Archiv | März, 2012

Kinotipp: Ziemlich beste Freunde

2 Mär

Rund 6 Millionen Zuschauer können nicht irren – seit 7 Wochen führt der Film „Ziemlich beste Freunde“ (OT: Untouchables) nun die deutschen Kinocharts an.

Der Film beruht auf einer wahren Begebenheit. Er erzählt die Geschichte von Philippe Pozzo di Borgo, der 1993 beim Paragliding abstürzte und sich dabei so schwer an der Wirbelsäule verletzte, dass er seitdem vom Hals abwärts querschnittgelämt ist und seinem Pfleger, Abdel Yasmin Sellou, der ihn 10 Jahre lang beinahe rund um die Uhr betreute. Die Verfilmung basiert auf der Autobiografie von Pozzo di Borgo, die er 2001 unter dem Titel Le second souffle (Der zweite Atem) in Frankreich veröffentlichte.

Ein Stoff, von dem man nicht vermuten würde, dass daraus eine der besten Komödien der Kinogeschichte werden könnte. Aber genau das ist dieser Film – er berührt einerseits durch die tragische Geschichte – gleichzeitig ist es ein fröhlicher Film, der einen zum Lachen bringt.

Wir empfehlen: Unbedingt anschauen!

 

Rahmenhandlung
Philippe (FRANÇOIS CLUZET) führt das perfekte Leben. Er hat eine Heerschar von Hausangestellten, er ist reich, adlig, gebildet, er sieht ganz gut aus – aber ohne fremde Hilfe geht nichts, denn Philippe ist vom Hals an abwärts gelähmt. Eines Tages taucht Driss (OMAR SY) in Philippes geordnetem Leben auf. Der junge Mann, der gerade aus dem Gefängnis entlassen wurde will eigentlich nur einen Bewerbungsstempel für seine Arbeitslosenunterstützung und auf den ersten Blick eignet sich das charmante Großmaul aus der Vorstadt auch überhaupt nicht für den Job als Pfleger. Doch seine unbekümmerte, freche Art macht Philippe neugierig. Spontan engagiert er Driss und gibt ihm zwei Wochen Zeit, sich zu bewähren. Aber passen Mozart und Earth, Wind & Fire, Poesie und derbe Sprüche, feiner Zwirn und Kapuzenshirts wirklich zusammen? Und warum benutzt Philippe eigentlich nie den großartigen Maserati, der abgedeckt auf dem Innenhof steht?
Es ist der Beginn einer verrückten und wunderbaren Freundschaft, die Philippe und Driss für immer verändern wird…

Mouse au chocolat

1 Mär

Dumm gelaufen für Mickey Mouse. Da dachte Walt Disneys berühmte Comic-Figur, dass ihn auch in Deutschland alle lieben, doch damit hätte er nicht gerechnet! Was ist geschehen?

Beim Besuch einer idyllischen deutschen Kleinstadt begab sich Mr. Mouse in ein Straßencafé, um seinen Durst zu stillen. Er wusste nicht, dass sich der Küchenchef für diesen Tag eine ganz spezielle Nachtisch-Kreation vorgenommen hatte. Etwas Leckeres, Lockeres, Ungewöhnliches, das dem Gaumen schmeichelt und noch gänzlich unbekannt ist. Besagter Küchenchef wusste nicht, dass Mickey eine bekannte Persönlichkeit ist, ein Fiiiep – pardon, VIP natürlich – sozusagen. Er sah den Typen mit den großen Ohren und der schwarzen Knubbelnase und wusste: DER ist es!

Eine Stunde später – Mickeys große gelbe Treter standen an der Schwingtür zur Café-Küche, im Mülleimer daneben lugten zwei große, schwarze Ohren zwischen leeren Sahnebechern und Zuckertüten hervor. Schnell füllte  sich das Lokal, denn die Menschen waren neugierig auf die Nachspeise des Tages:

MOUSE AU CHOCOLAT.

Teneriffa – Geocaching statt Massentourismus

1 Mär

Geocaching – Wer diesem Hobby frönt, den zieht es ständig in die Natur, und zwar an meist versteckte oder ungewöhnliche Plätze. Und wer auch im Urlaub nicht darauf verzichten mag, der wird längst bekannte Reiseziele plötzlich mit ganz anderen Augen sehen.

