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Mit Gottvertrauen durch die Welt

14 Apr Annett mit zwei von ihren Schützlingen

SANTA CRUZ - Nächtelang im Bus, verzweifelte Suche nach einer Unterkunft, die bezahlbar ist und trotzdem über fließend Wasser verfügt, stundenlanges Warten… so sieht Annetts Reise durch Bolivien aus. Wo andere Menschen im sogenannten „mittleren Alter“ zwei Wochen im All-inclusive-Bunker irgendwo in der Karibik buchen und schon genervt sind, wenn die Handtücher mal nicht gewechselt werden oder die Auswahl am kalten Büfett zu klein ist, wuchtet Annett ihren Rucksack an den Straßenrand und wartet, ob sich ein Autofahrer erbarmt.

Seit acht Monaten ist Annett unterwegs. Die im thüringischen Greiz geborene Pädagogin hat sich mit ihrer Reise um die Welt einen Lebenstraum erfüllt. „Als mein Sohn vier Jahre alt war, habe ich mir gesagt: Wenn er auf eigenen Füßen steht, mache ich eine Weltreise.“ Seitdem hat Annett gespart – im September 2012 war es dann soweit: Die Mittvierzigerin gab ihre Arbeit in einer Kinderkrippe auf, verkaufte das Auto, das meiste vom Hausrat, löste ihre Wohnung auf – und brach auf.

Ausgangspunkt ihrer Reise war Brasilien, dann ging es weiter nach Paraguay, auf die Osterinsel und in die südlichste Stadt der Welt, Ushuaia in Argentinien. „Von dort bin ich 12.000 Kilometer an den Anden entlang getrampt und habe elfmal die Grenze gewechselt“, erzählt die Weltenbummlerin. „Ich lebe aus dem Rucksack.“ Mit ihrem Sohn zusammen hat sie schon in den Jahren zuvor immer wieder Reisen in fremde Länder unternommen, da sie sich für andere Kulturen, die Natur und Lebensweise anderer Völker interessiert. „Wir in der angeblich zivilisierten Welt haben uns mit Selbstverständlichkeit an Luxus gewöhnt, der uns auch nicht glücklicher macht. Menschen mit weniger Lebensstandard haben sich oft trotz allem ihre Lebensfreunde erhalten“, das hat Annett in den vergangenen Monaten erfahren. Auf ihrer Reise vertraut sie auf Gott. „Er leitet mich, führt mich und gibt mir die richtigen Inspirationen“, dessen ist sie sich sicher.

Nun also Bolivien. Bauchkrämpfe, verheerende hygienische Zustände und „fließend Wasser“ in Form von undichten Dächern, ein nasser Schlafsack und Armut allerorten – Bettler, Verstümmelte, Kranke, die Passanten auf dem Weg zur Kirche um Spenden bitten und die „reiche“ Touristin aus Deutschland beschimpfen, wenn sie ihnen kein Geld gibt.

Ich kann sie nicht retten, schon gar nicht bewahren vor ihrem Schicksal. das steht nicht in meiner Macht“, sagt Annett. „Es sind außerdem zu viele. Die Cleveren verkaufen kleine, aus Palmblättern gebastelte Kreuze und Blumenkränze; sie musizieren, malen, putzen Schuhe oder Autoscheiben, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen.“ Das findet die Mittvierzigerin gut. „Die nehmen die Verantwortung für ihr Leben in die eigenen Hände und tun etwas, aber die Bettler scheinen das nicht zu begreifen. Die wählen den einfachen Weg, geben die Verantwortung ab und ich als “Reicher” muss mich auch noch vor ihren Flüchen und Beschimpfungen schützen, weil ich ihnen kein Geld gebe.“

Annett möchte einen anderen Beitrag für dieses arme Land leisten, einen bedeutungsvolleren. „Man muss bei den Kindern anfangen, um eine Gesellschaft zu ändern“, davon ist sie überzeugt. „Ich weiß von zwei Leuten aus Saalfeld, die um die Welt geradelt sind, die unterstützten ein Kinderheim in Santa Cruz“, erzählt sie. Dort will Annett arbeiten, doch ihr Weg führt sie an einen anderen Platz.

