ein Schild, das auf eine Cenote hinweist. Cenoten sind… ach, was soll’s – das kommt später… Zunächst staunen wir ob der pompösen Eingangsbereiche der Hotels, die am Straßenrand auf die Unterkünfte hinweisen. Die Anlagen sind riesig, fressen sich südwärts von Cancun am Strand entlang immer weiter ins saftige Grün. 1000 Zimmer pro Komplex sind keine Seltenheit; von der Hauptstraße aus geht die Fahrt ein paar Minuten Richtung Meer bis zu den riesigen Empfangsgebäuden der Touristenunterkünfte. Hier wird nicht gekleckert, hier wird geklotzt!

Natur pur im Hotel

Gerne hätte ich jetzt geschrieben, dass wir in einem der wunderschönen, kunterbunten mexikanischen Aussteiger-Hotels untergekommen sind. In Wahrheit jedoch hat die Pauschalreise im 1500-Betten-Komplex gewonnen, weil sie einfach billiger war. Für drei Personen immer noch teuer, aber wenigstens erschwinglich. Das „Grand Sirenis“ liegt zwischen dem Touristenort Playa del Carmen und der bekannten Maya-Ruinen-Stadt Tulum rund eineinhalb Stunden von Cancun entfernt – weit genug, um den Trubel der Großstadt hinter sich zu lassen. Der Komplex ist riesig, erstreckt sich auf mehrere Gebäude, von denen jedoch keines höher als drei Stockwerke ist. So will es das Gesetz, und das ist gut so. Zwischen den Gebäuden verteilen sich Lobby, diverse Spezialitätenrestaurants, Pools und Dschungel.

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Allgegenwärtig: Exotische Vögel, die noch viel exotischere Geräusche von sich geben (eine süddeutsche Saatkrähe hört sich edel dagegen an) und noch viel, viel exotischere Echsen, die überall im Gebüsch, auf den Bäumen und auch des öfteren mitten auf dem Weg herumliegen. So mancher Tourist füttert sie mit Bananen, was man nicht tun soll – es bringt meist nichts Gutes, wenn der Mensch ein Wildtier von sich abhängig macht. Noch lieber als die Echsen füttern die Touristen die säugende Waschbärin, die genau wie der drollige Nasenbär um den Poolbereich strolcht und auch gerne mal einen Blick in die Badetasche des Besuchers wirft – könnte ja was Essbares drin sein. Scheu hingegen sind die Aguris, große, sanfte Nagetiere, die dann und wann am Dschungelrand auftauchen. Natur pur – das macht Freude!

All inclusive lullt ein

Die Pools haben rund 35 Grad, die Luft auch. Vielleicht bringt das Meer ein wenig Abkühlung an einem heißen Juni-Tag? Okay – rund 30 Grad, da fröstelt’s einen ja fast schon, haha… Der Puderzuckerstrand ist da, unterbrochen von steinigem Untergrund und Felsformationen. Es gibt schattige Liegen (schnell belegt), sonnige Liegen (immer ein Plätzchen frei) und Hängematten (können zum Glück nicht belegt werden) – jeder findet einen bequemen Ort zum Dösen, und ständig flaniert die freundliche Bedienung vorbei und fragt, was man trinken will. All inclusive lullt ein, doch dafür sind wir nicht hergekommen.

Karibik unter Wasser

Wie sieht die Karibik unter Wasser aus? Das ist die große Frage, die wir uns stellen. Tauchermaske an, Schnorchel dran – ab ins Wasser. Verglichen mit dem Roten Meer ist die Mexikanische Karibikküste unter der Oberfläche zunächst relativ unspektakulär. Wo Ägypten mit der ganzen Farbpalette in Rot, Blau, Gelb und Grün aufwarten kann, wo die Fische sich gegenseitig fast die Vorfahrt und den Besucher in die Mitte nehmen, tummeln sich hier nur vereinzelt ein paar Exemplare über relativ farblosen Riff-Formationen. Die Hurrikane der vergangenen Jahre und die zeitweise Überfischung der Riffe fordern ihren Preis. Doch Mexiko hat gelernt: Vor Cancun zum Beispiel wird mit dem „Unterwasser-Museum“ in Form von menschlichen Skulpturen, Autos und sogar Regalen den Korallen neuer Lebensraum zum Besiedeln geboten; Teile des Meeres wurden zum Schutzgebiet erklärt wie das Palancar-Riff bei der Insel Cozumel. Von der sind wir jedoch ein Stückchen entfernt.

