Gääähn… Na, wie geht es euch heute Morgen? Wurde uns doch glatt eine Stunde geklaut übers Wochenende! Schlaue Menschen haben sich die Osterwoche freigenommen und dürfen so oder so liegenbleiben. Wir anderen quälen uns aus dem Bett und zur Arbeit – wie fies! Wenn wenigstens der Frühling da wäre und uns mit milden Temperaturen und Sonne verwöhnen würde. Aber nein – auch heute dominiert wieder bleiernes Grau am Himmel.Frühlingsfit trotz grauem Himmel
2 Apr
Gääähn… Na, wie geht es euch heute Morgen? Wurde uns doch glatt eine Stunde geklaut übers Wochenende! Schlaue Menschen haben sich die Osterwoche freigenommen und dürfen so oder so liegenbleiben. Wir anderen quälen uns aus dem Bett und zur Arbeit – wie fies! Wenn wenigstens der Frühling da wäre und uns mit milden Temperaturen und Sonne verwöhnen würde. Aber nein – auch heute dominiert wieder bleiernes Grau am Himmel.Ja ist denn scho wieder Weihnachten?
31 Mar
Leise rieselt der Schnee …
Nein, es ist nicht schon wieder Weihnachten, es ist tatsächlich Ostern. Aber der Hase und alle, die die Eier draußen suchen wollen, frieren sich einen ab.
Im Internet kursieren lustige Bildchen mit eher ironischen oder verzweifelten Sprüchen. Da wird Frau Holle bedroht und gemeuchelt, der Osterhase fordert Schlecht-wetter-Zulage. Mancherorts über-nimmt gleich der Weihnachtsmann – oder war es Nikolausi? – den Job, weil „dem Hasen war es zu kalt“.
„Die Installation des Frühlings wurde wegen einem unbekannten Fehler abgebrochen …“ – nach frühlingshaften Temperaturen an Weihnachten, feiern wir Ostern im Schnee. Das ist zwar nicht ganz so ungewöhnlich und kam schon öfters mal vor, aber dieses Jahr erlebt Deutschland laut Wetterdiensten den kältesten März seit Jahrzehnten. Ja, genau so fühlt es sich an! Die Daten für den meteorologischen und kalendarischen Frühling sind längst verstrichen – doch noch ist nicht der leiseste Frühlingshauch in Sicht. Da hilft auch nicht die gerade erfolgte Umstellung auf die Sommerzeit, irgendwer müsste zusätzlich noch am Thermometer reiben…
…wir wünschen euch trotzdem Frohe Ostern!
(ima)
Exklusiv: Das Dschungelcamp aus der Sicht von Gastkolumnistin Kiki
15 JanEigentlich, so dachten wir, könnte das Niveau nicht mehr unterschritten werden: Doku-Soaps mit Fremdschäm-Faktor, Bohlens Supersternchen-Arena, und dann natürlich das Dschungelcamp. Halbnackte Tatsachen, peinliche Wahrheiten, die am Lagerfeuer dank Mikros und versteckter Kamera ans Licht der Öffentlichkeit kommen, und jede Menge tierischer Ekelkomponenten, bei deren Einsatz in Good Old Germany schon längst die Tierschutzbehörde auf die Barrikaden gegangen wäre.
Doch siehe da: Es geht noch was. Die aktuelle Staffel des Dschungelcamps hat tatsächlich Unterhaltungswert! Ein dauerkotzendes Modell, ein Schlagersänger, der seine Fahne… pardon, seine Eier in den Wind hängt, und ein Superstar-Anwärter, der bei aller Naivität den Beschützerinstinkt im Zuschauer weckt. Unsere Gastkolumnistin Kiki hat den Montagabend in ihre ganz eigenen und exklusiv für unsere Leser gereimten Worte zusammengefasst. Freut Euch darauf! Und los geht’s:
Tag 4:
Am Tage vier der Nordsee-Klaus
hängt seinen Arxxx und Glocken raus.
Er dreht sich um, dann zieht er blank,
es baumelt seine Samenbank.
Am Abend herrscht erneute Not:
Zur Prüfung ging das Dschungelbrot.
Bei Georgi wurde Food geordert,
doch war „Miss Günstig“ überfordert.
Sie läuft im Rad und dreht und dreht,
was, weil es stinkt, so gar nicht geht.
Die Grillen zirpen ihr im Haar,
wo vorher schon ‚ne Made war.