Durch Zufall lernt sie bei einem Ausflug eine Schweizerin kennen, die ebenfalls in einem Waisenhaus in Santa Cruz arbeitet. Auf dem Weg  dorthin verirrt sich Annett in der Stadt – und landet schließlich im „Aldea de ninos Padre Alfredo“, einer Art Kinderdorf, in dem je acht bis zwölf Kinder in einem Haus leben. „1972 entstand durch den österreichischen katholischen Pater Alfred das erste Padre-Alfredo-Kinderhaus“, erzählt die deutsche Weltenbummlerin. Es seien vor allem misshandelte, verlassene und verwaiste Kinder, die hier aufgenommen werden – oder solche, deren Eltern wegen Drogenhandels im Gefängnis sitzen.

Seit einigen Tagen nun arbeitet Annett im Kinderdorf. „Ich putze die Zimmer, koche, spiele und mache Blödsinn mit den Vier- bis 13-Jährigen. Die Kleinste ist mir gleich um den Hals gefallen und hat mich seitdem nicht mehr aus den Augen gelassen.“ Allerdings ist die Verständigung recht schwierig, denn Annetts „Reisespanisch“ reicht nicht aus, um alles zu erklären und zu verstehen. „Die Kinder haben haben aber große Geduld mit mir, erklären und zeigen mir alles.“ Fröhlich seien die Kleinen, aufgeschlossen, fröhlich und fleißig. Im Kinderdorf werden alle mit in die tägliche Arbeit eingebunden, sei es Brot backen oder beim Putzen helfen.

Doch es fehlt an vielem: In der Küche steht kein Tisch; gegessen wird in „Schichten“, weil nicht genug Geschirr da ist. Die gemeinsame Mahlzeit mit allen Kindern fehlt Annett, ebenso profane Dinge wie Wischtücher und Lappen. „Es gibt nur löchrige Lappen, eine Kehrschaufel existiert auch nicht.“ Es fehlt an tausend kleineren und größeren Dingen, die die Arbeit in hygienischer Hinsicht erleichtern. So ist es kein Wunder, dass „Einkaufen“ als erstes auf Annetts „To-do-Liste“ steht.

Die Matratzen? Alt und dreckig. Waschmaschine? Nicht vorhanden. „Da haben wir in Deutschland wirklich ideale Bedingungen zur optimalen Entwicklung unserer Kinder“ – das hat Annett schnell erkannt. Gerne hilft sie eine Zeitlang mit, engagiert sich für die Kleinen in Santa Cruz.

Doch bald schon geht die Reise für Annett weiter. Noch hat sie nicht alles von Südamerika gesehen; insgesamt will sie ein Jahr hier verbringen. Anschließend geht es weiter nach Mittel- und dann Nordamerika. Auch Australien, Neuseeland und zum Abschluss Asien stehen noch auf der Wunschliste. Vier Jahre soll die Reise insgesamt dauern. „Wenn das Geld früher alle ist, muss ich eher wieder zurück“, das ist Annett bewusst. „Wenn ich zurückkomme, muss ich von vorn beginnen.“ Angst vor dem Neuanfang hat sie aber nicht: „Ich habe großes Gottvertrauen und weiß, dass alle Probleme lösbar sind – es geht immer weiter!” 