Dennoch: Einer der ersten Wege führt zur lokalen Tauchbasis, die wie der Realität gewordene Karibiktraum auf den Felsen und unter Kokospalmen über dem Meer thront. Tauchen in der Karibik ist einfach – Formular ausfüllen, Brevet-Nummer angeben und los geht’s. Zwei Tauchgänge zur Wahl: Shallow oder Deep Dive. Wir nehmen den flachen Tauchgang und finden uns nach kurzer Bootsfahrt in 14 Meter Tiefe über Korallenblöcken und Felsformationen schwebend am Grund der Karibik wieder. Eine leichte Strömung herrscht hier; ein Barrakuda mittlerer Größe beäugt uns mit geringem Interesse. Alles in allem ganz nett, aber nichts Spektakuläres.

Auf Tuchfühlung mit dem Walhai

Spektakulär wird es ein paar Tage später auf dem offenen Meer westlich von Cancun und der vorgelagerten Isla Mujeres, der Insel der Frauen. Mit einem schnellen Boot flitzen wir ins tiefe Blau, auf der Suche nach den größten Fischen der Welt, den Walhaien. Eingangs erwähnter Alex ist unser Guide – er stammt aus Mexiko-City, hat in jungen Jahren einen mehrjährigen Trip durch Europa unternommen und eine Zeitlang in Deutschland gearbeitet. Doch die Winter waren zu kalt, und so packte er seinen Rucksack und flog zurück nach Mexiko – allerdings nach Yukatan, das wohl das Sahnestückchen des Landes sein dürfte. Unsere Truppe an Bord ist international: Neben Alex und der einheimischen Besatzung, uns drei Deutschen und Schotte Jim sind noch ein französisches und ein italienisches Pärchen mit an Bord.

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In der Ferne springt ein Manta; an der Oberfläche schaukeln ein paar Schildkröten im tiefen Gewässer. Unser Käpt’n verringert die Fahrt, und vor uns tauchen weitere Boote auf, die einen Kreis um große, aus dem Wasser ragende Flossen bilden: Wir haben die Walhaie gefunden. Die sanften Riesen der Meere versammeln sich jeden Sommer hier vor Yukatan im planktonreichen Gewässer, denn die Kleintiere sind die Leibspeise der ungefährlichen Fische. In Zweiergruppen springen wir zusammen mit dem Guide ins Wasser, um mit den Haien zu schwimmen. Die Großen sind mehr als zehn Meter lang; näher als zwei Meter darf man ihnen nicht kommen, zu ihrem und zu unserem Schutz, denn die Schwanzflosse kann einen dann doch umhauen. Viel zu kurz sind die Begegnungen mit den Riesen: Wir springen, wir schwimmen, genießen den Augenblick, wenn man kurz neben dem gigantischen Tier seine Bahn zieht – dann sind sie wieder weg… Dreimal darf jeder ins Wasser, mit drei verschiedenen Haien schwimmen wir. Einer hat zwei „Anhalter-Fische“ auf seiner Seitenflosse mitgenommen. Ein Hai schwimmt direkt auf mich zu – ein Maul wie der Kühlergrill eines Autos. Erstaunlicherweise empfindet niemand Unbehagen bei diesem Anblick; wir sind allzu fasziniert.