Was, bitte, ist Geocaching eigentlich? Nun, eine moderne Art der Schnitzeljagd oder Schatzsuche. Auf der ganzen Welt verstecken Anhänger dieses Sports interessante Gegenstände an bestimmten Orten und geben die Koordinaten im Internet preis. Statt Landkarten nützt der Geocacher ein GPS-System, um die „Schätze“ zu heben. Mehr Infos zu diesem ungewöhnlichen Hobby gibt es HIER.

mosaicpunkt-Gastautorin Birgit ist selbst vom Geocaching-Virus befallen. Kein Wunder, dass sie auch im Urlaub auf Teneriffa die Finger nicht von ihrem Hobby lassen kann. Viel Spaß bei ihrem Bericht über ihren Teneriffa-Aufenthalt abseits der Strände.

Februar, Deutschland bei minus 20 Grad. Was gibt es Schöneres, als bei diesem ungastlichen Wetter dem deutschen Winter zumindest für eine Woche zu entfliehen, um an der kargen Südwest-Küste von Teneriffa das trockenere Wetter bei angenehmen Temperaturen zwischen 14 und 20 Grad zu genießen. Und weil wir vom Cache-Fieber befallen sind, haben wir die ausgetretenen Pfade verlassen und so die erstaunlichsten Plätze entdeckt.

Eine unserer Wanderungen führte uns ca. 20 Minuten lang durch einen dunklen Tunnel. Am Ende haben wir das sprichwörtliche Licht gesehen. Wir wurden mit einem gigantischen Ausblick auf den Risco Blanco belohnt. Natürlich waren wir auch im Naturpark rund um den Teide. Allerdings begnügten wir uns mit dem 2700 Meter hohen Montaña Blanca. Dort liegen „Lavaeier“ herum, die etwa fünf Meter hoch sind – und Caches liegen dort natürlich auch. Die Hinweise für die Suche lauten sinnigerweise meistens „unter Steinen“.

Auf unserer Jagd nach den verborgenen Caches stießen wir auf unglaublich viele verlassene Häuser, Höfe und Bauwerke – „lost places“ sozusagen. Im alten Pumpenwerk wohnte allerdings ganz unten noch jemand. Ein Staudamm, der nie betrieben wurde – gebaut, um zu verfallen. Aber frei begehbar – nicht abgesperrt wie hierzulande – mit zig Untergeschossen, undurchdringlich, gruselig wie Grabkammern. Es ging meterweit unter die Erde… HA! Wer bitte war schon Indiana Jones? Das hier war viel besser.

Ein weiteres Highlight: „Secret Windows“, ein Pfad an einem Hang, so steil und unwegsam, dass dieser nicht einmal für Bergziegen geeignet erscheint. Irgendwer hat dort eine mittlerweile alte Wasserleitung in den Hang getrieben. Teilweise konnte man auf ihr laufen, teilweise in ihr, teilweise neben dran. Streckenweise ging es durch Tunnel, in denen versteckte Fenster lagen. Wunderschön – und immer nah am gut 600 Meter steilen Abgrund. Der Weg erwies sich erstaunlicherweise aber immer als breit genug, so dass es nicht wirklich gefährlich war. Nur einfach unglaublich beeindruckend. Der Cache am Ende war da auf einmal völlig nebensächlich.

Eine Woche am Strand kann manchmal sehr lang dauern. Irgendwann wird einem das „In-der-Sonne-braten“ meist langweilig. Nicht so beim Cachen! Die Woche ging viel zu schnell vorüber. Am letzten Abend ging es nochmals einen steilen Hang hoch. Kargheit und Kakteen, so weit das Auge reicht. Das GPS sagt „rechts abbiegen“, das Auge sagt „Da hinauf? Never!“ Zum Glück siegt der innere Schweinehund nicht. Oben angekommen: alles grün, Kiefernwälder und ein Nadelteppich unter den Füßen. Der Cache heißt „Sunset“, weil er an eine Stelle führt, an der man zuschauen kann, wie die Sonne im Meer versinkt. Und das tat sie dann auch für uns in dem Moment, in dem wir den letzten Cache für diesen Urlaub gefunden hatten.

Reiseinformationen Teneriffa