Wohin sie faßt, sie schreit und quiekt,
weil es in ihrer Hose piekt.
Ganz kurz muss sie sich fokussieren,
dann geht sie sich gescheit blamieren.
Ein Fellbikini und 3 Sterne
sind der Gewinn: So hamwer’s gerne.
Das Camp ist wenig hingerissen,
man fühlt sich wieder angeschissen.
Was wär heut’ noch erwähnenswert…
die Georgi ist so liebenswert,
man wird sie immer wieder wählen,
sich durch die Prüfungen zu quälen…
Meeting James Cameron
1 SepEigentlich beteilige ich mich nie an Gewinnspielen. Das mal vorab. So war es irgendwie wohl “dieses Bauchgefühl”, das mich dazu verleitet hat, vor einigen Tagen eine Ausnahme von der Regel zu machen, ein kleines Quiz zu beantworten und ein Lösungswort an eine mir fremde E-Mail-Adresse zu schicken.
Die Antwort folgt prompt. Gerade sind wir von einem zweitägigen Kurztrip ins Hessische heimgekehrt, haben die Koffer auf den Boden und uns selbst aufs Sofa geschmissen, da ereilt uns die Nachricht: Sie haben gewonnen! Ja, was denn? Kann doch gar nicht sein… ein Schuss, ein Treffer? Doch, doch, versichert die freundliche Dame am Telefon, stimmt schon. Zwei Tage Belfast mit Flug, Hotel und Stadtführung. Und – ja, jetzt kommt’s – einem Treffen mit dem wohl erfolgreichsten Regisseur aller Zeiten: James Cameron. Im Doppelpack mit Jon Landau. Sagen Sie jetzt nicht, die beiden kennen Sie nicht. Avatar, Titanic, Terminator… all diese Geschichten haben die Herren aus Amerika perfekt in Szene gesetzt. Und nun werde ich sie live und in Farbe erleben.
Begleiten wird mich übrigens mein Sohn, denn zur Neuauflage von Camerons Werk “Titanic” (ab 24. September auch in 3D) will man der generationenübergreifenden Faszination des Schiffsuntergangsdramas auf die Schliche kommen. Sollte ich die Gelegenheit erhalten, würde ich mich natürlich gerne ein wenig mit den Herren unterhalten. Allein, Zeit tut Not… schon am Mittwoch geht es los. Saubere journalistische Vorbereitung ist da schwierig, obwohl ich innerhalb von zehn Minuten vermutlich einen Fragenkatalog aus dem Ärmel schütteln könnte, der für ein Zwei-Stunden-Gespräch reichen würde. Vermutlich jedoch müssen wir uns schon glücklich schätzen, wenn es für ein “Nice to meet you”, Shake Hands und ein Bildchen reicht. Apropos Bildchen: Leider dürfte es in Anbetracht der verbleibenden Zeitspanne utopisch sein, noch auf die Schnelle mindestens zehn Kilo abzunehmen. Ich stelle mich im Fall des Falles also lieber näher zu Mr. Landau, neben dem seh ich nicht ganz so breit aus…
Während ich mich also mit Gesprächsstoff und Figurproblemen herumschlage, kommentiert mein Filius die Reise mit den Worten: “Ich muss dringend nochmal einkaufen gehen…” Hmmm… wäre das nicht eigentlich mein Part als Dame gewesen???
Hitze: Alle zieht’s ans Wasser oder: Störenfriede im Paradies
19 Aug
Boah, was für eine Hitze! Wie unter einer Käseglocke schwitzen die Deutschen dieser Tage: 30, 32, 34 Grad und mehr… wer will da schon noch nach Rimini oder an die Cote d’ Azur? Aber Wasser, ja, Wasser darf schon sein! Und so kommt es, dass in diesem bemerkenswerten August 2012 jede Wasserfläche, die größer als 2,50 Quadratmeter ist, zum Badeparadies umfunktioniert wird.
Schwimmbad? Ja, bitte. Aber nur für die, die nicht schwimmen wollen. Denn in den gekachelten Outdoor-Becken sind dieser Tage nur noch Stehplätze erhältlich. Plärrende Kinder, genervte Muttis, pubertierende Jungs in langen Badeshorts, die vom Drei-Meter-Brett springen… Dazwischen gibt es Pommes rot-weiß und Eis am Stiel, ab und zu einen Bienenstich, der vom Bademeister verarztet wird, und natürlich Sonnenbrand.