Traumstrand und mexikanisches Bier 

Dann ist es vorbei, wir fahren zurück und machen Halt vor der Isla Mujeres, wo zunächst an einem Riff geschnorchelt und dann an einem Traumstrand Halt gemacht wird. Wir hüpfen über die Reling des Bootes ins brusttiefe Wasser. Alex reicht uns ein kühles mexikanisches Bier – „Sol, das beste“ -, und wieder genießen wir den Augenblick. Mexiko ist schön, Yukatan ist schöner, hier vor der Isla Mujeres ist es am schönsten…

Tulum – Maya-Schönheit am Meer

Doch halt – genauso schön, wenn auch auf eine andere Art, ist es bei den präkolumbianischen Maya-Stätten wie Tulum. Auch die Maya wussten eben schon, wo’s am besten ist. Der mitgereiste Teenager-Sohn zieht erstmal einen Flunsch – warum soll man sich eigentlich Steinruinen anschauen, wenn es brütend heiß ist und das türkisfarbene Wasser unerbittlich lockt? Nein, junger Mann – ein bisschen Kultur muss eben auch sein. So trödeln wir in der Hitze durchs historische Gelände und betrachten – die einen mehr, die anderen weniger fasziniert – kleinere und größere Maya-Bauten, Ornamente, Steinfiguren, bewundern die Wasserversorgung des indianischen Volkes und fotografieren das alles und natürlich auch die Leguane, die wie Wächter aus längst vergangenen Zeiten über den Tempeln in die Ferne starren.

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Zum Glück liegt Tulum am Wasser, und bald schon entdeckt der Filius einen menschenleeren Strand, in aller Karibikschönheit mit Puderzuckersand und sanften Wellen, die an Land rollen. Eine Absperrung macht seine Bade-Träume jedoch zunichte: Hier legen Schildkröten ihre Eier, und der Naturschutz hat Vorrang. Verständlich. Immerhin: Wo ein Strand ist, gibt es sicher noch einen anderen, und kurz darauf entdecken wir eine Badegelegenheit, die über eine Holztreppe zu erreichen ist und mit beträchtlicher Brandung aufwarten kann. Die Tempel machen Pause, wir geben uns den Wellen hin…

Cenoten-Zauber

Noch mehr Badevergnügen warten jedoch im Inland, und dieses Mal birgt es sogar eine Erfrischung. Cenoten – die heiligen Quellen der Maya. Mehr als Tausend davon gibt es auf der Halbinsel Yukatan. Entstanden sind diese über- und unterirdischen Süßwasserseen durch Einbrüche im Kalkstein, der das Fundament der Region bildet. Das Wasser ist klar und etwas frischer als das Meer – 25 oder 26 Grad dürften es aber allemal noch sein… Wagemutige durchtauchen die Cenoten, von denen viele unterirdisch miteinander verbunden sind. Wir begnügen uns mit Schnorcheln, beobachten die kleinen Fische bei enormen Sichtweiten und die winzige Schildkröte, die die „Cenote Azul“ bei Akumal durchstreift. Der Fels über dem See bietet sich als Natur-Sprungbrett an; hier mischen sich Touristen, Einheimische und Nachkommen der Maya beim gemeinsamen Bad.

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Shopping ist Nebensache

Bei so vielen Naturerlebnissen spielt das Shopping, spielt die Stadt fast keine Rolle. Ein einziges Mal fahren wir mit dem äußerst praktischen „Colectivo“, dem allgegenwärtigen Sammeltaxi auf Yukatans Straßen, nach Playa del Carmen. Doch der Touristenzauber mit den „Flying Maya“ und den muskelstrotzenden Kraftprotzen am Strand lässt uns kalt. Lediglich die wunderschönen bunten Strandtücher und der leckere Tequila („anejo“, kein Vergleich zu den in hiesigen Supermärkten erhältlichen Varianten) lohnen den Besuch. Zu verlockend ist das Wasser in all seinen Facetten, zu verlockend der Strand, der Dschungel, die Natur, zu verlockend die Hängematte, die einen sanft ins Reich der Träume schaukelt – obwohl… man ist ja schon da – hier in Mexiko. (bb)

Haltung

16 Jul

Besser könnten wir über das Sommermärchen 2014 nicht berichten, drum versuchen wir es gar nicht erst! Toller Artikel!!

Avatar von Christian BuggischChristian Buggischs Blog

Selten habe ich einer Mannschaft so sehr den Weltmeister-Titel gegönnt wie dieser deutschen Nationalelf. Fragt sich nur: Warum eigentlich?