Wer Kontakt mit Annett aufnehmen oder direkt helfen möchte, kann sich mit ihr über Facebook in Verbindung setzen: https://www.facebook.com/#!/annett.wagner.353?fref=ts

Annett mit zwei von ihren Schützlingen

Charity Aktion zugunsten Parkinson Forschung

4 Apr

GitarreAlex Band – bis 2005 Lead-Sänger der US-amerikanischen Band “The Calling” und seit 2008 auf Solo-Pfaden unterwegs – engagiert sich seit einer Erkrankung seiner ersten Frau seit Jahren für die Organisation Donate Life - trägt diesen Schriftzug sogar als Tattoo auf seinem Unterarm. Derzeit läuft auf ebay eine Aktion, bei der zugunsten der The Michael J. Fox Foundation for Parkinson’s Research eine von allen Band-Mitgliedern signierte Konzertgitarre, die von Lead-Gitarrist Sean Kipe auf der letzten Tour und beim Aufnehmen des neuen Albums gespielt wurde, ersteigert werden kann. Die Aktion für den guten Zweck läuft noch knapp 2 Tage und liegt derzeit bei 660 $ – Tendenz steigend.

Der Anlass für diese Aktion ist leider sehr ernst und hat einen traurigen Hintergrund: Alex Band erklärte nämlich kürzlich bei seinem Auftritt in der Ryan Cabrera and Friends Show, dass er vor sechs Monaten die Diagnose Parkinson bekommen habe und ihm die Foundation for Parkinson’s Research des Schauspielers Michael J. Fox deshalb sehr am Herzen liege.

Musikalisch ist Alex Band seit ein paar Jahren solo unterwegs, mittlerweile aber wieder mit fester Band. 2010 veröffentlichte Band sein Album “We’ve all been there” unter dem eigenen Musiclabel AMB über EMI und stellte dieses auf zwei ausgedehnten Touren auch in Deutschland vor. Mit seiner unverwechselbaren, kraftvollen und sehr emotionalen Stimme und dem inspirierenden Sound knüpft er an erfolgreiche “The Calling” Zeiten an. Die Single “Tonight” war Soundtrack der Serie “The Vampire Diaries”. Derzeit arbeitet Band mit seinen Musikern am zweiten Album – Titel und Veröffentlichungsdatum liegen noch nicht vor. Einen kleinen, vielverpsprechenden Vorgeschmack gab es am Ende des Auftritts in der Ryan Cabrera and Friends Show mit einem neuen Song. Man darf also gespannt sein – wir halten euch auf dem Laufenden. (ima)

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Frühlingsfit trotz grauem Himmel

2 Apr
uhrGääähn… Na, wie geht es euch heute Morgen? Wurde uns doch glatt eine Stunde geklaut übers Wochenende! Schlaue Menschen haben sich die Osterwoche freigenommen und dürfen so oder so liegenbleiben. Wir anderen quälen uns aus dem Bett und zur Arbeit – wie fies! Wenn wenigstens der Frühling da wäre und uns mit milden Temperaturen und Sonne verwöhnen würde. Aber nein – auch heute dominiert wieder bleiernes Grau am Himmel.
Da kommt doch einfach alles durcheinander! Müde sind wir, unmotiviert – und untrainiert. Sonst habe ich immer die Fastenzeit genützt, um fit für die warme Jahreszeit zu werden. Doch bei der Saukälte der vergangenen Wochen – ach was, MONATE, da kamen mein Kreislauf und der sportliche Ehrgeiz einfach nicht in Schwung. Jetzt ist es höchste Eisenbahn, mit dem Bodyforming zu beginnen. Augen zu und durch: Bibbernd walke ich bei Minusgraden übers Gelände, während der kalte Wind meine Augen tränen lässt. Im Hallenbad erkämpfe ich mir eine Bahn unter den Sonntagsschwimmern und kraule zaghaft meine Runden. Und im heimischen Folterkeller warten Aeropad, Dynaband, Hantelbank, Beincurl und Butterfly darauf, ihre muskelstärkende Wirkung zu entfalten.
Auch die Küche spürt den Umschwung: Im Froster lagern nun statt Pommes mehrere Tüten Tiefkühlgemüse (ungewürzt), im Kühlschrank hat Sojamilch die Sahne verdrängt. Wenn schon, denn schon… jetzt wird körpertechnischer Frühjahrsputz gemacht! Denn eins ist mir sonnenklar: Wenn dann irgendwann der Frühling kommt, dann drängt er mit aller Macht ins Land, und wenn die Pullis und langen Hosen dann in die Ecke fliegen, offenbaren sich die Sünden des Winters mit einem Mal erbarmungslos. (bb)

Ja ist denn scho wieder Weihnachten?