Freier lebt es sich am Badesee. Kategorie 1 nennt sich “Strandbad” und verfügt über Toiletten, Duschen, Kompressoren zum Aufpumpen der mitgebrachten Boote, Gummireifen und Luftmatratzen. Statt gekachelten Becken gibt es naturtrübes Wasser; außerhalb der “sicheren Zone” ist tatsächlich auch Schwimmen möglich. Ansonsten jedoch gleicht das Strandbad dem Schwimmbad.
Und dann gibt es da noch die “wilden Gewässer”. Ein solches liegt bei der Autorin quasi vor der Haustür. Mit dem Fahrrad hundert Meter bergab, über die Straße und über ein paar Feldwege mit mächtigen Schlaglöchern geht es direkt ins Sommerparadies. Hier gibt es keine Pommesbude, kein Sprungbrett, kein Eis und keinen Bademeister. Statt dessen lockt eine Wiese – nein, mehr eine Uferböschung, an der in unregelmäßigen Abständen Kieswände, hohe Weidensträucher und Wildrosen wachsen und die zur Wasserseite hin mit Schilf gesäumt ist.
Statt Gummibooten gibt es hier echte Wasserfrösche in allen Größen. Seit April habe ich beobachtet, wie aus den reizenden kleinen, schwarzen Kaulquappen stattliche Frösche werden, und sobald man ans Ufer tritt, platscht die grüne Invasion zu Dutzenden vor einem ins Wasser. Während des mehr wechselhaften Frühsommers war der See eine echte Idylle. Kaum mehr als 20 Leute kamen an den See, der mit rund 300 mal 250 Metern eher ein größerer Weiher ist, brachten Badelaken und Bücher mit, schwammen hinaus ins klare Wasser, genossen die Ruhe und kehrten erholt wieder heim.
Doch jetzt, im August, ist auf einmal der Teufel los! Schon vor 10 Uhr morgens rauschen wahre Karawanen an Autos an. Aus Orten, die teils 80 Kilometer entfernt liegen, reisen Wassersüchtige an den kleinen Weiher, holpern über die Feldwege und durch tiefe Pfützen, fluchen, weil der Weg so schlecht ist, und parken direkt im Getreideacker. Eine Schranke hält sie wenigstens noch davon ab, mit dem Wagen bis ans Wasser zu fahren. Sonnenschirme, Kühlboxen, Stühle, Liegen, Dreibeingrill und Hund… alles muss mit! Mit einem Mal sind die Plätzchen am Gewässer voll, spielen fremde Menschen Pitt-Patt, jagen kläffende Hunde ins Wasser und setzen Häufchen auf die Wiese. Kinder treten in Bienen und plärren, Schlauchboote werden unbeholfen über den See gerudert, die zarten Seerosen abgerupft.
Und langsam macht sich Unbehagen breit. Klar, ein jeder will in das Idyll, und dieses hat sich langsam, aber sicher in immer weiteren Kreisen herumgesprochen. Doch was wird aus der Idylle, wenn sie überrollt wird? Wut kommt auf, wenn man morgens um 9 Uhr wie üblich mit dem Rad ans Wasser fährt und statt sattem Grün am Ufer braune Häufchen, leere Zigarettenschachteln, Reste eines wilden Feuers und Chipstüten nebst im Wasser treibenden Bierflaschen vorfindet. Ganz zu schweigen von dem gelben Müllsack, der zwischen dem Schilf treibt…
Liebe Leute, wenn Ihr schon alle ans Wasser und in die Idylle wollt: Nehmt doch um Himmels Willen bitte Euren Müll wieder mit! Was man herschleppt, kann man auch wieder mit nach Hause nehmen – ist das denn so schwer? Und wenn Ihr schon grillen müsst: Es gibt hübsche kleine Grillgeräte, die man nach dem Essensgenuss auskühlen und wieder einpacken kann. Wenn sich 100 Badegäste denken: Was macht schon meine Bananenschale/Flasche/Chipstüte aus, dann kommt schon ein richtiger Müllberg zustande, den andere wegräumen müssen. Zum Genuss gehört auch Verantwortung. Sonst könnt Ihr gerne gleich zu Hause bleiben und Euch unter der Dusche abkühlen.
Oder legt Euch doch einen Terrassenteich an. Auch da kann man die Füße reinhängen – und das Bier kühlen. Prost!