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Trend Crowdfunding – oder auch „Krautfunding“

26 Apr
(c) Thomas Godoj

(c) Thomas Godoj

Crowdfunding ist mittlerweile in aller Munde und Medien. Diese Form der Vorfinanzierung von beispielsweise Musik- und Filmprojekten wird immer beliebter bei Künstlern wie auch den sogenannten Supportern. Die größte Crowdfunding-Community im deutschsprachigen Raum, über die solche Projekte abgewickelt werden, ist Startnext. Sehr viel Aufmerksamkeit erhielt vor einiger Zeit die Vorfinanzierung des Kinofilms „Stromberg“ über Startnext. Es sollten 1 Mio. Euro gesammelt werden, um den Film zu finanzieren. In diesem Fall lief die Finanzierung über eine Mischung aus Crowdfunding (bei dem der Supporter sogenannte Dankeschöns für seine Spende bekommt) und Crowdinvesting (bei dem der Supporter im Erfolgsfall auch eine Rendite erhält). Mehr dazu in einem FAZ-Artikel.

Auch wir haben ein paar Projekte auf Startnext beobachtet: So hatte Max Giesinger vor kurzem die gewünschten 10.000 Euro zur Finanzierung seines ersten Albums „Laufen Lernen“ innerhalb eines Tages beisammen und erzielte am Ende der Finanzierungsphase sogar eine Summe von 23.755 Euro, mit der nun nicht nur das Album produziert, sondern auch Promotionaktivitäten bezahlt werden können.

Ebenfalls einen Speedstart hat diese Woche David Pfeffer hingelegt – innerhalb von nur vier Stunden hatte er die für die Produktion einer EP benötigte Summe von 8.500 Euro beisammen. Das Projekt steht derzeit bei über 12.000 Euro und läuft noch gut vier Wochen. Die Albumkampagne der Killerpilze zum „KP der guten Hoffnung“ sollte 55.000 Euro einbringen – es wurden 75.500 Euro!

Natürlich gibt es auch Projekte, die ihr Fundingziel nicht erreichen wie z. B. littlelunch – eine BIO Suppenküche, die gesunde Bio-Suppen im ökologischen Glas aus regionalen Zutaten produzieren und vertreiben will. Aber das heißt natürlich nicht, dass die Macher deshalb aufgeben. Sie schreiben: „Wie Ihr seht haben wir das Ziel bei Startnext vorerst nicht erreicht…vorerst! Denn das hält uns natürlich nicht davon ab littleluch zu starten. Wir stehen in den letzten Schritten und sind schon kräftig am Kochlöffel schwingen.“

Das nächste Projekt, das wir gespannt beobachten werden, ist die Album-Kampagne „V“ von Thomas Godoj. Er hat ambitionierte 55.000 Euro angesetzt, um sein mittlerweile 5. Album „in Eigenregie zu stemmen, und zwar mit der größtmöglichen künstlerischen Freiheit und Unabhängigkeit“. Deshalb hat auch er sich für – wie er sagt – „Krautfunding“ mit Startnext entschieden. Ab nächster Woche werden seine Supporter 75 Tage lang Zeit haben, die Summe zusammenzubringen und sich selbst eine Reihe an attraktiven Dankeschöns vom einfachen Album-Download über CD Limited Editions und limitierten Teilnahmen bei Foto-Shootings, Videodrehs, Promotion-Terminen bis hin zu verschiedenen Variationen von Wohnzimmer-Konzerten zu sichern.

Startnext hat bislang 1.607 Projekte mit insgesamt 10.101.820 Euro finanziert. Crowdfunding ist nicht neu, rückt aber immer mehr in den Fokus. Es ist eine interessante, spannende und offensichtlich erfolgreiche Art wie Künstler ihre Träume und Visionen mit der direkten Unterstützung von vielen Menschen finanzieren und realisieren können. Und seien wir ehrlich: Es ist doch ein schönes Gefühl, ein Teil eines solchen Projekts zu sein! (ima)

 

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Wir wünschen allen ein gutes neues Jahr!

1 Jan

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