31 Mar

OsternLeise rieselt der Schnee …
Nein, es ist nicht schon wieder Weihnachten, es ist tatsächlich Ostern. Aber der Hase und alle, die die Eier draußen suchen wollen, frieren sich einen ab.
Im Internet kursieren lustige Bildchen mit eher ironischen oder verzweifelten Sprüchen. Da wird Frau Holle bedroht und gemeuchelt, der Osterhase fordert Schlecht-wetter-Zulage. Mancherorts über-nimmt gleich der Weihnachtsmann – oder war es Nikolausi? – den Job, weil „dem Hasen war es zu kalt“.

„Die Installation des Frühlings wurde wegen einem unbekannten Fehler abgebrochen …“ – nach frühlingshaften Temperaturen an Weihnachten, feiern wir Ostern im Schnee. Das ist zwar nicht ganz so ungewöhnlich und kam schon öfters mal vor, aber dieses Jahr erlebt Deutschland laut Wetterdiensten den kältesten März seit Jahrzehnten. Ja, genau so fühlt es sich an! Die Daten für den meteorologischen und kalendarischen Frühling sind längst verstrichen – doch noch ist nicht der leiseste Frühlingshauch in Sicht. Da hilft auch nicht die gerade erfolgte Umstellung auf die Sommerzeit, irgendwer müsste zusätzlich noch am Thermometer reiben…

…wir wünschen euch trotzdem Frohe Ostern!

(ima)

Exklusiv: Das Dschungelcamp aus der Sicht von Gastkolumnistin Kiki

15 Jan

Eigentlich, so dachten wir, könnte das Niveau nicht mehr unterschritten werden: Doku-Soaps mit Fremdschäm-Faktor, Bohlens Supersternchen-Arena, und dann natürlich das Dschungelcamp. Halbnackte Tatsachen, peinliche Wahrheiten, die am Lagerfeuer dank Mikros und versteckter Kamera ans Licht der Öffentlichkeit kommen, und jede Menge tierischer Ekelkomponenten, bei deren Einsatz in Good Old Germany schon längst die Tierschutzbehörde auf die Barrikaden gegangen wäre.

Doch siehe da: Es geht noch was. Die aktuelle Staffel des Dschungelcamps hat tatsächlich Unterhaltungswert! Ein dauerkotzendes Modell, ein Schlagersänger, der seine Fahne… pardon, seine Eier in den Wind hängt, und ein Superstar-Anwärter, der bei aller Naivität den Beschützerinstinkt im Zuschauer weckt. Unsere Gastkolumnistin Kiki hat den Montagabend in ihre ganz eigenen und exklusiv für unsere Leser gereimten Worte zusammengefasst. Freut Euch darauf! Und los geht’s:

Tag 4:

Am Tage vier der Nordsee-Klaus
hängt seinen Arxxx und Glocken raus.
Er dreht sich um, dann zieht er blank,
es baumelt seine Samenbank.

Am Abend herrscht erneute Not:
Zur Prüfung ging das Dschungelbrot.
Bei Georgi wurde Food geordert,
doch war „Miss Günstig“ überfordert.

Sie läuft im Rad und dreht und dreht,
was, weil es stinkt, so gar nicht geht.
Die Grillen zirpen ihr im Haar,
wo vorher schon ‚ne Made war.

Wohin sie faßt, sie schreit und quiekt,
weil es in ihrer Hose piekt.
Ganz kurz muss sie sich fokussieren,
dann geht sie sich gescheit blamieren.

Ein Fellbikini und 3 Sterne
sind der Gewinn: So hamwer’s gerne.
Das Camp ist wenig hingerissen,
man fühlt sich wieder angeschissen.

Was wär heut’ noch erwähnenswert…
die Georgi ist so liebenswert,
man wird sie immer wieder wählen,
sich durch die Prüfungen zu quälen…

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